„Nach vorne schauen“: Woche des Sehens vom 8. bis 15. Oktober

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Ab Dienstag ist es soweit: Im Rahmen der 18. Woche des Sehens finden deutschlandweit zahlreiche Informationsveranstaltungen und Mitmach-Aktionen rund um die Themen Blindheit und Sehbehinderung statt. Unter dem diesjährigen Motto „Nach vorne schauen“ können sich Besuchende zum Beispiel in vielfältigen Fachvorträgen informieren und Hilfsmittel kennenlernen. Mit diesen und weiteren Aktionen möchte die Kampagne zum Verständnis von Blindheit und deren Verhütung beitragen.

Statistisch gesehen leidet jeder zweite Mensch an einer Fehlsichtigkeit. Zu Krankheiten, bei denen das Auge betroffen ist, zählen Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit, aber auch weitere Augenkrankheiten wie Grüner Star (Glaukom), Grauer Star (Katarakt), vererbte Sehschwächen wie Farbenblindheit oder harmlosere Leiden wie trockene Augen und Bindehautentzündung. Dank moderner Medizin lassen sich ein Großteil dieser Augenerkrankungen und deren Symptome mittels Sehhilfen wie Brille und Kontaktlinsen, Operationen am Auge sowie neuester Augenlaser-Technik korrigieren. Mit Sonnenbrillen und bestimmten Verhaltensweisen kann man Gefahren zudem relativ gut vorbeugen.

Voraussetzung für jede erfolgreiche Augentherapie bleibt: Die Erkrankung muss möglichst früh erkannt werden. Je früher, beziehungsweise länger der Sehsinn geschützt wird, desto besser.

Die ersten Jahre sind für Kinderaugen von entscheidender Bedeutung: „Die Nervenverbindungen für das Sehen entwickeln sich bis zum 7. Lebensjahr. Passiert das nicht, werden sie folglich auch später nicht zustande kommen. Kinder mit unentdeckten Sehschwächen lernen aus diesem Grund nie richtig sehen“, erläutert der Wolfgang Wesemann, ehemaliger Direktor der Höheren Fachschule für Augenoptik (HFAK) in Köln. Deshalb sollten die Kleinen spätestens bis zum dritten Lebensjahr einmal dem Augenarzt vorgestellt werden, bei bekannten Augenproblemen in der Familie bereits zwischen dem sechsten und zwölftem Lebensmonat.

Gesunder Lebensstil für gesunde Augen

Forscher haben herausgefunden, dass die Augen von einer abwechslungsreichen Ernährung mit Vollkornprodukten, Gemüse, Obst und Fisch profitieren. Noch besser als Möhren ist grünes Blattgemüse, wie Spinat, Brokkoli und Grünkohl. Die darin enthaltenen Karotinoide schützen die Netzhautzellen vor blauem Licht und kurzwelligen Strahlen. Nitratreiches Gemüse, wie Rucola, Kohl und Rote Beete tragen neusten Erkenntnissen zu Folge dazu bei, den Augeninnendruck zu reduzieren. Das Risiko an Grünem Star zu erkranken könnte so gesenkt werden. Rauchen hingegen ist schlecht für die Augen. Es schädigt den Sehnerv, weil er schlechter durchblutet wird. Angekurbelt wird die Durchblutung durch Bewegung.

Fazit: Eine gute Kombination aus Sehtest, Sehkorrektur, gesunder Ernährung, Bewegung und Augenhygiene fördert die Lebensqualität und ist langfristig der beste Schutz gegen die „Diebe“ der Sehkraft.

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