Moderne Land- und Forstwirtschaft

Der Wald in Deutschland umfasst rund 11,4 Millionen Hektar. Die häufi gsten Baumarten darin sind die Gemeine Fichte mit 25 Prozent Anteil der Waldfläche und die Waldkiefer mit 23 Prozent.

Von Natur aus wären aber die deutschen Wälder vielerorts eher von Laubbäumen, insbesondere der Rotbuche geprägt. Die heutige nadelbaumlastige Artenzusammensetzung ist eine Folge der Waldnutzung der letzten Jahrhunderte.

Die großflächigen Nadelbaumreinbestände verursachen aber ganz akut große Probleme, wie zum Beispiel Massenvermehrungen von Borkenkäfern und anderen Insekten, und eine erhöhte Gefahr von Windwürfen. Förster und viele Waldbesitzer bauen die Nadelbaumreinbestände vorsorglich Zug um Zug in artenreiche und stabile Mischwälder um.

Der Waldumbau hin zu mehr Laubholz ist waldbaulich und ökologisch erwünscht, technologisch aber insbesondere für die etablierte und auf Nadelholz ausgerichtete Sägeindustrie eine Herausforderung. Die Entwicklung von neuen, innovativen, markttauglichen Laubholzprodukten ist damit eine der wichtigsten und anspruchvollsten Aufgaben von Forschung und Entwicklung in der modernen Forst- und Holzwirtschaft.

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