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Kartoffelsuppe geht immer

Knapp 57 Kilogramm Kartoffeln verzehren die Bundesbürger nach Angaben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft im Durchschnitt pro Kopf und Jahr. Im Supermarkt findet man Kartoffeln in der Gemüseabteilung - tatsächlich zählen sie ebenso wie Tomaten und Auberginen zu den Nachtschattengewächsen. Für die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) bildet die Kartoffel wegen ihres Reichtums an Kohlenhydraten ein Segment mit Getreide und Getreideprodukten und gehört als Basis einer gesunden Ernährung regelmäßig auf den Speiseplan.

Angela Merkel gibt wenig Privates von sich preis - eine Ausnahme machte sie im Wahlkampf 2017. Einer Illustrierten verriet die Bundeskanzlerin, dass Kartoffelsuppe ihre Leibspeise sei. Tatsächlich kann man kaum etwas falsch machen, wenn man seinen Gästen gerade an kühleren Herbsttagen eine deftige Kartoffelsuppe serviert. Kartoffeln enthalten viel Kalium, Vitamine und Eiweiß, eine Kartoffelsuppe macht somit satt und ist gesund. Für den feinen Geschmack sorgen Zutaten wie Karotte, Lauch, Petersilie oder Sellerie und Fleisch, wie etwa knackige Bockwürste. Sie geben der Suppe eine würzige Note. Am besten schmeckt die Kartoffelsuppe, wenn man ihr Zeit gibt, sie also gut vor sich hin köcheln lässt oder wieder aufgewärmt. Der Geschmack der Zutaten wird dann immer intensiver.

Das kleine Kräuter-Einmaleins

Ob Petersilie, Schnittlauch, Dill oder Basilikum: Frische, grüne Kräuter geben dem Essen nicht nur eine besonders aromatische Note, sie leisten mit ihrem hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt auch einen wichtigen Beitrag zur bewussten Ernährung.

Gerade bei Kräutern sind Hygiene und Qualität ein sensibles Thema, denn vor dem Verzehr sollten sie möglichst nicht oder nur kurz gewaschen werden – und oftmals werden sie erst nach dem Garen ins Essen gegeben. Eine pflegeleichte Alternative zum eigenen Kräutergarten sind Topfkräuter. Inzwischen sind sie das ganze Jahr über im Supermarkt zu bekommen – in verlässlicher Qualität, leicht erkennbar am QS-Prüfzeichen. Kräuter mit weichem Stängel – wie Kerbel oder Koriander – kann man im Ganzen verwenden, bei anderen zupft man nur die Blätter ab. Um die wertvollen Inhaltsstoffe zu bewahren, am besten erst kurz vor dem Verwenden ernten und noch nicht zerkleinert waschen, falls nötig. Nur grob hacken, damit sich das Aroma optimal entfalten kann. Manche Kräuter müssen mitgegart werden, um intensiven Geschmack abzugeben – das gilt zum Beispiel für Beifuß, Bohnenkraut, Liebstöckel, Lorbeer, Oregano, Rosmarin, Salbei und Thymian. Andere dagegen verlieren durch Erhitzen an Vitaminen und Aroma. Mit Basilikum, Estragon, Minze, Petersilie und Schnittlauch also besser erst nach dem Garen abschmecken.

Einmal geerntet, halten sich frische Kräuter etwa eine Woche im Kühlschrank, am besten in ein Glas Wasser stellen oder auf feuchtem Küchenpapier lagern. Wer die Kräuter länger aufbewahren möchte, kann sie waschen, kleinschneiden und mit Wasser im Eiswürfelbehälter einfrieren. Alternativ lassen sich Kräuter auch einsalzen: Dabei kommen 30 Gramm Salz auf 100 Gramm gehacktes Grün. Gut vermischen und in ein Schraubdeckelglas füllen. Das hält sich im Kühlschrank monatelang – und ist auch eine schöne Geschenkidee.

Auch Winterzeit ist Gemüsezeit

Rezepttipps für gesunde Gerichte mit regionalen Zutaten

Selbst im Winter sind wir nicht auf Gemüse aus wärmeren Gefilden angewiesen. Die Auswahl an Erzeugnissen aus der eigenen Region ist viel größer, als manche meinen. Einige Gemüse werden noch im Winter frisch geerntet, andere Sorten wie etwa Möhren, Kohl oder Steckrüben können problemlos gelagert werden und stehen jederzeit zur Verfügung. Auf dem örtlichen Wochenmarkt einkaufen oder im Supermarkt auf heimische Produkte achten. Das schont die Umwelt, da lange Transportwege entfallen, zudem ist das heimische Wintergemüse voll von gesunden Inhaltsstoffen.

Gegenüber exotischen Superfood-Sorten jedenfalls brauchen sich heimische Gemüsesorten nicht zu verstecken. Grünkohl beispielsweise weist eine beachtliche Menge an Vitamin C und Vitamin A auf und liefert doppelt so viel Calcium wie Milch - besonders interessant für Veganer. Welche Gemüsesorten man favorisiert, entscheidet natürlich der persönliche Geschmack. Es gibt jedoch Sorten mit besonders vielen wichtigen Nährstoffen, wie beispielsweise Grünkohl, Chicorée oder die Steckrübe. Es gibt zahlreiche gesunde Rezepte mit winterlichen Gemüsesorten aus der Region – von der kalten Küche und Suppen bis hin zu ausgefallenen Gerichten wie Wasabi-Schaum mit Roter Bete, Blaukraut-Kruste für Fleisch oder Kalbsfilet und Garnelen mit asiatischem Blumenkohl. Ein Klassiker, der immer schmeckt, ist ein Eintopf. Insbesondere die verschiedenen Kohl- und Rübensorten lassen sich je nach Belieben zubereiten und abschmecken - fertig ist ganz einfach und schnell eine gesunde, leckere und kalorienarme Wintermahlzeit.

1. Grünkohl wird seit einiger Zeit als Superfood gehandelt - aus gutem Grund. Er enthält eine hohe Menge an wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen, die dem Körper nahezu alles geben, was er benötigt. Deshalb wird er auch oft in Smoothies verwendet.

2. Chicorée: Zwar mag ihn aufgrund des bitteren Geschmacks nicht jeder, allerdings hat das für die Bitterkeit verantwortliche Laktucopikrin eine positive Wirkung auf die Verdauung. Es regt die Gallenblase und die Bauchspeicheldrüse an.

3. Steckrüben: Steckrüben sind ein in Vergessenheit geratenes Gemüse. Das sollte sich ändern, denn sie sind lecker und stecken voll von gesunden Inhaltsstoffen.

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