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Kultur erleben für Kinder

Kein bisschen verstaubt: Besondere Angebote für die Jüngsten in Museen und Theatern lassen Herzen höher schlagen. Dabei regt Kultur „zum Anfassen“ die Fantasie und tolle Familiengespräche an.

Aktiv sein ist schön. Aber wenn es draußen kalt ist und man etwas zum Zusammensein sucht, kommen die Gedanken an Kino, Fernsehen und Theater eher in den Sinn. Die Angebotsvielfalt zu erkennen und zu nutzen, ist die Kunst für unternehmungslustige Familien. Und Angebote gibt es diesbezüglich fast überall reichlich. Es gibt Theater mit Musik oder Masken, mit Puppen und Figuren, Erzählungen auf kleinen Bühnen und Inszenierungen an Großen. Es gibt Mitmachtheater, bei denen die Zuschauer integriert werden, und Stücke, die für sich stehen. Die Geschichten werden natürlich anders erzählt als im Kino, mit anderen Mitteln, ohne 3D-Brille und ohne Popcorn. Sie sind dafür aber zum Greifen nah, mit echten Stimmen, Livemusik und fantasievollen Bühnenbildern. Es gilt, diese Kunst neu zu entdecken, den Zauber im gesprochenen Wort wiederzufinden, die Ruhe und die Lücken zuzulassen oder auch zu sehen, welche Übersetzungen oder Bilder ein Regisseur gewählt hat. All das kann man danach auch schön mit seinen Kindern besprechen. Manche Angebote, gerade an professionellen Bühnen, bieten auch ein Programm zur Vor- oder Nachbereitung der Stücke.

Nichts ist stärker als die Fantasie
Das Theater fordert also den Zuschauer auf mitzudenken, es lädt ein, die Fantasie zu benutzen und lässt Freiräume für eigene Interpretationen und Identifikationen. Um Kinder da heran zu führen, gibt es an manchen Bühnen sogar Theaterpädagogen, deren Aufgabe es ist, zwischen dem Theater und dem Zuschauer zu vermitteln, den Sinn für die Gemeinschaft zu wecken und in gewisser Weise auch das Sozialverhalten zu trainieren. Das gelingt unter anderem durch theaterpädagogische Angebote oder durch ihre Funktion als Ansprechpartner für Lehrer, die sich für die Stücke interessieren. Begleitmaterialien zum Stück und Vor- und Nachbereitung in der Schule gehören zum Angebot genauso dazu wie die Beratung von Theater AG`s in höheren Klassen.

Gutes Kindertheater gefällt auch Erwachsenen
Richtig gutem Kindertheater gelingt es, nicht nur die jungen Zuschauer, sondern auch deren erwachsene Begleiter zu begeistern. Wobei die Zuschauer vor allem unterhalten werden wollen. Kindertheater soll Spaß machen, einem Theaterbesuch haftet etwas Feierliches an. Die kleinen Zuschauer sind nach der Vorstellung reicher an Eindrücken, angeregt in ihrer Fantasie, wurden bestenfalls zum Träumen und Lachen gebracht und gehen mit einer Menge an neuen Eindrücken und inneren Bildern nach Hause. Gutes Kindertheater verzichtet auf gefällige Gags und mundgerechte Handlungsstränge. Gutes Kindertheater darf sogar anstubsen und ungemütlich sein und hat nichts mit Luxus zu tun.
Das Theater lässt den reizüberfluteten Kindern von heute Zeit, sich auf die Geschichte einzulassen. Die sinnlichen Eindrücke sind intensiver und bleiben viel länger in Erinnerung. Nicht zuletzt deswegen, weil man mehr oder weniger mitten im Geschehen ist, von anderen Kindern umgeben, mit denen man gleichzeitig hoffen, bangen, lachen und sich freuen kann. Durch die Gruppe wird das Erlebnis noch intensiver, durch das in der Regel danach stattfindende Gespräch mit Eltern oder Freunden besteht die Möglichkeit, das Erlebte besser zu verarbeiten und eventuelle Botschaften für sich herauszuziehen.

Kindertheater als Leseförderer
Gerade schlichte Darbietungen sprechen interessanterweise, genau wie das zu Unrecht oft als altmodisch betrachtete Vorlesen, vor allem Kinder an, die besonders medienverwöhnt sind.
Eltern, die selbst gern ins Theater gehen, lesen in der Regel auch gerne, und nicht selten lesen sie auch gerne vor. Das heißt, diese Kinder sind die ‚erzählte‘ Geschichte bereits gewöhnt, dürfen sie nun aber in einem anderen Licht erleben. Kindertheater ist durchaus auch als Leseförderung zu betrachten, denn man muss konzentriert über einen längeren Zeitraum zuhören, mitdenken, beobachten und manchmal auch reagieren. Die verschiedensten Sinne werden aktiviert, die Aufnahmebereitschaft wird gefördert und oft auch die Neugier auf weitere Geschichten geweckt.

