Waschen, föhnen, streiten? – Zwischenfälle in der Autowaschanlage

Was mit einem Pflegeauftrag in der Autowaschanlage beginnt, endet manchmal in einem Desaster: Das Auto rollt lädiert aus der Wäsche. Abgeknickte Antenne, ramponierter Außenspiegel, abgerissener Spoiler oder von Bürsten verursachter Lackschaden – Sachverständige, Rechtsanwälte und Gerichte haben so einiges zu tun. Christian Janeczek, Fachanwalt für Verkehrs- und Strafrecht im Deutschen Anwaltverein, gibt Antworten auf häufige Fragen:

Zuerst einmal um die Frage, ob der Schaden überhaupt in der Waschanlage entstanden ist oder schon vorher da war. Und auch wenn das Auto vorher unbeschädigt war, weist der Betreiber oft jegliche Schuld von sich.

Der Autobesitzer. Er muss nachweisen, dass der Schaden in der Waschanlage entstanden ist. Der Betreiber sieht sich dann einem vermutetem Verschulden gegenüber. Jetzt ist es an ihm, seine Unschuld zu beweisen.

Das Schleppband funktioniert in der Regel problemlos, solange das Auto auch durchgängig rollt. Das setzt voraus: Der Fahrer hat keinen Gang eingelegt, bei Automatik-Fahrzeugen auf neutral gestellt und die Handbremse gelöst. Problematisch wird es, wenn der Fahrer bremst, weil er beispielsweise befürchtet, dass der Trockner nicht rechtzeitig hochfährt. Dann kann ein nachfolgendes Fahrzeug auffahren.

Schäden sollten fotografiert, gemeldet und schriftlich dokumentiert werden. Der Betreiber ist bei abgebrochenen Teilen aufgefordert, die Anlage sofort auszuschalten und gemeinsam mit dem Autofahrer nach den beschädigten Teilen zu suchen. Auch sie werden fotografiert.

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