Es ist noch Zeit für Grünkohl

Am besten schmeckt Grünkohl, wenn er kurz vor der Ernte einmal Frost abbekommen hat, denn dann wandelt sich seine Stärke in Zucker um: Er schmeckt milder und ist auch besser verdaulich. Der roh intensiv grüne krausblättrige Kohl enthält reichlich Ballaststoffe, besonders viel Vitamin C und nach den Möhren am meisten Provitamin A, die Mineralien Kalium, Kalzium, Phosphor, Magnesium und Eisen. Er besitzt den höchsten Kohlenhydrat- und Eiweißgehalt aller Kohlsorten überhaupt.

Grünkohlblätter müssen frisch und grün aussehen, welke Blätter und gelbe Flecken zeigen zu lange Lagerung. Das Gemüse wird geputzt ohne Strunk oder als ganze Pflanze angeboten.

Bei ganzen Pflanzen muss man mit etwa 50 Prozent Abfall rechnen. Im Gemüsefach des Kühlschranks hält sich Grünkohl etwa zwei Tage. Der im Geschmack kräftige Kohl eignet sich vor allem für deftige Zubereitungsarten. „Grünkohl mit Pinkel“ zum Beispiel ist im Norden ein Muss, aber nichts für Vegetarier. Grünkohl schmeckt mit Schmalz geschmort, oft mit Gepökeltem, Geräuchertem oder eben mit Kochwürsten. Die Kombination mit Würze und Fett bewährt sich aber auch bestens bei einem Grünkohlcurry mit Kokosmilch.

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