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Jetzt gibt’s Lack – aber welchen?

Wer sich ein Auto kauft , hat die Qual der Wahl. Neben Modell, Typ oder Ausstattung gibt es heutzutage auch eine große Auswahl an Farben und Lacken: Uni-, Metallic-, Perleffekt- oder ein Flip-Flop-Lack. Doch was ist das eigentlich genau?

Hauptaufgabe des Lacks ist seine Schutzfunktion. Jeder Autolack besteht aus mehreren Lackschichten, die entweder vor Rost oder auch Licht schützen. Sichtbar ist dabei der Basislack. Er besteht in der Regel aus Farbpigmenten und – je nach Wahl – zusätzlich noch einem Effekt. Darauf kommt dann noch der Klarlack mit UV-Schutz. Außerdem schützt er zum Beispiel vor Vogelkot, und er sorgt für die notwendige Waschbeständigkeit. Unilack hat keine Effekte und ist meist der günstigste Farbtyp. Viele Autohersteller bieten ihn deshalb ohne Aufpreis an. Allerdings oft nur in einer kleinen Farbauswahl. Pigmentintensivere Farben wie Rot können auch in Uni deutlich teurer sein und mehrere Hundert Euro Aufpreis kosten.

Metallic-Lack wird in der Regel nur gegen Aufpreis aufgesprüht. Hier sorgen dem Basislack zugesetzte Aluminiumteilchen im Sonnenlicht für metallischen Glanz. Durch Lichtbrechung entstehen hier Hell-Dunkel-Effekte auf der Karosserie. Das hebt die Fahrzeugform hervor und sieht besonders gut aus bei hellen, silberfarbenen Tönen.

Im Gegensatz dazu schimmert Perleffekt-Lack oft weicher und wirkt durch zugesetzte Teilchen farbiger. Teils kommen Pigmente wie Glimmer oder andere künstliche Effektgeber zum Einsatz. Bei einem blauen Basislack können etwa grüne Teilchen dafür sorgen, dass der Lack im Licht farblich changiert. Wer sehr bunte und leuchtende Farben möchte, dem raten Experten in der Regel zur Uni- oder Perleffekt-Lackierung.

Doch es gibt noch sehr viel mehr bei Lacken. Mattlack zum Beispiel: Hier folgt als Abschluss kein glänzender Lack wie üblich, sondern ein matter Klarlack. Das gibt dem Auto ein edel samtenes Erscheinungsbild.

Autolacke mit so genanntem Flip-Flop-Effekt brechen das Licht je nach Einfallswinkel verschieden. So kann sich beispielsweise ein roter Farbbereich mit einem blauen auf der Karosserie abwechseln. Je nachdem von wo aus man schaut, verändert sich die Farbe plötzlich: Flip – eben noch rot – Flop – ist das Auto blau, daher der Name.

Wer sehr viel Wert auf die Lackierung legt oder sich für einen Effektlack entscheidet, sollte sich das wenn möglich am besten vorab im Original ansehen. Auf Fotos und in Prospekten sieht man nicht, wie der Effekt in Wirklichkeit aussieht. Und man sollte sich den Lack einmal aus der Nähe und der Distanz betrachten.

Falls das Auto nicht im gewünschten Lacktyp beim Händler vorrätig ist, sollten Kunden nach Lackmustern fragen.

Anhand dieser Muster kann man sich ebenfalls ein realistisches Bild davon machen, wie der Lack tatsächlich unter verschiedensten Lichtbedingungen wirkt.

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