Planen – Gestalten – Bauen mit Profis

Treppen als wichtiges Element der Raumgestaltung

Anzeige
Die Treppe hat entscheidenden Einfluss auf den Wohnstil. Eine Vielzahl an Formen und Materialien erschwert jedoch die Entscheidung.

Anzeige
Treppen haben als zentrales Element des Hauses großen Einfluss auf den jeweiligen Wohnstil. Ansprechendes Design kommt jedoch nur richtig zur Geltung, wenn der Treppenkonstruktion genügend Raum eingeräumt wird. Experten raten daher, bereits bei der Hausplanung den Treppenbereich großzügig zu gestalten. Bei der Treppe selbst kann man zwischen verschiedenen Modellen wählen. Generell sollte man beachten, dass Treppensteigen umso einfacher und bequemer wird, je geringer die Steigungshöhe ist. Man tritt sicherer auf, wenn die Auftrittsfläche zunimmt.

Treppensteigen ist umso einfacher und bequemer, je geringer die Steigungshöhe ist.
Foto: homesolute.com

Anzeige
Bei der Treppenform bietet der Markt die verschiedensten Formen an. So genannte Geschosstreppen sind die einzige Verbindung zwischen den Etagen. Aufgrund genauer Vorschriften sind diese Treppen in der Regel bequem zu begehen. Geschosstreppen unterliegen der DIN 18065-Norm und müssen bei der Treppenbreite, Auftrittsbreite, Steigehöhe oder der Kopfhöhe bestimmten Anforderungen entsprechen. So können auch sperrige Möbel gut über diese Treppe transportiert werden. Eine weitere Variante ist die Spindeltreppe, die gewöhnlich als Nebentreppe, beispielsweise zur Verbindung von zwei Zimmern, eingesetzt wird. Diese Treppenform bietet sich an, um eine Platz sparende Konstruktion mit ansprechendem Design zu verbinden. Besonders als Galerie-Aufgang kommt die Spindeltreppe gut zur Geltung. Wenn zwei Geschosse mit so geringem Raumaufwand wie möglich verbunden werden sollen, empfehlen sich Raumspartreppen. Dank der hier verwendeten „Schmetterlingsstufen“ ist diese Treppenform trotz geringer Auslage und teils extremer Neigungswinkel dennoch gut begehbar.

Anzeige
Wie bei den Formen ist auch bei den Materialien die Auswahl vielfältig. Die Wahl des Materials hängt in erster Linie vom Geschmack des Bauherrn ab, bzw. welches Design am besten mit dem Innenraum harmoniert. Für Betontreppen spricht, dass sie wie Stahltreppen bereits in der Rohbauphase verwendet werden können, Geländer und Belag müssen jedoch im Nachhinein installiert werden. Nimmt man alle Komponenten zusammen, ist die Betontreppe daher die teuerste Variante. Bei Holztreppen sind derzeit besonders dunkle Hölzer wie Eiche oder Merbau angesagt, auch Bambus ist sehr gefragt. Beim Geländer kann das Holz mit verschiedenen Materialien wie Edelstahl oder Glas ergänzt werden. Dank einer flexiblen Fertigung lassen sich durch diesen modernen, zeitlosen Material-Mix individuelle Treppenlösungen realisieren.

Austauschpflicht Heizkessel

Hauseigentümer müssen Ü30-Heizkessel erneuern

Anzeige
Ein Heizkessel muss nach 30 Jahren Betrieb in der Regel ersetzt werden. So sieht es die Energieeinsparverordnung EnEV vor. Viele Hauseigentümer mit einer vor dem Jahr 1989 eingebauten Heizungsanlage müssen den Heizkessel daher dieses Jahr erneuern lassen. Die Zahlen sind beträchtlich: Für mehr als eine Million alte Öl- und Gasheizungen deutschlandweit gilt im Jahr 2019 die Austauschpflicht. Hauseigentümer können auf dem Typenschild, im Schornsteinfegerprotokoll oder in den Bauunterlagen prüfen, ob ihre Heizung eine Ü30-Heizung ist und somit die gesetzliche Frist überschreitet. Experten raten, bei einem Tausch möglichst Heizkessel zu kaufen, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Welche ökologische Heizung sich eignet, erklären Gebäudeenergieberater aus der Region.

