Weihnachtsgrüße aus der VG Saarburg

Erinnerung an Weihnachten


Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /usr/www/users/sondey/2018/sonderthemen.volksfreund.de/site/wp-content/themes/magzilla-child/functions.php on line 137
Morgens nach dem Frühstück habe ich
die Tür zum Wohnzimmer aufgesperrt,
Vater hat mich gleich wieder rausgezerrt

Nichts da, die Tür bleibt zu,
dieser Raum ist bis heute Abend tabu.
Darüber war ich gar nicht entzückt,
und hab mich gleich nach draußen verdrückt.
Die Vorhänge waren auch zugezogen,
hab’ mir die Nase an der Scheibe verbogen.

So spazierte ich zur Kapelle ins Tal,
bei schönem und zarten Schneefall.
Zündete eine Kerze an und machte mich bald
auf den Heimweg, dort drinnen war es zu kalt.
Es fing an zu dämmern, ich dachte an zu Haus,
wie sieht wohl unser Weihnachtsbaum aus.

Nun hieß es warten bis das Christkind
mit dem Glöckchen bimmelt geschwind.
Jetzt nichts wie hin zum Tannenbaum,
konnte mich kaum noch halten im Zaum.
Schon wieder keine Eisenbahn,
eine Mundharmonika hat’s auch getan.

So wartete ich alle Jahre wieder,
und das Christkind war ... Tante Frieda.

Reinhold Huwer, Kenn

Die Mauer vor unsrer Stadt


Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /usr/www/users/sondey/2018/sonderthemen.volksfreund.de/site/wp-content/themes/magzilla-child/functions.php on line 137
Die Mauer vor unsrer Stadt trennte das Spiel der Kinder.
Die einen waren fein heraus, die andern sahen zu.
Kein Tag, der je das Schweigen brach, keine Nacht schien je ein Licht.
Und Nebel lag über der Mauer, wie ein trauriges Gedicht.

Die Mauer vor unsrer Stadt sah das Wiegen der Bäume.
Die einen wuchsen hoch hinaus, die andern blieben klein.
Der Bach, der durch die Täler floss, erbarmte sich ihrer nicht.
Er tränkte sie nicht mit dem Wasser, die Mauer stahl ihnen das Licht.

Die Mauer vor unsrer Stadt brach eines Tags entzwei.
Die Kinder reichten sich die Hand, die Bäume waren frei.
Der Schnee, der fi el an Heilig Christ, bedeckte den letzten Stein.
Auch durch die Winterkälte drang der Sonne warmer Schein.

Die Mauer vor unsrer Stadt ist lang schon abgetragen.
Kein Stein erinnert an den Ort, wo wir einst Kinder waren.
Und doch - in jeder Heil´gen Nacht -, wenn der Bläser Lieder klingen,
hör ich am Bach beim alten Baum uns als Kinder fröhlich singen.

Horst Schorle, Ingendorf : „Das ist eine Erinnerung an meine Kindheit in Nordbaden in den späten 1950ger Jahren). Es gab damals bei uns zu Hause so etwas wie eine Ober- und Unterstadt. Die Kinder aus den beiden Teilen trafen sich höchstens zum Fußballspiel, ansonsten gab es lediglich einen flüchtigen Kontakt im Kindergarten oder in der Schule. Man wollte wenig miteinander zu tun haben.Das sollte sich erst ändern, als durch ein Neubaugebiet die Stadt stärker verbunden wurde. Mit einem Mal wurden die Beziehungen der Kinder intensiver und vertrauter.“

Related