Handball total in der Arena Trier„Miezen“ treffen auf Mainz – Handball-WM live im FOH

Mehr Handball geht nicht. Am Sonntag um 16 Uhr trifft Frauenhandball-Zweitligist DJK/MJC Trier auf den FSV Mainz 05, davor und danach flimmern die Spiele um die Medaillen der Männer-WM über die Leinwände und Bildschirme im Front of House, dem Restaurant der Arena Trier. Erst am Freitagabend (ab 20.15 Uhr live in der ARD) entscheidet sich im Spiel gegen Norwegen, ob Deutschland das Spiel um Platz 3 (15 Uhr) oder das Finale (18 Uhr) erreicht. Im Sandwich der finalen Spiele der Männer-WM wartet auf die Miezen die schwere Aufgabe im Rheinland-Pfalz-Derby gegen den Tabellenvierten aus der Landeshauptstadt.

Mit 21:9 Punkten dürfen die Gäste noch als Verfolger der Titelfavoriten gelten, was sie mit ihrem 36:31-Sieg am vergangenen Spieltag gegen den TV Beyeröhde auch eindrucksvoll unter Beweis stellten. In der aktuellen Form und auch auch nach dem klaren 34:21-Erfolg zum Saisonauftakt gehen die „Meenzer Dynamites“ als klarer Favorit ins Rückspiel.

Dessen sind sich die Mannnschaft der Miezen und Coach Elena Vereschako natürlich bewusst. „Mainz steht zurecht da oben“, sagt die Trainerin, „wir treffen auf ein auf hohem Niveau sehr ausgeglichen besetztes Team.“ Mit den Prädikaten „jung, schnell und dynamisch“ beschreibt Vereschako die größten Qualitäten des Kaders ihres Pendants Thomas Zeitz, der die Vorteile des Standorts im Rhein-Main-Gebiet und seine Tätigkeit als hessischer Landestrainer dazu genutzt hat, zahlreiche deutsche Talente zum FSV zu lotsen.

Fünf Spielerinnen der Gäste haben bisher zwischen 54 und 66 Toren erzielt – so ausgeglichen zeigt sich kein anderer Zweitligist. Und selbst die jüngsten Talente nehmen dabei schon tragende Rollen ein. Die 19-jährige Rückraumspielerin Alicia Soffel traf bisher 66 Mal ins Schwarze (Schnitt: 4,4 Tore), die sogar noch ein Jahr jüngere Paulina Golla 61 Mal (Schnitt: 4,1). Auch die robuste Regisseurin Larissa Platen (22 Jahre) zählt noch zur U23-Fraktion. Sie setzt nicht nur ihre Mitspielerinnen effektiv in Szene sondern strahlt ebenfalls Torgefahr aus (64 Treffer/Schnitt: 4,3). „Wir werden am Maximum unserer Leistungsfähigkeit agieren müssen“, glaubt Vereschako, die sicher ist: „Individuell ist Mainz sicher stärker als wir.“ Eine Chance, wirkungsvoll dagegen zu halten besteht nach ihrer Überzeugung nur, „wenn wir als geschlossene Einheit auftreten.“ Die Niederlage am vergangenen Spieltag in Harrislee habe gezeigt: „Nur dann sind wir in der Lage, technisch und taktisch an unsere Leistungsgrenze zu gehen.“

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