Bauen – Wohnen – Leben: Bauen mit Lehmbaustoffen

Das Baumaterial ist stets wiederverwendbar und energiesparend

Seit über 9000 Jahren baut die Menschheit mit Lehmbaustoffen: Gebrannte Ziegel, ungebrannte Grünlinge, Lehmmörtel, Ofenlehm, Stampflehm, Lehmplatten, Lehmputze und Lehmfarben.

Noch heute lebt ein Drittel der Weltbevölkerung in Lehmhäusern. Von der Chinesischen Mauer, die ursprünglich aus Stampflehm errichtet wurde, über die große Pyramide in Teotihuacan, Mexiko (2 Mio. t Lehmkern), hin zu den teils jahrhunderte alten Fachwerkhäuser in Deutschland haben sich Lehmbaustoffe als dauerhafter und somit wirtschaftlicher Baustoff bewährt. Doch es sind vor allem auch die positiven Wohneigenschaften, die Lehmbaustoffe herausragen lassen: Lehm speichert Wärme und gib diese als gesunde Strahlungswärme wieder ab. Lehm reguliert die Luftfeuchtigkeit und trägt somit zu einem gesunden Raumklima bei. Lehm bindet Schadstoffe, Feinstaub und Gerüche, er „reinigt“ kontinuierlich die Luft. Lehm kann Elektrosmog/hochfrequente Strahlung (Mobilfunk, UMTS, GPS etc.) abschirmen. Lehm ist stets wiederverwendbar und spart durch unaufwendige Herstellung Energie. Als Baustoff eignet es sich auch wegen seiner wärmespeichernden und schalldämmenden Eigenschaften. Zeitgemäßer Lehmbau deckt heute ein breites Spektrum von Anwendungen ab: Vom ökologischen Trockenbau über die Innendämmung in Neu- und Altbauten bis hin zur Fachwerksanierung – überall kommt Lehm zum Einsatz. Neben ihren überragenden bauphysikalischen Eigenschaften überzeugen Lehmbaustoffe heutzutage auch durch ihre ästhetischen Qualitäten. Auf farbige Lehm-Designputze zur Wandgestaltung schwören  Wohndesign-Liebhaber ebenso wie junge Familien, die gesteigerten Wert auf ein wohngesundes Lebensumfeld ihres Nachwuchses legen. Auch bei der Badgestaltung weiß das historische Baumaterial zu punkten: Beschlagene Spiegel sind in Windeseile wieder klar – dank feuchteregulierendem Lehmputz.

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