Abhärtung und Entspannung: So wirkt die Sauna

Der menschliche Körper reagiert auf die erhöhte Temperatur mit einer Erweiterung der Blutgefäße in der Haut. Dadurch intensiviert sich die Hautdurchblutung, was auch an einer Rötung der Haut zu erkennen ist. Das Blut befördert die Wärme von der jetzt höher temperierten Körperschale zum kühleren Körperkern. Der Normalwert des Körperinneren liegt bei etwa 37°C. Durch die vermehrte Wärmezufuhr in das Körperinnere erhöht sich jetzt auch dieser Wert, und zwar auf ca. 38 bis 38,5°C.Die Schweißbildung ist eine weitere Reaktion auf die Hitze im Saunaraum. Das Schwitzen allein bringt dem Körper aber noch keine Kühlung. Erst wenn der Schweiß auf der Haut verdunstet, wird dem Körper effektiv Wärme entzogen. Ziel dieser Abwehrmaßnahmen des Körpers ist es, den Normalwert von 37°C im Körperinneren zu erhalten und damit die lebenswichtigen Organe zu schützen.

In der Abkühlphase sollen die Köpertemperaturen wieder auf die Ausgangswerte absinken. Durch die unterschiedlichen Kaltwasseranwendungen sinkt die Hauttemperatur. In Folge dessen verengen sich die Arterien in der Haut und die Hautdurchblutung wird gedrosselt.

Der Körper versucht mit dieser Maßnahme, den Körperkern vor größeren Wärmeverlusten zu schützen.

Dies steht aber der eigentlichen Absicht der Abkühlung entgegen, die ja vor allem die Körperkerntemperatur normalisieren soll. Durch das unmittelbar auf die Kaltwasseranwendung folgende Fußwärmbad werden die Blutgefäße auf nervlichem Weg schnell wieder erweitert. Zum Abnehmen zwischendurch ist die Hitzekammer nicht geeignet: Zwar bringt man nach den Saunagängen etwas weniger Gewicht auf die Waage – aber der Verlust der Kilos geht ausschließlich auf das ausgeschwitzte Wasser (und zwei bis drei Gramm Kochsalz) zurück.

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