Hetzerath, ein Dorf im Wandel

Neue Bauaktivitäten, erweiterte Kindertagesstätte und Bürgerbefragung in Sachen IRT

Dass nichts so sicher ist wie die Veränderung, zeigt in diesen Tagen die Entwicklung in der Ortsgemeinde Hetzerath deutlich auf.

Einige Projekte, die den Ort für die Zukunft fit machen sollen, sind kürzlich abgeschlossen worden wie beispielsweise die Erweiterung der Kindertagesstätte St. Hubertus. Mit einem modernen Anbau ist nun Platz geschaffen worden für acht Gruppen mit insgesamt 160 Kindern. Das neue Außengelände der KITA ist fast fertig und wird witterungsbedingt im Frühjahr zu Ende gebaut werden. Die Kosten für die gesamten Neubaumaßnahmen betragen nach Aussagen von Bürgermeister Werner Monzel rund zwei Millionen Euro, von denen die Gemeinde 60 Prozent schultern musste. „Dank der Einnahmen aus dem IRT konnten wird das stemmen ohne einen Kredit aufnehmen zu müssen“, erklärt der Hetzerather Bürgermeister.

Nur wenige hundert Meter von der Kindertagesstätte entfernt wird es auch an der Turnhalle der Hetzerather Grundschule zu Veränderungen kommen. Es ist seitens der Verbandsgemeinde geplant, das Dach zu erneuern und dann mit Photovoltaik auszustatten.

Neue Bauaktivitäten wird es ab dem kommenden Jahr vor der Bahntrasse in der Erlenbacher Straße geben, wenn für das Neubaugebiet Abschnitt III mit 30 Baugrundstücken die Erschließung beginnt. Im Frühjahr soll es losgehen, die ersten baureifen Grundstücke werden im Herbst erwartet. Die Zufahrt zu dem Neubaugebiet wird von der Erlenbacher Straße aus in einer Sackgasse münden, dies aus Gründen der Verkehrsberuhigung und um einen zu regen Durchgangsverkehr zu vermeiden.

Dahingegen ist die Friedhofssanierung so gut wie abgeschlossen. Das 300 000 Euro teure Projekt wird Anfang des nächsten Jahres fertiggestellt sein.

Betreutes Wohnen soll kommen

Geplant: Hier soll die IRT-Erweiterung entstehen.

Die größte, innerortsbildprägende Maßnahme in der Ortsmitte wird allerdings das Projekt „Betreutes Wohnen“ werden. Hierzu hat die Gemeinde bereits ein größeres Gelände aufgekauft, das ehemalige Betriebsgelände von Steinmetz Fritz Rau an der Hauptstraße. Derzeit wird noch an einem Konzept für die Durchführung gefeilt. Vorstellbar sind nach Auskunft der Ortsgemeinde, allerdings unter Vorbehalt, kleine barrierefreie und behindertengerechte Eigentumswohnungen mit zubuchbaren Versorgungsleistungen für ältere Personen. Es ist allerdings noch kein zeitlicher Rahmen für die Umsetzung vorgesehen, ein konkretes Konzept soll im kommenden Jahr erstellt werden.

Geteilte Meinungen in Sachen IRT-Erweiterung

Die geplante Erweiterung des an Hetzerath angrenzenden Industrieparks Region Trier sorgt derzeit in der Gemeinde für geteilte Meinungen. Auf der einen Seite gibt es Bedenken wegen möglicher Verkehrszunahme und negativer Umwelteinflüsse, andere wollen wohnortnahe Arbeitsplätze, zumal es zur Zeit Überlegungen im Bundesumweltministerium gibt, die Pendlerpauschale wegfallen zu lassen und die Spritpreise zu erhöhen, um so eine bessere CO2 Bilanz zu erzielen. Um sich ein Bild von den Wünschen der Einwohner machen zu können, plant die Ortsgemeinde eine Bürgerbefragung. Dazu erhält in Kürze jeder volljährige Einwohner eine Abstimmungsmitteilung, in der er sich für oder gegen die Erweiterung aussprechen kann. Dies diene der Meinungsbildung im Gemeinderat, sei aber nicht verpflichtend für die Mitglieder des Rates bei der Abstimmung, betont Werner Monzel. Er sei froh, dass die Finanzen der Gemeinde durch Einnahmen aus dem IRT so gut da stünden.

Auch eine Investitionen in die Zukunft : Die Sanierung des alten Sportplatzes.

„Wir sind eine der wenigen Gemeinden in der Verbandsgemeinde, deren Haushalt ausgeglichen ist und die nicht für jede Anschaffung die Genehmigung der Kommunalaufsicht braucht“, sagt Monzel. Und das sei gut so, denn die Gemeinde plane noch weitere Investitionen in die Zukunft, wie beispielsweise die Sanierung des alten Sportplatzes. „Wir brauchen den Hartplatz dringend, denn viele Jugendliche trainieren dort.“ Der Sportverein habe fast zehn Jugendmannschaften, die Jugendarbeit des Sportvereins sei vorbildlich und dies unterstütze die Gemeinde gerne.

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