Abkürzung ins Wohneigentum: Fertighäuser

Die Baubranche boomt, Facharbeiter sind heiß begehrt und die Wartelisten bei Handwerksbetrieben mitunter lang. Um Zeit und Kosten zu sparen, entscheiden sich deshalb immer mehr Deutsche für ein Fertighaus. Über 20 Prozent machen Häuser aus der Fabrik mittlerweile im Wohnbau aus – rund fünf Prozent mehr als vor zehn Jahren.

Wer zur Miete wohnt und ein Grundstück gekauft hat, trägt eine finanzielle Doppelbelastung. Nach klassischer Bauart dauert es vier Monate und länger, bis ein Neubau errichtet ist. Anders beim Fertighaus: Wenn Keller oder Bodenplatte stehen, sind sie innerhalb weniger Tage bezugsfertig. Dank vorgefertigter Bauteile entfallen lange Trockenzeiten, ebenso wie kostspielige witterungsbedingte Rückschläge.

Von wegen „von der Stange“Landhaus oder Stadtvilla, Bungalow oder Bauhaus? Bauherren können vom Baustil über die Grundrissplanung bis hin zur integrierten Haustechnik mitbestimmen. Die Hersteller folgen mit ihren Produkten den Richtlinien der Energieeinsparverordnung (EnEV).

Die KfW-Effizienzhausklasse einzuhalten, gehört bei vielen Anbietern zum guten Ton. So profitieren Käufer auch von staatlichen Fördergeldern. Die Branche hat ihre Hausaufgaben gemacht. Auf Wunsch wird ein Fertighaus schlüsselfertig übergeben. Bauherren haben während der gesamten Planungs- und Bauzeit einen festen Ansprechpartner für alle Gewerke, was viel Zeit und Ärger sparen kann. Im Übrigen gilt auch für Fertighäuser: Je höher die Eigenleistung am Bau, desto günstiger ist das Projekt Eigenheim unterm Strich.

Heizung: Worauf Eigentümer dieses Jahr achten sollten


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An die Heizung denken die meisten vor allem dann, wenn sie auf ihre Gas- oder Heizöl-Rechnung schauen. Gerade zu Jahresbeginn stehen neue Regelungen bei Steuern oder Versicherungen im Fokus der Aufmerksamkeit. Doch auch rund um die Heizung gibt es 2019 einiges zu beachten.

Energieausweis checken

Viele Gebäude-Energieausweise müssen in diesem Jahr erneuert werden. Der Grund: Ein Energieausweis ist immer nur zehn Jahre lang gültig, und seit 2009 gilt die Energieausweispflicht für alle Bestandsgebäude, die vermietet oder verkauft werden.

Bereits im vergangenen Jahr sind viele Energieausweise für Gebäude mit Baujahr vor 1966 abgelaufen, denn für diese Häuser wurde die Ausweispflicht bereits 2008 eingeführt.

Ein guter Anlass also, sich mit der Effizienz der eigenen Immobilie zu beschäftigen, denn hier kann durch eine Heizungsmodernisierung oder eine energetische Sanierung der Gebäudehülle in vielen Fällen einiges an Energie gespart werden. Der Energieausweis gibt mit einer rot-gelb-grünen Farbskala Auskunft über die energetischen Kennwerte eines Gebäudes und ordnet sie einer von neun Effizienzklassen von A+ bis H zu.

Damit macht der Ausweis den Energiebedarf eines Gebäudes vergleichbar. Er muss Kauf- und Mietinteressenten bei einer Immobilienbesichtigung vorgelegt werden.

Anpassung des Heizungslabels

Ab dem 26. September 2019 ändert sich die Skala des Heizungslabels für Neuanlagen. Die schlechteste Effizienzklasse G fällt dann weg. Dafür kommt am oberen Ende der Skala die Klasse A+++ hinzu. Für hocheffiziente Gas- und Öl-Brennwertgeräte, die eine nahezu vollständige Energieausnutzung haben, ändert sich nichts. Sie bekommen auch im angepassten Label ein A. In Kombination mit Solarthermie oder anderen erneuerbaren Energien kann sich die Effizienzklasse weiter verbessern, bis hin zu A++. Hierbei kommt dann das sogenannte Paket- oder Verbundlabel zum Einsatz. Das Label soll Kunden dabei helfen, die Effizienz verschiedener Heizgeräte zu vergleichen. Gelabelt werden zurzeit öl-, gas- und strombetriebene heizungstechnische Produkte, aber auch Wärmespeicher und Solarthermieanlagen.

Austauschpflicht für alte Heizkessel

Heizkessel, die mehr als 30 Jahre auf dem Buckel haben, müssen unter bestimmten Bedingungen ausgetauscht werden.

So schreibt es die Energieeinsparverordnung (EnEV) vor. Nun trifft es Heizkessel mit Baujahr vor 1989. Auskunft über das Kesselbaujahr gibt das Typenschild auf dem Heizgerät, das eventuell auch unter der Dämmschicht gegen Wärmeverluste des Kessels verborgen sein kann.

Alternativ finden sich die Angaben im Schornsteinfegerprotokoll, der Rechnung der Anlage oder anderen Datenblättern. Doch nicht für alle Heizkessel ist nach 30 Betriebsjahren zwingend Schluss: Heizgeräte mit Niedertemperatur- oder Brennwerttechnik dürfen weiterbetrieben werden.

Auch wer sein Haus mit weniger als drei Wohneinheiten seit spätestens 1. Februar 2002 selbst bewohnt, ist auch von der Austauschpflicht ausgenommen.

Aber auch unabhängig von der gesetzlichen Verpflichtung zur Erneuerung der Heizung ist es in vielen Fällen sinnvoll, eine Modernisierung in Erwägung zu ziehen. Als Faustregel gilt: Ist eine Heizung älter als 20 Jahre, lohnt sich der Austausch fast immer. Wie IWO-Untersuchungen zeigen, ist es dabei in der Regel am günstigsten, beim bestehenden Energieträger zu bleiben und die Gerätetechnik zu erneuern.

Brennwertgeräte können den Brennstoffbedarf gegenüber alten Heizkesseln um bis zu 30 Prozent verringern.

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