Anzeige
Die bundesweit rund 21 Millionen Heizkessel in Deutschland sind zu alt und ineffizient: Im Durchschnitt haben sie knapp 17 Jahre auf dem Buckel. Die Zahlen stammen aus einer Studie des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft von Mitte 2015. Seitdem hat sich nichts Wesentliches geändert. Rund 17 Prozent der Kessel, etwa 3,5 Millionen, sind momentan älter als 25 Jahre. Der Anteil der über 30 Jahre alten Heizkessel ist nicht ausgewiesen, Schätzungen von Fachleuten zufolge sind es aber deutlich mehr als eine Million.

Anzeige
Heizungstausch: Es gibt einige Ausnahmen

Anzeige
Nicht für alle alten Heizungsanlagen ist nach 30 Jahren Betrieb Schluss: Niedertemperatur- und Brennwertkessel dürfen weiter betrieben werden. Konstanttemperaturkessel mit einer Nennleistung von vier bis 400 Kilowatt fallen dagegen unter die Austauschpflicht. Wer länger in seinem Haus wohnt, den betrifft die Pflicht nicht, egal, welche Heizung er nutzt: Wohngebäude mit weniger als drei Wohnungen, von denen der Eigentümer eine Wohnung zum Stichtag 1. Februar 2002 selbst bewohnt hat, fallen unter die Ausnahme. Bei einem Eigentümerwechsel nach dem 1. Februar 2002 beträgt die Frist zur Erfüllung für den neuen Eigentümer zwei Jahre. Die Einhaltung dieser Frist überprüfen Schornsteinfeger.

Anzeige
So ermitteln Hauseigentümer das Alter ihrer Heizung

Hauseigentümer haben mehrere Möglichkeiten, das Baujahr des Wärmeerzeugers zu ermitteln. Zuerst sollten sie auf dem Typenschild nachschauen. Das Schild ist direkt auf dem Heizungskessel montiert oder aufgedruckt und verrät den Hersteller, die Leistung und das Baujahr. Das Typenschild ist aber nicht immer leicht zu finden, da der Kessel oft gedämmt ist, um Wärmeverluste zu vermeiden. Unter der Abdeckung befinden sich die entsprechenden Informationen beispielsweise auf einem Metallschild.

Weitere Optionen zur Altersbestimmung sind Protokolle des Schornsteinfegers, die Rechnung der Anlage oder Datenblätter. Ist überhaupt keine Information mehr vorhanden, helfen Fachleute weiter. Bei der Schornsteinfegerkontrolle oder der Heizungswartung können Eigentümer klären lassen, ob ihre Heizung in den Ruhestand geschickt werden sollte. Ein Tausch lohnt sich meistens nicht erst nach 30 Jahren. Fachleute empfehlen, bereits nach 20 Jahren eine Prüfung des Zustandes vorzunehmen.

Wer tauscht, sollte auf erneuerbare Energien setzen

Wer die alte Heizung ersetzt, sollte am besten auf erneuerbare Energien umsteigen. Eine Ökoheizung schützt das Klima, da sie im Vergleich zu einer Öl- oder Erdgasheizung die Kohlendioxid-Emissionen drastisch senkt. Eine neue Heizung mit fossilen Energien dagegen würde zwischen 15 und 25 Jahren Dienst tun, also bis rund 2040 deutlich mehr vom schädlichen Klimagas ausstoßen – keine guten Aussichten für die kommenden Generationen. Ökoheizungen erhöhen darüber hinaus die Unabhängigkeit von den endlichen fossilen Energien und ihren Preisschwankungen. Die Kosten über die Lebensdauer sind häufig vergleichbar mit denen von Öl- und Erdgasheizungen, auch von einer möglichen CO-Steuer sind regenerative Heizungen nicht betroffen. Erneuerbare Energien sind auch deswegen nützlich, da das Geld nicht in die Öl- und Erdgas exportierende Staaten abfließt, sondern mehrheitlich im Land verbleibt. Häuser mit Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien (Wärmepumpen, Holzheizungen und Solarthermieanlagen) sind aber nicht nur klimafreundlicher: Sie erhalten auch eine bessere Note im Energieausweis.

Ein finanziell geförderter Sanierungsfahrplan oder eine vor-Ort-Beratung durch einen qualifizierten Gebäudeenergieberater aus der Region zeigt, welche Heiztechnologie sich für welches Haus eignet, was zu tun ist und welche Förderprogramme Unterstützung bieten.

Related