Kirche „St. Markus im neuen Glanz“

Gelungene Innensanierung

Die Arbeiten zur Innensanierung in der Kirche „St. Markus“ in Wittlich sind nach fast genau einem Jahr Bauzeit final abgeschlossen. Kürzlich fand der feierliche Eröffnungsgottesdienst statt.

Neben der Überarbeitung des vorhandenen Innenanstrichs und der erforderlichen Erneuerung der gesamten Heizungsanlage war ein weiteres Ziel, den Kirchenraum für den Einsatz digitaler Medien vorzubereiten. Weiterhin plante man eine umfängliche Umgestaltung des Turmraumes.

Nach Abschluss der Ausräum- und Einhausungsarbeiten wurde der gesamten Kircheninnenraum eingerüstet, sodass alle Wand- und Deckenflächen bearbeitet werden konnten. Fehlstellen im Putz wurden ergänzt und Risse wurden fachgerecht unter Verwendung denkmalpflegerisch geeigneter Materialien saniert.

Nachdem Vorarbeiten abgeschlossen waren, konnten die Arbeiten für die umfangreichen monochromen und polychromen Malerarbeiten im Innenraum der Kirche begonnen werden. Die vorhandene Farbfassung wurde dabei mit einem neuen Anstrich insgesamt aufgefrischt. Unter anderem wurden durch die Maler und Restauratoren dabei sämtliche architektonischen Elemente wie die Säulen, Wandvorlagen und Kapitelle farblich neu gefasst. Weiterhin wurden Begleitstriche unter anderem an den Fensterlaibungen, Kreuzrippen und Scheidbögen nachgezogen.

Nach Abschluss der umfangreichen Malerarbeiten konnte das Innengerüst Stück für Stück zurückgebaut werden. Im Kirchenraum erfolgten umfangreiche Bodenbelagsarbeiten. Um den ursprünglichen Boden entsprechend für die Aufnahme der neuen Bodenfliesen vorzubereiten, wurden hier zunächst Entkopplungsmatten auf die alten Fliesen aufgebracht. Anschließend wurden die neuen Fliesen verlegt. Die Friese an den Längsseiten, im Mittelgang und um die Pfeiler, wie sie beim ursprünglichen Boden bereits vorhanden waren, wurden dabei wieder aufgegriffen und mit anthrazitfarbenen Fliesen ergänzt.

Das mediale System der Kirche wurde auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Die vorhandene Beleuchtung des sakralen Raumes war im Hinblick auf Technik und Leuchtmittel nicht zeitgemäß. Die Generierung verschiedener Lichtintensitäten sowie Inszenierungslichter sind jetzt möglich.

Aufgrund der sakralen Nutzung, aber auch zur Nutzung für die Kinder- und Jugendarbeit wünschte man sich die Möglichkeit, die Kirchenbänke in den Haupt- und Mittelschiffen je nach Bedarf versetzen zu können. Weiterhin entschied man sich für eine neue, flexible Bestuhlung im Bereich der Seitenschiffe.

Ein besonderes Hauptaugenmerk bei der Sanierung lag hier jedoch auch in der Umgestaltung des Turmraumes. Die Gemeinde wünschte sich hier einen multifunktional nutzbaren Raum, insbesondere für Kindergottesdienste. Mit Hilfe von künstlerischen Installationen sollte eine einzigartige Atmosphäre geschaffen werden.

Der Raum wurde somit zunächst nahezu entkernt und wurde dann mit einer neuen Heizung, einem neuen Bodenbelag aus Teppich, sowie neuen Tür- und Fensteranlagen ausgestattet.

An den Wänden wurden durch einen Künstler Putzapplikationen angebracht, die das Band des Lebens mit all seinen Höhen und Tiefen darstellt. Vervollständigt wurde der „Paradies-Raum“ durch Luftelemente aus Glas, die am Gewölbe des Raumes aufgehängt wurden.

Zusätzlich erhielt der Raum eine neue Möblierung für Groß und Klein. Im Zuge der künstlerischen Gestaltung des Turmraumes griff man auch den Kreuzweg auf.

Dieser sollte auf Wunsch von Pfarrer Comes neu interpretiert werden. Durch das Herstellen einzelner Schlagwörter aus Putz im Bereich der hinteren Seitenschiffe wurde damit ein moderner Kreuzweg erschaffen, der den Betrachter zum Nachdenken anregen soll. Die Sanierung der Kirche „St. Markus“ bedeutet somit nicht nur im sakralen, sondern auch im kulturellen Sinn eine Bereicherung nicht nur für die Pfarrgemeinde, sondern auch für die Stadt Wittlich selbst.

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