Theater für Jugendliche hat andere Ansprüche
Kindertheater kann vielen Altersgruppen gleichzeitig Spaß machen. Auch Großeltern sind für den Tipp, mal mit den Enkeln in ein entsprechendes Stück zu gehen, oft dankbar, ist ihnen das doch meist viel vertrauter als Gameboy, Nintendo oder Wii. Kleine Kinder sind ganz besonders empfänglich für bunte Bühnenbilder und einfache Geschichten.
Die Älteren fangen bereits an, sich mehr für die Technik dahinter zu interessieren. Inhalte von Jugendtheater drehen sich natürlich oft um die Themen, die in diesem Alter besonders wichtig sind: Aufklärung, Liebe, manchmal auch Gewalt und Drogen.

Modernes Kindertheater im Zeitgeist
Theateraufführungen speziell für Kinder sind wohl erstmals im 17. Jahrhundert bekannt geworden, vor allem Weihnachtsmärchen auf der Bühne gehörten zum deutschen Kulturgut. Schultheater beziehungsweise didaktisches Theater kamen hinzu und in den 1960ern dann das sozial- und teilweise auch politisch engagierte Theater. Seit Jahrzehnten wächst in Deutschland kontinuierlich ein von tradierten Produktionsstrukturen unabhängiges Theater für junge Menschen, auch durch zahlreiche freie Theater, für die ein Wachsen noch Veränderung bedeutet. Soziokulturelle Einflüsse und der Fortschritt der Technik gehören hier auch dazu. Ein modernes Theater für Kinder setzt aktuelle, literarisch hochwertige und die Lebenswelt der Kinder betreffende Stoffe in künstlerisch vollwertige und ästhetisch anspruchsvolle Inszenierungen um. Das kann und will sich dem Zeitgeist gar nicht verschließen. So kann man immer häufiger feststellen, dass sich auch das Kinder- und Jugendtheater ins Abstrakte, Fragmentarische, Rätselhafte traut und Elemente wie Oper, Tanz, Performance und Improvisation einbaut.

Schauspielern? Ein Kinderspiel! Wenn Kids die Bühne stürmen…

Sich bis auf die Bühne ausprobieren, gemeinsam Spaß haben und kräftig Selbstbewusstsein tanken: Theaterkurse für Schulkinder fördern die Persönlichkeitsentwicklung

Was im Alltag für die Kleinen ganz natürlich dazu gehört – im täglichen Umgang miteinander, in zahlreichen Rollenspielen mit und ohne Verkleidung – kann in richtigen Theaterkursen kreativ gebündelt: werden: Dabei muss es nicht gleich die große Aufführung sein, auch schon kleine Szenen und Spielimpulse geben den Kindern die Möglichkeit, sich mit Fantasie und Sensibilität in Rollen einzufühlen und mit anderen in der Gruppe auszuprobieren. Theaterspielen macht Kindern nicht nur Spaß, sondern ermöglicht ihnen auch, immer neue Erfahrungen mit sich selbst zu sammeln.

Die Kinder erarbeiten Techniken, die sie befähigen, zunehmend ihre Ausdrucksmöglichkeiten kreativ zu erweitern und durch Mimik, Gestik und Sprache unterschiedliche Empfindungen zu gestalten und anderen mitzuteilen. Indem die Kinder in neue Rollen schlüpfen, werden Hemmungen abgebaut, sprachliche Unsicherheiten ausgeglichen sowie Selbstbewusstsein und Persönlichkeitsentwicklung gestärkt. Dabei bietet die eigene Gruppe im wöchentlichen Unterricht die idealen Voraussetzungen, um geschützt und mit Unterstützung der Kursleiter kreative Wege und individuelle Ausdrucksmöglichkeiten zu finden. Die Kinder entwickeln dadurch mehr Selbstvertrauen und sind bei Schulreferaten oder anderen Herausforderungen weniger aufgeregt. Sie lernen ihre Grenzen und Blockaden kennen und diese auch zu überwinden, laut „Nein“ zu sagen, zu sprechen, wenn alle zuhören, Kritik konstruktiv zu äußern oder auch mal einzustecken und kreativ umzusetzen. Mal die Führung zu übernehmen und mal den „Loser“ zu spielen.

