Bauen – Wohnen – Leben: Sicher und barrierefrei – Gartenwege

Damit Wege bei jedem Wetter sicher zu betreten sind, sollten Gartenbesitzer für Hauptwege einen rauen, stabilen Belag wählen. Mit einer geschickten Wegeführung können sie je nach Größe des Gartens interessante Blickachsen gestalten.

Gerade Linien vermitteln eine moderne, klare Struktur, geschwungene Pfade sind verspielter. Auch auf die Materialien kommt es an. So ist Beton heute in vielen verschiedenen Farben und Formen erhältlich und eine preiswerte Alternative. Gartenwege aus Naturstein, wie Granit oder Terrakotta, überzeugen durch Nachhaltigkeit und natürliches Aussehen, sind aber in der Regel wesentlich teurer.

Wer eine rustikale und authentische Optik bevorzugt, liegt bei Gartenwegen aus Holz richtig. Es lässt sich einfach verarbeiten, ist aber nur begrenzt haltbar.

Licht setzt Akzente

Von entscheidender Bedeutung ist auch die Beleuchtung. Eine gute Beleuchtung und Bewegungsmelder schützen vor Unfällen sowie unliebsamen Besuch.

Elektroarbeiten sollten von Handwerkern ausgeführt werden, damit Garantie besteht. Wer Spezialisten beauftragt, kann bis zu 1 200 Euro pro Jahr von der Steuer absetzen.

Hürdenlos durch den eigenen Garten

Familien mit Kindern, Senioren oder Hobbygärtner, die mit Schubkarre unterwegs sind – schwellenlose und breite Wege sind für sie alle ein Muss.

Laut DIN-Norm sollte die Nutzbreite der Gartenwege 120 Zentimeter betragen, um die Bewegungsmöglichkeiten mit einem Rollstuhl, Rollator oder in Begleitung nicht einzuengen. Ein rutschsicherer Bodenbelag und der Verzicht auf Stufen oder ausufernde Pflanzen sind ebenfalls sinnvoll.

Abhängig von der Nutzungsart der Wege und von der Höhe der Investitionssumme haben Gartenbesitzer vielfältige Möglichkeiten bei der Materialauswahl. BHW stellt die besten Baustoffe vor.

Beton

Beton ist in vielen verschiedenen Farben und Formen erhältlich und eine preiswerte Alternative zu Natursteinen. Durch ihre Maßgenauigkeit eignen sich Betonsteine gut zur Weggestaltung.

Der Baustoff zeichnet sich durch Frostbeständigkeit und Druckfestigkeit aus. Durch die raue Oberflächenstruktur wird eine hohe Gehsicherheit gewährleistet. Ein Nachteil ist, dass eingefärbter Beton unter Witterungsbedingungen ausbleichen kann. Die Materialkosten liegen bei 12 bis 40 Euro pro Quadratmeter für Betonpflaster und 16 bis 40 Euro pro Quadratmeter für Betonplatten.

Naturstein

Gartenwege aus Naturstein sehen edel und gleichzeitig natürlich aus, sind aber in der Regel wesentlich teurer als Betonwege.

Beliebte Natursteine bei der Gartengestaltung sind Terrakotta, Granit, Porphyr, Gneis und Quarzit. Die Verlegung dieser Materialien ist zwar sehr aufwändig, aber lohnenswert – Natursteine zeichnen sich durch unbegrenzte Haltbarkeit und Farbbeständigkeit aus. Die Materialkosten liegen bei 30 bis 75 Euro pro Quadratmeter für Natursteinpflaster und 30 bis 80 Euro pro Quadratmeter für Natursteinplatten.

Holz und Holzimitation

Wer die rustikale und authentische Optik bevorzugt, liegt bei Gartenwegen aus Holz richtig. Es lässt sich leicht verarbeiten, ist jedoch nur begrenzt haltbar. Holzwege müssen vor ihrer Nutzung unbedingt imprägniert werden, um das Material vor Fäule zu schützen. Ein Nachteil dieses Baustoffs ist, dass es bei Nässe sehr glatt und rutschig wird. Empfohlen wird daher, Holz nur in sonnigen Bereichen zu verwenden.

Wassergebundene Decke

Als wassergebundene Decke werden lose Materialien bezeichnet, bei denen keine Versiegelung erfolgt. Der Niederschlag kann so an Ort und Stelle versickern. Zu diesen Baustoffen zählen beispielsweise Kies und Rindenmulch. Dies ist eine kostengünstige und einfache, aber dennoch optisch ansprechende Variante, Gartenwege anzulegen. Wenn sich Gartenbesitzer für eine wassergebundene Decke entscheiden, sollten sie seitliche Randeinfassungen mit einplanen. So kann das lose Material nicht in angrenzende Flächen abwandern. Nachteil dieser Baustoffe ist die schlechte Befahrbarkeit der Wege. Zudem ist gelegentliches Ausbessern beziehungsweise Auffüllen empfehlenswert. Die Materialkosten liegen bei sechs bis zwölf Euro pro Quadratmeter für Kies und zwei bis fünf Euro pro Quadratmeter für Rindenmulch. Ob ein Mix unterschiedlicher Materialien oder die Verwendung eines einheitlichen Materials – für welchen Baustoff sich Gartenbesitzer auch entscheiden, wichtig ist, dass die Wege gut in das Gesamtbild des Gartens passen. Auch die Gartengestaltung lässt sich übrigens über einen Bausparvertrag finanzieren.

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