Reisetipp der Woche: Auf den Spuren der Romanik in Südtirol

Entlang der historischen Via Claudia Augusta, die von Bayern durch das schweizerische Engadin und den Vinschgau bis nach Trient führt, entstanden im frühen Mittelalter zahlreiche Burgen, Kirchen und Klöster.

Prägend für diese bedeutsamen Sakralbauten ist ihr romanischer Stil: streng im Aufbau, monumental und hierarchisch. Die einschüchternde Wirkung der wuchtigen Bauten setzt sich im Inneren fort. Viele Kirchen aus jener Zeit sind mit außergewöhnlichen Fresken verziert. Wer tiefer in diese fabelhafte Architektur- und Glaubensepoche eintauchen möchte, sollte sich auf die „Alpine Straße der Romanik“ begeben. Allein in Südtirol verbindet die Ausflugsroute 25 der steinernen Zeugnisse aus Früh- und Hochromanik.

Die Reise führt zu tief im Wald versteckten Kleinoden und zu aussichtsreichen Sehenswürdigkeiten wie dem Kloster Marienberg. Europas höchstgelegene Benediktinerabtei thront oberhalb des Dorfes Burgeis auf 1340 Meter Höhe. Über der Kurstadt Meran erhebt sich schützend das Schloss Tirol. Zu besichtigen sind die Reste frühmittelalterlicher Kirchen auf der Vorburg sowie die beiden romanischen Portale und die Plastiken der Kapitelle im Rittersaal, die zu den Hauptwerken romanischer Steinmetzkunst im Alpenraum zählen. Von ihrer Trutzburg Hocheppan unter dem Gantkofel hatten die Grafen von Eppan einen Überblick über das ganze Tal. Heute genießen Wanderer die Aussicht bis hin zu den Dolomiten. Empfehlenswert ist auch der Blick ins Innere der Burgkapelle, die von einem Freskenzyklus des Mittelalters verziert ist.

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