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Tipps für einen unbeschwerten Sommer

Sonnenstrahlen sind wichtig für die Bildung von Vitamin D, können die Haut aber auch schädigen. Damit die Haut beim Sonnenbad heil bleibt, gilt es einiges zu beachten.

Groß und Klein zieht es jetzt nach draußen, um die Sonne zu genießen. Das ist wichtig für die Vitamin-D-Versorgung und macht gute Laune. Dabei darf der Sonnenschutz allerdings nicht vergessen werden. Experten haben die wichtigsten Fragen dazu beantwortet.

Wie hoch sollte der Lichtschutzfaktor sein?

Wie viel Sonne ein Mensch verträgt, ist eine Frage des Hauttyps. Während der eine schnell bräunt und Stunden ohne Schutz im Garten oder Park verbringen kann, bekommt der andere eine rote Nase, wenn er nur zehn Minuten draußen gesessen hat. „Pauschal lässt sich daher nicht raten, welcher Lichtschutzfaktor der passende ist“, sagt der Hautarzt Dr. Heiko Grimme. „Prinzipiell ist man als hellhäutiger Typ mit LSF 30 in unseren Breitengraden gut gerüstet.

Warum ist Sonnenbrand so gefährlich?

Jeder hat sein ganz persönliches „UV-Konto“, auf das er Zeit seines Lebens einzahlt. So beschreiben es Dermatologen gerne. Auf diesem Konto ist jeder Sonnenbrand vermerkt. „Wenn man mal zu lange in der Sonne war, hat das sicher noch keine großen Auswirkungen“, erklärt Grimme. „Jeder Sonnenschaden der Haut begünstigt natürlich die Hautalterung und macht Falten. Aber je stärker und je häufiger er auftritt, desto mehr steigt auch das Hautkrebsrisiko.“

Wird man auch im Schatten braun?

„Ja“, bestätigt Heiko Grimme. „Trotz des Sonnenschirms kommen immer noch 50 Prozent des UV-Lichtes durch. Insofern ist Schatten für die Haut natürlich um ein Vielfaches besser als pralle Sonne, aber einen kompletten Schutz bietet er nicht.“

Was tun bei Sonnenbrand?

„Aus der Sonne zu gehen ist natürlich die erste Maßnahme bei Sonnenbrand“, rät Heiko Grimme. „Meistens passiert es ja durch einen Moment der Unachtsamkeit, zum Beispiel, dass man vergessen hat, eine bestimmte Körperstelle einzucremen.“ Ist der Sonnenbrand erst mal da, solle man eine kortisonhaltige Creme oder Salbe auftragen, damit sich die Haut wieder beruhigt. Wenn die Haut Blasen wirft, sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden.

Dürfen Kinder in die Sonne?

Nur mit Hilfe des Sonnenlichts bildet sich Vitamin D in der Haut. Es hilft unter anderem beim Aufbau der Knochen. „Gar nicht in die Sonne zu gehen kann also auch schädlich sein“, erklärt Heiko Grimme. Das gelte gerade für Kinder, deren Körper noch in der Entwicklung sei. „Für Kinder ist es deshalb besser, sie öfter, aber dafür kürzer in die Sonne zu lassen, vielleicht fünf Minuten.“ Kinderhaut sei sehr dünn und daher für Sonnenbrände extrem anfällig. Pralle Sonne gelte es auf jeden Fall zu meiden. Eine Kopfbedeckung ist Pflicht.

Wenn Neurodermitis die Kleinsten quält


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Entzündete Hautstellen und ein fast ständiger Juckreiz: Die häufigsten Symptome der Krankheit sind quälend und treffen ausgerechnet Babys und Kleinkinder besonders häufig.

Die Hauterkrankung beeinträchtigt den Alltag betroffener Familien enorm und sollte daher so früh und so wirksam wie möglich behandelt werden. Dabei gilt es einiges zu beachten.

Neurodermitis früh erkennen

Neurodermitis ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung, die in Schüben verläuft. Erste Symptome zeigen sich oftmals schon in den ersten Lebensmonaten. Bei Säuglingen und Kleinkindern bis zum Ende des zweiten Lebensjahres treten die juckenden Hautveränderungen vor allem im Gesicht auf, aber auch an Oberkopf, Nacken, Rumpf und den Außenseiten der Arme und Beine. Im Vordergrund der Erkrankung steht der sehr starke Juckreiz, der die Kinder nicht zur Ruhe kommen lässt. Daher ist es wichtig, dass Eltern schon beim ersten Verdacht auf Neurodermitis einen dermatologisch geschulten Kinderarzt aufsuchen.

Ein wichtiger Bestandteil jeder Neurodermitisbehandlung ist das tägliche Eincremen mit einer pflegenden Basistherapie, um den Mangel an Fett und Feuchtigkeit auszugleichen. Im Fall eines Ekzemschubs muss zusätzlich eine antientzündliche Behandlung erfolgen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Haut bis ins Kleinkindalter hinein noch besonders dünn, empfindlich und somit anfällig für Nebenwirkungen ist. Daher werden Kortikoide, die beim akuten Schub sehr wirksam sind, vor allem bei sehr jungen Patienten nur in den ersten Tagen eingesetzt. Damit wird einer möglichen zusätzlichen Hautverdünnung vorgebeugt, die bei längerer Anwendung auf der empfindlichen Haut als unerwünschte Nebenwirkung auftreten kann. Zur wirksamen und sicheren Weiterbehandlung des akuten Ekzems empfehlen Ärzte so genannte Calcineurininhibitoren. Diese hemmen auf Ebene des Immunsystems ganz gezielt das Entzündungsgeschehen. Zudem fördern sie die Regeneration der Hautbarriere und verhindern so, dass weiterhin entzündungsauslösende Allergene und Reizstoffe in die Haut eindringen können. Calcineurininhibitoren dürfen auch an empfindlichen Hautregionen und über einen längeren Zeitraum eingesetzt werden.

So wenig wie möglich provozieren

Neurodermitis ist unberechenbar und kann immer wieder aufflammen. Die bekanntesten Auslöser für einen Schub sind Zigarettenrauch, Allergene, extreme Temperaturen, kratzende Kleidung und Stress. Eltern können dazu beitragen, diese Provokationsfaktoren zu vermeiden. Im Sommer sollten sie zum Beispiel darauf achten, dass ihre Kinder atmungsaktive Kleidung aus glatten Fasern wie Baumwolle tragen und möglichst nicht der direkten Sonne ausgesetzt sind. Weitere Infos zur Behandlung der Neurodermitis enthält die Broschüre „Neurodermitis – Grundlagen für eine erfolgreiche Behandlung“. Sie kann kostenfrei  im Internet angefordert werden: www.dha-neurodermitis-therapie.de.

Quelle: Deutsche Allergiehilfe e.V

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