Tag des Hörens

Welttag des Hörens am 3. März

Orientierung und Sicherheit im Alltag, Gespräche mit Freunden und in der Familie oder der Genuss der Lieblingsmusik – all das ermöglicht uns das Gehör. Der Hörsinn schafft Verbindungen zwischen Menschen und ist somit „der Sinn deines Lebens“.
Umso wichtiger ist es, das Gehör zu schützen und im Falle einer Hörminderung bestmöglich zu versorgen. Um möglichst viele Menschen über die Bedeutung guten Hörens zu informieren und für die Optimierung des eigenen Hörsinns zu sensibilisieren, gibt es den Welttag des Hörens.
Gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und zahlreichen Branchenpartnern veranstaltet der Bundesverband der Hörgeräte-Industrie (BVHI) jedes Jahr am 3. März den Welttag des Hörens. „Es ist unser Ziel, im Rahmen des globalen Aktionstages über Ursachen, Risiken und mögliche Folgen einer Hörminderung aufzuklären sowie geeignete Wege zu ihrer Prävention, frühen Diagnose und bestmöglichen Versorgung aufzuzeigen“, so Dr. Shelly Chadha von der WHO. Weiter wird der Welttag von der führenden Organisation der Zuhörförderung in Deutschland, der Stiftung Zuhören, zusammen mit dem Programm Lilo Lausch unterstützt.

Hörminderung – (k)ein Thema für Sie?
Eine Hörminderung kann in jedem Lebensalter einsetzen und kommt meist schleichend. Mitunter wird sie von der Umgebung schneller erkannt als vom Betroffenen selbst. Woran erkennt man eine verminderte Hörfähigkeit? Welche Folgen kann sie haben? Wie können der HNOArzt und der Hörakustiker helfen? Und was leisten moderne Hörsysteme? Aufschluss gibt beispielsweise die Informationsbroschüre „Hören. Der Sinn deines Lebens.“ (www.
welttag-des-hoerens.de) sowie eine persönliche Beratung bei den Partnern. Gemeinsam stark für gutes Hören! Deutschlandweit setzen sich Hörakustiker, HNO-Ärzte und zahlreiche weitere Partner mit vielfältigen Aktionen für den Erhalt des Hörsinns ein. In der Aktionswoche zum Welttag des Hörens wird der Slogan „Hören. Der Sinn deines Lebens“ mit Leben gefüllt. Von kostenlosen Hörtests bis hin zu kulturellen Events ist für jeden etwas dabei.

Woran erkennt man eine Hörminderung?

• Telefon- oder Türklingel wird häufiger überhört.
• Geräusche, die früher als störend empfunden wurden, werden nicht mehr wahrgenommen – zum Beispiel Lüfter-Geräusch vom Computer, Piepsen der Mikrowelle oder zeitweiliges Kühlschrankbrummen.
• Keine Reaktion auf Naturgeräusche beim Spaziergang im Freien wie Vogelstimmen oder das Rauschen der Blätter im Wald.
• Fernseher, Radio und Stereoanlage laufen lauter als gewöhnlich.
• Besonders häufige Nachfragen am Telefon.

Eine unbehandelte Schwerhörigkeit hat Folgen

Eingeschränktes Hörvermögen kommt in jedem Lebensalter vor – bei Kindern und Jugendlichen genauso wie bei Erwachsenen und Senioren. Nach den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) liegt die Häufigkeit von Schwerhörigkeit in Deutschland bei 16 Prozent der erwachsenen Bevölkerung. Ab einem Alter von 70 Jahren liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Schwerhörigkeit bei etwa 50 Prozent. Schwerhörigkeit kann verschiedene Ursachen haben. In den meisten Fällen setzt sie schleichend ein und wird anfangs nicht wahrgenommen. Manche Betroffene verdrängen das Problem und wollen die fortschreitende Abnahme ihrer Hörfähigkeit nicht wahrhaben. Dabei ist erwiesen, dass eine unbehandelte Schwerhörigkeit den kognitiven Leistungsverlust beschleunigen, eine Depression begünstigen sowie das Sturzrisiko erhöhen kann. Je früher also eine Hörminderung erkannt wird, desto eher kann sie versorgt und eine sie ggf. auslösende Erkrankung diagnostiziert und behandelt werden.

Fehlende Frequenzen im Gespräch
Je nach Ursache, Art und Schweregrad einer Hörminderung kann nicht nur das Lautstärkeempfinden betroffen sein, sondern auch die Wahrnehmung bestimmter Tonhöhen. Sie werden als Frequenzen gemessen und in der Einheit Hertz angegeben. Gesunde Ohren hören ein Frequenzspektrum bis ungefähr 16 000 Hertz, maximal aber 20 000 Hertz. Frequenzen, die über diesem Wert liegen, lösen im Innenohr keine Schallempfindung mehr aus. Am besten hören wir den Frequenzbereich zwischen 500 und 6000 Hertz – dies ist genau der Tonhöhenumfang der menschlichen Sprache. Wer hohe Töne nur noch eingeschränkt wahrnimmt, unterliegt charakteristischen Missverständnissen im Gespräch. Vor allem stimmlose Mitlaute mit hohem Geräuschanteil wie S, F und SCH werden verwechselt – was den Sinn des Gesagten mitunter erheblich entstellt. Beispiele für eine Verwechslungsgefahr bei Hörminderung sind unter anderem „Baum“ und „Raum“, „Sand“ und „Hand“ sowie „Laus“ und „Maus“.

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