Kfz-Profis der Woche: Augen auf beim Kühlmittel

Das Kühlwasser im Auto wird kaum beachtet. Bis eine Lampe angeht. Spätestens dann sollte jeder Autofahrer wissen, welche Sorte er nachfüllen darf. Experten empfehlen den Kühlwasserstand regelmäßig zu prüfen. Dazu genügt heute meist ein Blick unter die Haube auf einen transparenten Behälter. Steht der Kühlmittel-Pegel oberhalb der Minimum-Marke, ist alles in Ordnung. Liegt es darunter, heißt es die Ursache festzustellen. Das kann eine angerostete Schelle an einem Schlauch sein, die an Spannkraft verloren hat, ein Steinschlag im Kühler oder eine undicht werdende Wasserpumpe. Das sollte sich die Werkstatt möglichst sofort ansehen.

Im Alltagsverkehr gehen zunächst zwar nur wenige Tropfen verloren. Doch irgendwann später, auf der Autobahn, bei warmem Wetter und heißem Motor, wird aus dem Tröpfeln ein Springbrunnen. Das ist ab und zu im Urlaubsverkehr bei den Autos auf der Standspur zu sehen, von denen ein Rinnsal über die Straße läuft.

Doch auch wer nur geringen Verlust auffüllen möchte, muss aufpassen. Denn ähnlich wie Motoröl hat sich auch Kühlmittel immer mehr zu einem ganz speziellen Betriebsstoff entwickelt. Gab es früher nur gelbes und grünes Kühlmittel, finden sich heute zusätzlich alle möglichen Schattierungen – von Rot über Pink bis Orange. Und das Schlimmste: Die wenigsten dürfen miteinander vermischt werden. Der Griff zum falschen Behälter kann also teure Folgen haben, wenn sich anschließend Klümpchen im Kühlsystem bilden, die Wärmetauscher verstopfen und die Pumpe zerstören. Deshalb ist beim Kühlmittel die Werkstatt der richtige Ansprechpartner. Sie weiß, welche Sorte für jedes Fahrzeug das richtige ist und welche rückwirkend ältere ersetzen.

Außerdem verfügt sie über das richtige Instrument, um den Gefrierpunkt des Wassers und damit den Kühlmittelgehalt festzustellen.

Auf das richtige Motoröl achten

Früher war nicht alles besser. Aber vieles einfacher. Zum Beispiel die Wahl des richtigen Motoröls.

Früher war nicht alles besser. Aber vieles einfacher. Zum Beispiel die Wahl des richtigen Motoröls. Es ist schon eine ganze Weile her, da konnte man das Öl, das einem der Tankwart empfahl, bedenkenlos in den Motor schütten. Heute hingegen gibt es unzählige verschiedene Sorten, aber kaum noch Tankwarte.

Ein Liter Öl in Reserve halten: Was tun also, wenn das Auto um Öl bettelt? Es gibt einen ganz simplen Trick, die Suche nach dem passenden Schmierstoff mit all ihren Unsicherheiten zu umgehen: Einfach beim nächsten Ölwechsel einen Liter mehr mitnehmen. Die Werkstätten bieten dafür passende Ein-Liter-Dosen an, oft sogar in einem passenden Täschchen, das sich im Kofferraum verankern lässt. Wird dieses Öl nicht verbraucht, nutzt es die Werkstatt für die nächste Wartung und legt eine neue Dose ins Auto. So bleibt das Nachfüllöl ebenfalls immer frisch.

Bedienungsanleitung klärt auf: Wer sich aber gern selbst um solche Sachen kümmert, sollte einen Blick in die Bedienungsanleitung werfen. Darin steht haarklein, welches Öl geeignet ist. Viele Autohersteller definieren eigene Normen, andere orientieren sich an den Standards von Organisationen wie der ACEA (Association des Constructeurs Européens d’Automobile) oder des API (American Petroleum Institute). Die Betriebsanleitung nennt die passende Sorte, diese Kennzeichnung muss sich auf der Öldose wiederfinden.

Handel und Werkstatt haben das richtige Öl: Aber Vorsicht: Oft steht dort nur „erfüllt“, „entspricht“ oder „empfohlen gem. Norm XY“. Das bedeutet, dass der Schmierstoff gar keine strenge Prüfung absolviert hat, nur der Abfüller oder Vertrieb der Meinung ist, dass sein Produkt einem Öl mit dieser Freigabe gleichkommt. Wer auf Nummer sicher gehen will, wendet sich an den Händler oder die Werkstatt seines Vertrauens. Die Experten wissen, welches Öl für den Motor vorgeschrieben ist.

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