Talent ist dabei zwar eine gute Basis und wird von den Kursleitern schnell erkannt und entsprechend gefördert, ist aber erst mal gar nicht so wichtig. Viel wichtiger ist die Fähigkeit, sich einzulassen, neugierig und mutig zu sein (oder zu werden). Ausdauer und Disziplin gehören natürlich auch dazu.

In vielen kleinen Theatergruppen in der Region gäbe es durchaus auch Kinderrollen, die original besetzt werden könnten, wenn sich kleine Bewerber fänden. Auch einige reine Kindertheatergruppen (etwa in Wellen) bringen gerade zur Weihnachtszeit ihre Stücke auf die Bühne – nach Proben und Vorbereitungen das ganze Jahr über. Verschiedene Ferienfreizeiten, gerade in der Herbst- und Winterzeit, locken ins Theaterleben. Und ebenso gibt es von Kulturzentren an manchen Orten (etwa Tufa Trier) regelmäßige Theaterkurse für Kinder, die das ganze Jahr stattfinden. Ein wirklich naheliegendes Angebot sind auch Theater-AG`s an Schulen der Region. Und wo es diese noch nicht gibt, kann man eine Gründung anregen.

Weihnachtstrucker machen mit Mehl, Öl und Reis glücklich

Die Johanniter haben zum CARE-Paket-Aktionsstart am 23. November mit hunderten Konzern zusammen die ersten gut 40 Kartons für ihre Südosteuropa-Hilfsaktion Weihnachtstrucker gepackt. Auch viele Pakete aus Schulen sind schon da. Noch bis 16. Dezember kann man mithelfen!

Mitmachen erwünscht: Mit einfachen Gütern Kinder, Familien, Behinderte und alte Menschen glücklich schenken – das machen die Johanniter-Weihnachtstrucker. Foto: Johanniter

Viele Fragen, viele Gespräche, viele Hilfsgüter: Bei einem Aktionstag zu den diesjährigen Johanniter Weihnachtstruckern konnten ehrenamtliche Helfer im Kaufland Konz von Wochenend-Einkäufer auf die CARE-Paket-Aktion aufmerksam machen. Rund 1200 einzelne Waren brachten die Kunden nach und nach aus dem Laden mit, um gemeinsam Pakete als Überwinterungshilfe für Bedürftige in den ärmsten Regionen Europas zu füllen.
„Eine tolle Sache“, findet auch Student Lukas Remmel, der ehrenamtlich für die Aktion geworben hat: „Wenn ich sehe, wie sich die Pakete füllen und weiß, wie glücklich sie die Menschen an den Zielorten machen, ist es jede Mühe wert“.
Tausende nach fester Packliste gefüllter Hilfspakete aus dem ganzen Land bringen die Johanniter zu notleidenden Kindern, Familien, alten Menschen und Menschen mit Behinderung nach Südosteuropa.

Abgabe bis 16. Dezember

Bis zum 16. Dezember können vielerorts Packkartons erworben und Pakete abgegeben werden, so beispielsweise bei den Johannitern in der Trierer Loebstraße 15, in der Waldracher Bahnhofstraße 3, in den Evangelischen Gemeindezentren in Ehrang (Ehranger Straße 216) und Schweich (Martinstraße 1), im Sozialraumzentrum Hermeskeil (Schulstraße 6a, Seiteneingang), bei Tortechnik Schilz in Bitburg (Daimlerstraße 7), der Familie Hohlfelder-Pohl in Sülm (Denkmalstraße 1) oder im Kaufland Konz (Saar-Mosel-Platz 2). Am 26. Dezember starten dann mehr als 40 Sattelschlepper und etwa hundert freiwillige Johanniter-Helfer nach Nord- und Zentral-Rumänien, Albanien, Bosnien, Ukraine und Bulgarien. Dort werden die Pakete in Kinder-, Alten- und Behindertenheimen, in Armenküchen und Bergdörfern möglichst persönlich an Bedürftige verteilt.

Packliste für die Weihnachtstrucker-Päckchen:
• 1 kleines Geschenk für Kinder
• 2 kg Zucker
• 3 kg Mehl
• 1 kg Reis
• 1 kg Nudeln
• 2 Liter Speiseöl (in Plastikflaschen)
• 3 Packungen Multivitamin-Brausetabletten
• 3 Packungen Kekse
• 5 Tafeln Schokolade
• 500 g Kakaogetränkepulver
• 2 Duschgel
• 1 Handcreme
• 2 Zahnbürsten
• 2 Tuben Zahnpasta

Damit die Helfer am Zoll keine Probleme bekommen und die Menschen gleichwertige Päckchen erhalten, ist es wichtig, sich genau an die Packliste zu halten.
Infos: johanniter.de/weihnachtstrucker-trier.de (regional) oder johanniter.de/weihnachtstrucker oder Tel. 0800-3311166 (kostenlos).

