DJK/MJC Trier – HC Rödertal

Samstag, 6. April, um 18 Uhr in der Arena Trier

Der Griff nach dem Strohhalm


Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /usr/www/users/sondey/2018/sonderthemen.volksfreund.de/site/wp-content/themes/magzilla-child/functions.php on line 137
Miezen bangen im Heimspiel gegen Rödertal um Linsey Houben

Sechs Spieltage vor dem Ende der Saison 2018/19 erscheint die Lage für die DJK/MJC Trier, das Schlusslicht der 2. Frauenhandball-Bundesliga, auf einmal nicht mehr ganz so trostlos wie zuvor. Da der TV Nellingen freiwillig aus der 1. Bundesliga in die 3. Liga gehen wird, reicht der drittletzte Platz zum Klassenerhalt. Der ist aber auch faktisch außer Reichweite. Aber: es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass auch ein Zweitligist freiwillig eine Liga tiefer antreten will. Das würde den Miezen wieder alle Chancen eröffnen, den Abstieg zu vermeiden. Sie müssen dann nur Gedern/Nidda überholen, die bisher nur einen Punkt mehr errungen haben. Damit kommt dem Heimspiel gegen HC Rödertal am kommenden Samstag (18 Uhr, Arena Trier) vielleicht vorentscheidende Bedeutung zu.

Fotos: Tri-Sign

An den spekulativen Überlegungen will sich Miezen-Coach Elena Vereschako nicht beteiligen: „Über solche Dinge mache ich mir Gedanken, wenn wir Gewissheit haben. An der Zielsetzung gegen Rödertal ändert das aber nichts, wir wollen gewinnen.“ Ebenso wenig steigt der Vorstand in diese Spekulationen und Überlegungen mit ein. „Wir schauen nicht nach der finanziellen Situation und den Überlegungen anderer Vereine. Sportlich und organisatorisch bieten wir natürlich bis zum Ende der Spielzeit alles, um unseren Unterstützern und Fans zeigen zu können, dass wir uns niemals aufgeben. Was dann dabei rausspringt, wird sich zeigen!“, so Vorstand Chris Steil. Die Chancen auf einen Sieg schätzt Vereschako dabei durchaus optimistisch ein. Denn die Gäste aus Sachsen haben nach ihrem Überraschungscoup vor einigen Wochen mit dem Sieg bei den Kurpfalz Bären nicht mehr überzeugen können. Vier Niederlagen in Serie stehen für das Team von Trainer Frank Mühlner in der Statistik, „eigentlich nicht nachvollziehbar“, sagt Vereschako, „denn die Mannschaft ist stark genug besetzt, um ganz oben mitzuspielen.

Teil des Gästeteams ist auch Yuko Minami, in der vergangenen Saison noch bei den Miezen aktiv. Beim Erstliga-Absteiger ist sie wie schon in Trier die Nummer 2 in der Torhüterinnen-Hierarchie. Namhafter sind da einige Feldspielerinnen im Ensemble der Bienen. Wie das litauische Duo Brigita Ivanauskaite (111 Saisontore) und Egle Alesiunaite (62) oder die beiden Linkshänderinnen Meret Ossenkopp (91) und Julia Mauksch (54). Auffällig: Unter den besten fünf Torjägerinnen der Gäste gehören vier Spielerinnen noch der U-20-Fraktion an. „Unerfahren sind sie deshalb aber nicht“, sagt Vereschako, die auf Angela Petrovska (Muskelfaserriss) verzichten muss. Schwerer würde der Ausfall von Linsey Houben wiegen. Triers beste Werferin (143 Saisontore) erlitt im letzten Auswärtsspiel in Ketsch eine Platzwunde am Auge. Das war aber offensichtlich nicht alles. „Die gesamte Region rund um das Auge hat sich verfärbt“, sagt die Miezen-Trainerin. Umfangreiche Untersuchungen haben zwar Brüche ausgeschlossen, aber dass sie gegen Rödertal antreten kann, „können wir derzeit nur hoffen“, sagt Vereschako, und fügt hinzu: „Aber Linsey ist eine Kämpferin.“ Das Hinspiel verloren die Miezen nach 660 km langer beschwerlicher Anreise mit 19:24. Zumindest die Reisestrapazen haben die Gäste jetzt aber auch zu bewältigen.

DJK/MJC Trier (Kader):
Melanie Eckelt, Aleksandra Baranowska – Hannah Sattler, Dovile Ilciukaite, Linsey Houben, Andrea Czanik, Vesna Tolic, Gabriella Szabo, Maja Zrnec, Dora Simon-Varga

Related