Ran ans Gemüse!

Sekundäre Pflanzenstoffe haben auf den Organismus einen positiven Effekt

Von Gemüse und Obst sollte man täglich fünf Mal eine Portion genießen, dazu rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Pflanzliche Nahrung enthält neben Vitaminen und Mineralstoffen auch zahlreiche sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe. Sie schützen die Pflanze vor Fressfeinden, schädigendem Sonnenlicht, Verletzung und Krankheiten. Auch für den menschlichen Organismus hat ihr Verzehr einen positiven Effekt. „Viele sekundäre Pflanzenstoffe haben eine antioxidative Wirkung, manche wirken anti-entzündlich und wieder andere schützen die Blutgefäße und helfen, den normalen Cholesterinspiegel aufrecht zu erhalten“, erklärt Ernährungswissenschaftler Günter Wagner vom Deutschen Institut für Sporternährung (DISE) in Bad Nauheim.

Nicht schälen – sekundäre Pflanzenstoffe erhalten

Beim Kauf pflanzlicher Produkte sollte man aus gutem Grund auf frische und reife Ware achten: Darin ist die größte Menge bioaktiver Substanzen enthalten. Viel weniger steckt dagegen in noch unreifen Früchten. Auch lohnt es sich bei zahlreichen Obst- und Gemüsearten den Sparschäler in der Schublade zu lassen: Die sekundären Pflanzenstoffe liegen bei Äpfeln, Birnen, Möhren oder Gurken in oder direkt unter der Schale.
Frischware sollte man rasch verzehren und möglichst nicht dem prallem Sonnenlicht aussetzen. Vorsicht auch beim Erhitzen. Es ist immer vorteilhafter, Obst und Gemüse nur kurz und schonend zu garen und einen Teil als Rohkost zu essen.

Rote Beete

Verantwortlich für die rote Farbe der Roten Beete ist das Polyphenol Betanin. Der Stoff stärkt das Immunsystem nachweislich und wirkt entzündungshemmend – vor allem, wenn man Rote Beete roh isst. Deshalb ist das Wintergemüse bestens geeignet, um Erkältungen vorzubeugen. Zudem wirkt sich Betanin positiv auf die Blutgerinnung aus.
Doch Betanin ist nicht der einzige Grund dafür, dass Rote Beete gesund ist. Wenn Sie das Wintergemüse roh essen, versorgen Sie Ihren Körper mit Vitamin B1, B2 und B6, Vitamin C und Folsäure. Die Kombination aus Vitamin C, Folsäure und Eisen unterstützt den Körper bei der Blutbildung. Das Wintergemüse enthält rund ein Milligramm Eisen pro 100 Gramm. Rote Beete kann daher auch Eisenmangel vorbeugen, eine häufige Mangelerscheinung.

Brokkoli: Gesunder Kohl

Brokkoli ist ein gehaltvolles Gemüse. Er hat kaum Kalorien, dafür viele gesunde Inhaltsstoffe:Der Brokkoli übertrifft den Blumenkohl, mit dem er eng verwandt ist, in einigen Punkten um ein Vielfaches: Mit Salz und Fett zubereitet, ist die Menge an  pro 100 Gramm im Vergleich zum Blumenkohl fast doppelt so hoch. Brokkoli ist ein relativ kalziumreiches Gemüse. Es kann damit dazu beitragen, den Tagesbedarf an dem Mineralstoff zu decken. Karotin und  enthält der Brokkoli ebenfalls. Die in ihm vorkommenden Glucosinolate (Vorläufer der Senföle) gelten als gesundheitsfördernd und sollen unter anderem eine krebshemmende Wirkung aufweisen. Wer auf die Linie achtet, schätzt Brokkoli, weil in ihm wenig Kalorien stecken.

Vitamin C-Bombe Paprika

Die Paprika ist nicht nur sehr kalroienarm, sondern auch reich an Vitaminen. Neben Vitamin A und B ist in ihr besonders viel enthalten. In roten Paprika ist der Vitamin C-Gehalt im Vergleich zu andersfarbigen Paprika besonders hoch. Während 100 Gramm grüne Paprika etwa 140 Milligramm Vitamin C enthalten, sind es bei einer roten Tomatenpaprika etwa 400 Milligramm. Damit zählt die Paprika zu den Vitamin C-reichsten Nahrungsmitteln überhaupt.

Fenchel ist gut gegen Stress

Wer gestresst ist, sollte sich ein Gericht mit Fenchel gönnen. Eine Mahlzeit mit einer Extraportion Fenchel ist gesund, enthält ätherische Öle stärkt die Nerven und strafft – als kleines Extra – die Haut. Und das alles mit figurfreundlichen 19 Kilokalorien pro 100 Gramm.Roher Gemüsefenchel soll übrigens für guten Atem und eine gute Verdauung sorgen. Frischer Fenchel sollte möglichst nur kurz gegart werden, um Vitaminverluste zu vermeiden.

Warum „Grünzeug“ so wichtig ist

Obst und Gemüse sind gesund, denn pflanzliche Nahrung enthält reichlich Ballaststoffe und Mikronährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Darüber hinaus kommen in Gemüse, Obst und Kräutern noch die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe vor. In zahlreichen Studien hat man herausgefunden, dass sie eine positive Wirkung auf die menschliche Gesundheit haben können. Die erforderliche Menge nehmen nur wenige Deutsche zu sich. Also, liebe Besseresser – und solche, die es noch werden möchten – ran an ans Gemüse!

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