Küchenträume

Die moderne Wohnküche: Treffpunkt zwischen Leckerem und Gesundem

Ein offener Grundriss ist heute Wunsch vieler Eigenheimbesitzer und Mieter: Die Funktionsbereiche Kochen, Essen und Wohnen verschmelzen zu einem großen Aufenthaltsbereich, wo die Zubereitung von Speisen und das gemeinsame Essen, aber auch der Austausch von Neuigkeiten sowie der gemütliche Feierabend nahtlos ineinander übergehen können.
Schon früher war die Küche das Kommunikationszentrum der meisten Haushalte. Die heutige Wohnküche ist eine moderne Weiterentwicklung, durch die immer mehr Menschen Genuss, Komfort und Exklusivität praktisch und individuell miteinander verbinden – Grundlage dafür sind Möbel, die diesen Ansprüchen dekorativ wie funktional rundum gerecht werden.
Küchen sind echte Dauerbrenner. 15 Jahre und mehr haben sie in vielen deutschen Haushalten locker auf dem Buckel. Das kann einerseits für eine zurückhaltende Neukaufbereitschaft und andererseits für die Langlebigkeit hochwertiger Küchenmöbel sprechen. Vor allem ist ein Küchenkauf aber kein Bagatellkauf.
Die Gesellschaft für Konsumforschung in Nürnberg registrierte in diesem Jahr einen Anstieg des durchschnittlichen Auftragswerts pro Küche um 200 Euro auf 6 900 Euro und einen Umsatzanteil von nunmehr 50 Prozent der verkauften Küchen über 10 000 Euro. Wer sich für einen Neukauf entscheidet, dem ist Qualität meist wichtiger als der Preis – zur Belohnung gibt es eine Küche, die problemlos wieder 15 Jahre und mehr hält.
Laut einer aktuellen Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie wünscht sich fast jeder vierte Endverbraucher eine neue Küche. Dass dieser Wunsch nicht gleich erfüllt wird, liege vor allem an dem noch guten Zustand der alten Möbel, so die Befragten.
Wenn alte Möbel auch noch nach Jahren gut in Schuss sind, spricht das für ihre hohe Qualität. Bei der Planung einer neuen Küche sollten Endverbraucher nicht nur auf die Gesamtqualität, sondern auch auf viele kleine Ausstattungsdetails achten.
Wichtige Fragen, die im Austausch mit dem Berater im Möbelhaus oder Küchenstudio zu klären sind, lauten: Verfügen die Möbel über genug Stauraum? In welche Richtungen sollen sich Schranktüren öffnen lassen, um noch über genügend Bewegungsfreiheit im Raum zu verfügen? Passt die Anordnung der Möbel für mich als Links- beziehungsweise Rechtshänder? Wie sorge ich für eine gute, blendfreie Beleuchtung? Eignet sich die Höhe der Arbeitsplatte für meine Körpergröße? Gelingt die Anlieferung der ganzen Arbeitsplatte in meine Wohnung oder muss sie werksseitig geteilt und vor Ort wieder zusammengesetzt werden?

Die Küche ist mehr denn je Treffpunkt. Foto: DGM/Nobilia

Kochen und Lüften: vollautomatisch und vernetzt

Bei den neuen, intelligenten Dunstabzugssystemen hat man nicht nur beide Hände frei, um seine Aufmerksamkeit ganz der Speisenzubereitung zu widmen, sondern auch den Kopf. Egal ob dezente oder sehr geruchsintensive Koch-, Gar- und Bratprozesse stattfi nden, die neuen smarten Hauben mit den dazu passenden Kochfeldern stellen sich immer optimal darauf ein.
Früher ging Kochen und Lüften so: Kochfeld anschalten, beispielsweise um einen Topf mit Wasser zu erhitzen, die höchste Temperaturstufe wählen und wenn Wasserdampf aufsteigt, entweder das Fenster öffnen und hoffen, dass sich die Schwaden verflüchtigen. Mit einem zeitgemäßen, intelligenten Dunstabzug und Kochfeld geht das wesentlich bequemer. Denn sobald man anfängt zu kochen, aktiviert sich die Haube automatisch und sorgt für frische Luft. HighTech-Sensorik, Automatik-Modi und Konnektivität machen die Geräte immer intelligenter und „selbständiger“. Ein hochsensibler Sensor misst die Luftqualität, analysiert die entstehenden Küchendünste und schaltet die Haube daraufhin nicht nur automatisch ein, sondern passt ihre Lüfterleistung genau an die auf dem Kochfeld gerade stattfindenden Gar-, Brat- und Kochvorgänge selbsttätig in Echtzeit an. Sobald der Sensor keinen Wasserdampf und auch keine Gerüche und Aromen mehr feststellt, schaltet sich die Haube von allein wieder aus. Wer möchte, kann seinen neuen Dunstabzug und dessen Lüfterleistung weiterhin auch manuell einstellen, etwa direkt am Gerät oder über die Bedienelemente eines passenden Kochfeldes.
Haube und Kochfeld sollten außerdem richtig aufeinander abgestimmt sein. Es ist vorteilhaft, sich von einem Küchenexperten wegen der persönlich am besten geeigneten Geräte-Kombination beraten zu lassen, insbesondere auch bei der Entscheidung zwischen einem Umluft- oder Abluftsystem. Möglich ist auch eine Kombination von beidem – im flexiblen Betrieb. Mithilfe eines Schalters kann dann zwischen energiesparendem Umluftbetrieb im Winter und leistungsstarkem Abluftbetrieb im Sommer gewechselt werden.
Immer beliebter bei Endverbrauchern werden die neuen Kombi-Produkte zum Kochen und Lüften: ein Induktionskochfeld mit integriertem Dunstabzug – etwa genau in der Mitte der Glaskeramikfläche oder direkt hinter den Kochzonen. Die Steuerung des Abzugs erfolgt über das Kochfeld.
Die Vorzüge solch einer 2in1-Lösung: Die Küchendünste und Gerüche werden sofort und direkt dort, wo sie aufsteigen, nach unten abgesaugt. Und selbst wenn man ganz tief in die Töpfe und Pfannen schaut, der Kopf bleibt frei von Dampfschwaden. Außerdem lassen sich die neuen Kombi-Geräte überall in einer Wohnküche einbauen, da Kochfeld und Dunstabzug eine kompakte Einheit bilden. Kochfelder und Hauben, ob in einem Einbaugerät vereint oder als zwei separate Produkte, kommunizieren heute kabellos über Infrarotsensoren, Bluetooth- oder WiFi-Schnittstellen.

Abluft oder Umluft? Diese fettfilterfreie Inselhaube mit Zentrifugalabscheidung kann beides. Eine clevere Steuerung ermöglicht den einfachen Wechsel zwischen Abluft - und Umluft -Modus. Foto. AMK

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