Jetzt fit für die Schule werden

Winterzeit und Weihnachtsferien effektiv nutzen und einen guten Schulstart im neuen Jahr vorbereiten: Jetzt professionelle Nachhilfe suchen, auf die Erfolgsspur wechseln und fit für die Schule werden.

Keine Dauerlösung, aber professionelle Nachhilfe kann viel bewirken, beweisen Studien, die dem Bundesverband Nachhilfe- und Nachmittagsschulen vorliegen. Foto: Pixabay

Die Halbjahreszeugnisse stehen bevor. Und für die Schüler der vierten Klassen beginnt der „Endspurt“ zur weiterführenden Schule. Lernlücken gilt es jetzt zu schließen und den Lehrern eine positive Entwicklung zu beweisen. Besser als im Sommer, wo viele Outdoor-Aktivitäten locken, kann man gerade aktuell mit positiver Verstärkung seine Kinder motivieren, sich auch selbstständig an zusätzliche Aufgaben zu setzen. Voraussetzung dafür ist immer, dass die Themen verstanden sind. Um das sicherzustellen und in Noten sichtbare erste Erfolge zu schaffen, ist Nachhilfe oft Gold wert.

Nachhilfe hilft wirklich
Laut Bundesverband Nachhilfe- und Nachmittagsschulen verbessert Nachhilfe deutlich den Notendurchschnitt: Hier verweist man auf eine Studie des Synovate-Instituts, wonach die Erfolgsrate bei 80 bis 94 Prozent liegt. Die Wissenschaftler Eiko Jürgens und Marius Diekmann hätten ermittelt, dass sich fast die Hälfte der Schüler durch Nachhilfe um eine Note verbessert, ein Viertel um 1,3 bis 2 Notenschritte und sechs Prozent um bis zu 3,3 Noten.
Tatsächlich ist Nachhilfe längst keine Ausnahme mehr: Laut Deutschem Institut für Wirtschaftsforschung nehmen 18 Prozent der Schüler aus Sekundarstufe I und sechs Prozent der Grundschüler Nachhilfe in Anspruch. Die Studie besagt, dass der Anteil der 17-Jährigen, die erklären, jemals Zusatzunterricht in Anspruch genommen zu haben, zwischen 2000 und 2016 um knapp 75 Prozent gestiegen ist. Das Einkommen der Eltern verlöre dabei an Bedeutung. Besonders Kinder aus der sogenannten „Mittelschicht“ nähmen verstärkt Nachhilfe.
Der Bundesverband benennt eine repräsentative Elternbefragung, die besagt dass Schüler am häufigsten Nachhilfe in Mathematik wahrnehmen, gefolgt von den Fremdsprachen und Deutsch. Unbefriedigende Zensuren sind dabei nicht unbedingt ausschlaggebend. Es kann auch um eine Optimierung der Leistungen gehen: Im Matheunterricht etwa haben zwar 63 Prozent der Nachhilfeschüler bestenfalls ausreichende Noten (Notendurchschnitt 4 – 6). Doch mehr als jeder Dritte nimmt die zusätzliche Förderung auch bei befriedigenden bis sehr guten Leistungen (Notendurchschnitt 1 – 3) in Anspruch.

Der Nachhilfe-Markt
Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung vergleicht Deutschlands Nachhilfe international und stellt fest: Was hier gerade wächst, ist anderswo schon absoluter Usus. In vielen Ländern (allen voran Japan und Korea) nähmen fast 70 Prozent der Kinder Zusatzunterricht. Laut Bundesverband Nachhilfe- und Nachmittagsschulen gäbe es derzeit etwa 4000 Nachhilfeschulen in Deutschland – davon 2000 Institute von zwei großen Franchise-Unternehmen und etwa 2000 inhabergeführte Nachhilfeschulen und kleine Ketten. Etwa 50 000 professionelle Nachhilfelehrer seien bei den offiziell gemeldeten Schulen bundesweit angemeldet. Weitere 700 000 Nachhilfelehrer seien daneben wahrscheinlich auf dem Nachhilfe-Schwarzmarkt tätig, der rund drei Viertel des gesamten Branchenumsatzes ausmachte. Hier sieht der Bundesverband nicht nur eine Gefahr für die Branche sondern auch für die Schüler: Nur in den Instituten werde die Eignung der Lehrkräfte regelmäßig von den zuständigen Schulämtern/Regierungspräsidien überprüft. Letztlich können man an den Noten die Wirkung erkennen.

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