Helfer in schweren Stunden: Wenn der Lieblingsmensch nicht mehr da ist

Tod und Sterben – dieses Thema ist belastend und immer mit Tränen verbunden. Psychologen wissen um den emotionalen und psychischen Stress, den Trauernde durchleben müssen.

Trauer um Angehörige kann ganz verschiedene Formen annehmen, sowohl Austausch und Gespräch im Kreis der Familie wie auch Stunden der persönlichen Besinnung und des In-sich-Gehens mit einer Kerze und einem Bild des Toten sind heilsam.

Umfragen zum Thema Tod

Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Dimap bringt aufschlussreiche Zahlen zu Tage, wie die Deutschen über Tod, Trauer und die Frage nach dem „Danach“ denken. Zwar waren 94 Prozent aller Deutschen bereits einmal auf einer Beerdigung und 76 Prozent aller Befragten haben bereits einmal einen Verstorbenen gesehen, dennoch gestehen sich die Bundesbürger ein, im engsten Kreis der Familie nur selten über den Tod zu sprechen. So äußern 35 Prozent, dafür hätte es bisher keinen Anlass gegeben. Das religiöse Spektrum der Anschauungen über ein mögliches Leben nach dem Tod hat sich in den letzten Jahren weiter ausdifferenziert.

Im Gespräch bleiben

30 Prozent aller Deutschen meinen, dass nach dem Tod nichts folge, 36 Prozent glauben an ein Weiterleben der Seele und an die Auferstehung, fünf Prozent an eine Wiedergeburt, vier Prozent an die Verwandlung der Materie in Energie, viele sind unentschlossen und unsicher. Stephan Neuser, Generalsekretär des Bundesverbands Deutscher Bestatter, weiß aus persönlicher wie beruflicher Erfahrung, wie wichtig es ist, über das Thema Tod und Sterben zu sprechen. Bemerkenswert findet er an den aktuellen Umfrageergebnissen, dass inzwischen mehr Menschen über den Tod mit dem Bestatter als mit einem Pfarrer reden und ergänzt: „Wichtig ist es beim Thema Tod, nicht in eine Schweigespirale zu kommen, sondern im Kreis der Familie, mit dem Partner und vielleicht auch mit einem Bestatter als kompetentem Ansprechpartner im Gespräch zu bleiben.“

Gut beraten im Trauerfall

Wenn die Trauer groß ist und das Handeln schwer fällt

Ein familiärer Todesfall bedeutet immer einen tiefen Einschnitt im Leben der Angehörigen. Die Trauer ist groß und Handeln fällt schwer. Dennoch sind zeitnah einige Formalitäten zu erledigen. Es müssen plötzlich wichtige Entscheidungen innerhalb kürzester Zeit getroffen werden. Und wer ist darauf schon wirklich gut vorbereitet? Deshalb brauchen die meisten Menschen eine kompetente Beratung, denn eine Bestattung gehört – glücklicherweise – nicht zu den alltäglichen Aufgaben der Angehörigen, auch wenn sie für die Bestattung und die damit verbundenen Kosten verantwortlich sind. Erfahrene Bestatter nehmen einem viele Formalitäten ab und helfen beim würdevollen Abschiednehmen.

Vorsorge: An den eigenen Tod denken

Seit der Streichung des Sterbegeldes bei den gesetzlichen Krankenkassen vor einigen Jahren sind die Bestattungskosten für viele, gerade ältere Menschen, ein Problem. Immer mehr Menschen machen sich auch Gedanken um ihre eigene Bestattung und entscheiden sich für eine entsprechende Vorsorge – auch um ihre Angehörigen zu entlasten. Bei der Planung einer Bestattung lassen sich persönliche Wünsche und Vorstellungen mit einbeziehen. Entlastend kann etwa schon sein, Wünsche zu passender Musik für die Trauerfeier zu äußern, denn so etwas kann den Liebsten das Gefühl vermitteln, in dieser schweren Zeit zumindest damit alles richtig zu machen.

Der Bundesverband Deutscher Bestatter rät, sich bei seriösen Anbietern von Bestattungsvorsorgen zu informieren, um sich ein realistisches Bild zu machen, welche Kosten bei einer Bestattung wirklich anfallen und wie sinnvoll für die eigene Bestattung vorgesorgt werden kann.

Übrigens: Beim Vergleich von Angeboten für die Bestattungsvorsorge dürfen nicht nur die reinen Kosten gegenübergestellt werden. Die Leistungen können zwischen den Versicherern stark variieren.

Bewegende Gedenkfeiern

Der Bestatter ist für viele Angehörige ein zuverlässiger und seriöser Partner bei der Bestattung, Trauerfeier und allen Dienstleistungen, die mit dem letzten Abschied eines Menschen verbunden sind. Die Helfer für die schwersten Stunden sorgen dafür, dass Trauernde ausreichend Zeit für ihre Trauer haben und entlasten sie, wo immer es möglich und gewollt ist. Als Treuhänder des Abschiedsprozesses hilft er mit Verständnis und Mitgefühl in einer schwierigen Situation. Aber nicht nur das: Immer öfter gestalten Bestatter in ihren Trauerhallen und Räumlichkeiten bewegende Gedenkfeiern für alle Menschen, die in einem Jahr von ihnen bestattet wurden. Dabei machen sie die Erfahrung, dass solche Momente des Innehaltens einige Wochen oder Monate nach der Beerdigung für die Familien enorm wichtig und trostspendend sein können und positiv angenommen werden. Auch die Gemeinschaft anderer Trauernder kann zeigen: „Du bist nicht alleine mit Deinem Schmerz!“

vorheriger Artikel

Wir suchen ein Zuhause!

nächster Artikel

Gut beraten im Trauerfall

Related