DJK/MJC Trier – SG H2Ku Herrenberg

Die Luft wird immer dünner

Samstag, 23. Februar, um 18 Uhr in der Arena Trier: Miezen gegen Herrenberg unter Druck – Zrnec wieder dabei

Zu bejubeln gab es in den letzten Wochen für die DJK/MJC Trier in der 2. Frauenhandball-Bundesliga wenig. Ins Jahr 2019 starteten die Miezen mit einem Sieg und einem Remis, kassierten danach aber vier Niederlagen in Serie.

Da fast alle Mitkonkurrenten im Kampf gegen den Abstieg mehr Punkte sammeln konnten, rutschte das Team ans Tabellenende. Damit ist der Druck auf die Miezen vor dem Spiel gegen die SG H2Ku Herrenberg (Samstag, 18 Uhr, Arena Trier) gewachsen.
„Wir kennen den Ernst der Lage“, sagt Trainerin Elena Vereschako, „aber wir sind weit davon entfernt, die Flinte vorzeitig ins Korn zu werfen. Gegen Herrenberg wollen wir gewinnen – und ich sehe auch eine gute Chance, dieses Vorhaben umzusetzen.“
Der Optimismus kommt nicht von ungefähr. Im Hinspiel war die MJC lange auf Siegkurs, musste sich am Ende aber nach einigen unglücklichen Aktionen mit einem 26:26 zufrieden geben. Unter anderem sah Maja Zrnec in diesem Spiel die Rote Karte – jene Maja Zrnec, die nach einer längeren Verletzungspause gegen die „Kuties“ wieder auflaufen kann, „auch wenn sie sicherlich noch nicht bei 100 Prozent ist“ (Vereschako).
Als größte Stärken bei den Gästen sieht der Miezencoach „den Kampfgeist und die mannschaftliche Geschlossenheit“, obwohl im Kader von Trainer Mike Leibssle auch einige herausragende Zweitliga-Spielerinnen stehen. Allen voran die erst 19-jährige Lea Neubrander. Die Kapitänin der U-20-Nationalmannschaft traf in dieser Saison bereits 152 Mal ins Schwarze (Schnitt 8 Tore) und liegt damit auf Platz 3 in der Liste der besten Torjägerinnen der Liga.
Eine der besten Rechtsaußen der 2. Bundesliga ist Lisa Gebhard, die im Schnitt 4,6 Tore erzielt. Für eine Außenspielerin ein exzellenter Wert. Neben diesem Duo müssen die Miezen auch noch Sandra Kußmaul (Rückraum) und Carolin Tuc (Kreis) besondere Aufmerksamkeit schenken.
Angesichts der Qualität des Gegners, der sich trotz eines Punktverlusts am Grünen Tisch mit 16:20-Punkten auf den neunten Platz nach vorne gearbeitet hat, ist Vereschako davon überzeugt, den Gästen nur dann Paroli bieten zu können, „wenn auch wir geschlossen auftreten und großen Kampfgeist zeigen.“ Darüber hinaus können und sollen die Fans zum möglicherweise entscheidenden Faktor werden. Wenn dies alles eintrifft, dann muss „nur noch“ Neuenbrander gestoppt werden.

DJK/MJC Trier (Kader): Melanie Eckelt, Aleksandra Baranowska – Angela Petrovska, Hannah Sattler, Linsey Houben, Andrea Czanik, Vesna Tolic, Dovile Ilciukaite, Gabriella Szabo, Maja Zrnec, Dora Simon-Varga

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