Rosenkohl, Grünkohl, Weißkohl & Co.: das „Super“-Gemüse für den Winter

Rosenkohl, Grünkohl, Weißkohl, Chinakohl, Spitzkohl & Co. – sie alle punkten mit wertvollen Vitaminen, Mineralstoffen wie Kalzium oder Kalium, Spurenelementen wie Eisen und reichlich Ballaststoffen. Während Vitamine und Kalzium Immunsystem und Knochen stärken und Kalium für den Kommunikationsfluss zwischen den Nervenzellen wichtig ist, wird Eisen für die Bildung der roten Blutkörperchen benötigt. Die heimischen Gaumenschmeichler helfen uns also, fit und vital durch den Winter zu kommen.

Schon länger erlebt Grünkohl (viel Kalzium, Eisen, Vitamin C, Ballaststoffe) eine regelrechte Renaissance. Und auch Rosenkohl, Rotkohl und Wirsing haben nicht zuletzt dank ihres hohen Vitamin-C-Gehaltes neue Fans gewonnen. Doch auch Spitzkohl, Chinakohl und etliche andere Sorten ziehen jetzt nach und verlieren mehr und mehr von ihrem angestaubten Image. Denn wer glaubt, dass Kohl langweilig ist, hat noch keinen Spitzkohl-Kerbelwurzel-Eintopf gegessen, gerösteten Rosenkohl mit Granatapfel und Pekannüssen genossen oder noch nie Chinakohl-Rösti mit Roter Bete probiert. Auch die asiatische Küche liebt Kohlgemüse. So ist zum Beispiel der ursprünglich aus China stammende Pak Choi hierzulande längst mehr als ein Geheimtipp. Und als echtes kulinarisches Highlight gilt das koreanische Kimchi aus fermentiertem Chinakohl – gewissermaßen das exotische Pendant zu Sauerkraut.

Ganz vorn im Beliebtheitsranking liegt bei den Verbrauchern feines Kohlgemüse wie Blumenkohl, Broccoli, Kohlrabi oder Romanesco. Erst danach folgt der klassische Kopfkohl, wie Weiß-, Spitz-, Rotkohl oder Wirsing.

Die Liste der Kohlsorten, die hierzulande wachsen, ist ziemlich lang und in Optik und Geschmack sehr verschieden. Umso erstaunlicher, dass die vielen verschiedenen Sorten alle auf einen einzigen Urahnen zurückgehen – den Wildkohl (Brassica oleracea).

Die Erfolgsgeschichte des Kohls ist aber beinahe ebenso lang wie die Liste der Kohlsorten. Denn bereits die alten Griechen setzten auf die Heilkraft des Kohls.

Für Pythagoras zum Beispiel war die Kohlpflanze ein Allheilmittel und noch bis ins 19. Jahrhundert legten Heilkundige Kohlblätter auf Wunden und kurierten Magen- und Darmerkrankungen mit Kohlsaft.

Kohl ist nicht nur frisch ein Genuss. Auch auf eine der vielen Arten haltbar gemacht, ist er eine Delikatesse. Durch Milchsäuregärung beziehungsweise Fermentierung wird beispielsweise Weißkohl zum bekannten Sauerkraut. Aber auch andere Kohlsorten wie Rotkohl oder Blumenkohl sind für diese Form des Einlegens geeignet. Grünkohl, Rotkohl und Rosenkohl lassen sich dagegen bestens einfrieren.

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