Helfer in schweren Stunden

Der Tod eines nahestehenden Menschen ist für die meisten ein schwerer Schlag. Es fällt in der Trauer nicht leicht, den Überblick zu bewahren. Trotz Trauer und Schmerz müssen Angehörige einen kühlen Kopf bewahren, wenn ein Mensch bestattet werden soll. Doch wessen Wille zählt, wenn die Wahl zwischen Grabredner und Pastor, anonym oder namentlich erfolgen muss? Einfacher ist es, wenn der Verstorbene zu Lebzeiten schrift lich und finanziell festgelegt hat, was nach seinem Tod mit ihm passieren soll. Laut Stiftung Warentest liegen die Kosten bei immerhin mehreren Tausend Euro für eine Sargbestattung.

Seine eigenen Wünsche mitteilen


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Planung für die letzte Reise – Viele Entscheidungen sind im schwersten Moment zu treffen, wenn ein Mensch stirbt – Vorsorge-Regelungen helfen

Angehörige, die einen lieben Menschen verlieren, müssen kurz nach dessen Tod nicht nur den Verlust verschmerzen. Sie müssen auch viele Entscheidungen treffen: Wo und wie soll der Verstorbene bestattet werden? Soll es eine Beerdigung im Sarg sein oder eine Einäscherung mit späterer Urnenbeisetzung? Welcher Rahmen ist für eine Trauerfeier angemessen? Für viele Angehörige ist es eine Hilfe, zu wissen, was der Verstorbene selbst gewollt hätte. Denn die Organisation der Bestattung ist die letzte Möglichkeit, etwas für den Verstorbenen zu tun.

Bestattungsverfügung schon zu Lebzeiten

Über die eigene Beerdigung zu sprechen, fällt schwer. Doch im Todesfall ist es für trauernde Angehörige eine Erleichterung, wenn sie wissen, was zu tun ist.

Mit einer Bestattungsverfügung kann man schon zu Lebzeiten alles schriftlich regeln, wenn man diese Dinge nicht persönlich mit den Angehörigen besprechen und fixieren möchte. Außerdem kann man so sichergehen, dass nichts geschieht, was man nicht gewollt hätte: Etwa eine Einäscherung oder Bestattung im weiter entfernten Friedwald, wenn man selbst denkt, dass ein richtiges Grab auf dem nahen Friedhof auch für die Trauerbewältigung der Angehörigen am besten wäre.

Handschriftlich verfassen

Eine Bestattungsverfügung sollte am besten handschriftlich verfasst werden, um keinen Zweifel an der Echtheit des Dokuments aufkommen zu lassen. Alternativ dazu kann eine Verfügung in gedruckter Form für die Vorsorge verwendet werden, wenn die Verfügung von einem Notar oder vom Hausarzt bestätigt wird. Die Bestätigung dokumentiert, dass der in der Verfügung festgehaltene Wille frei und ohne Zwang geäußert wurde.

Am Ende der Verfügung steht die persönliche Unterschrift des Verfügenden. Nach dem Ausfüllen oder Verfassen der Bestattungsverfügung sollte sie an einem für die Angehörigen sicher auffindbaren Ort hinterlegt werden.

Bestattung und Grabpflege sichern

Auch kann man das Geld für die eigene Bestattung und Folgekosten per Bestattungs- und Grabpflegevertrag im Voraus bezahlen. Über die rechtzeitige Beratung beim Bestatter erweist sich dies häufig als eine gute Möglichkeit, um Angehörige später zu entlasten oder um sicherzugehen, dass alles nach Wunsch vollzogen werden kann. Selbst wenn später – etwa durch Pflegebedürftigkeit –  das eigene Vermögen vergeht, bleibt über solche Verträge eine würdevolle, eigenfinanzierte Beerdigung garantiert. Wer etwa eines Tages Grundsicherung beantragt hat, muss diese Verträge nicht auflösen, um das Geld für den Lebensunterhalt zu verwenden. Geschützt ist eine Versicherungssumme bis zu 3000 Euro sowie zusätzlich die Kosten für die Grabpflege bis zu 2600 Euro.

Wer vorsorgt, hilft den Hinterbliebenen

Die Mehrzahl der Deutschen beugt sich bereitwillig dem sogenannten Friedhofszwang und wünscht sich eine „ordentliche“ Beisetzung. Was für ein Sarg? Welche Blumen? Wo Beisetzen? Wer vorsorgt, hilft den Hinterbliebenen. Aber auch der Bestatter weiß mit seiner Erfahrung Rat.

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