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Mein Traumhaus - kein Alptraum!

Wer ein Haus bauen oder kaufen möchte, muss Entscheidungen von erheblicher Tragweite treffen. Ohne den Rat objektiver Fachleute sind Laien oft überfordert. Denn Fehlentscheidungen können sich sehr negativ auswirken.

Hilfestellung für Bauherren und Immobilienkäufer bietet das Seminar der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Im Seminar „Mein Traumhaus - kein Alptraum!“ werden zukünftige Bauherren und Immobilienkäufer umfassend über die wichtigsten Themen beim Bauen, von der Planung über den Vertragsabschluss bis zur Endabnahme, informiert. Die Referentin beantwortet Fragestellungen wie: Was ist bei der Auswahl eines Bauunternehmers zu beachten? Was zeichnet einen sachkundigen Architekten aus? Wer erklärt die Vorgaben des Bebauungsplanes? Auf welcher Gesetzesgrundlage sollte der Bauvertrag abgeschlossen werden? Wie plant man ein möglichst „energiesparendes“ Gebäude? Wann kann man Fördermittel in Anspruch nehmen?

Das nächste Seminar findet am Freitag, den 30. November, von 14 bis 18 Uhr statt. Die Bauexpertin der Verbraucherzentrale, Uta Maria Schmidt, beantwortet nicht nur Fragen rund ums Bauen, sie informiert auch, wie Bauherren sich durch gründliche Recherche im Vorfeld und unabhängige Begleitung während der Bauphase vor dem sprichwörtlichen „Pfusch am Bau“ schützen können. Als Schwerpunkt der kostenpflichtigen Veranstaltung zeigt die Referentin zudem auf, welche Angaben und Detailinformationen unbedingt in einer aussagekräftigen Bau- und Leistungsbeschreibung enthalten sein müssen. Veranstaltungsort ist die Verbraucherzentrale Trier, Fleischstraße 77. Anmeldung ist erforderlich unter 0651-48802 oder per E-Mail unter trier@vz-rlp.de.

Kalkulierte Vorsorge

Versicherungen fürs Haus: Anbieter miteinander vergleichen

Feuer, Sturm oder Wasserrohrbruch – Immobilienbesitzern kann manches Ungemach drohen. Die richtigen Versicherungen und das korrekte Verhalten im möglichen Schadensfall helfen, die negativen Folgen im Zaum zu halten.

An einer Wohngebäudeversicherung führt kein Weg vorbei. Hier geht es um das Dach, die Wände und Türen, aber auch um die Sonnenmarkise, den Carport oder fest angebrachte Satellitenschüsseln.

Die Versicherung deckt alle Schäden ab, die durch Feuer, Blitzschlag, Sturm, Hagel, Wasser oder Frost verursacht wurden. Bernd Neuborn von der BHW Bausparkasse weist darauf hin, dass die Versicherung immer über den aktuellen Wert der Immobilie informiert sein sollte: „Dabei müssen Haus- und Wohnungsbesitzer auch später umgesetzte Modernisierungen melden. Nur dann haben sie Anspruch auf die volle Schadenssumme.“

Da sich Unwetter häufen, ist es auch ratsam, sich gegen sogenannte Elementarschäden wie zum Beispiel Überschwemmungen abzusichern. Schäden an beweglichen Dingen in Haus und Wohnung wie Möbel und Geräte ersetzt dagegen die Hausratversicherung. Aber Achtung: Schmuck wird in der Regel nur bis zu 20 Prozent erstattet.

Kosten und Leistungsumfang unterscheiden sich

Wer eine Versicherung abschließen will, sollte unterschiedliche Anbieter vergleichen, denn Kosten und Leistungsumfang unterscheiden sich teilweise erheblich. Für den Schadensfall rät er, vorsorglich eine Liste über alle Haushaltsgegenstände und Modernisierungskosten zu führen. Das erleichtert im Fall der Fälle die Aufstellung der Beschädigungen. Rechnungen, Fotos und Zeugen können dabei zusätzlich sehr hilfreich sein.

Versicherte sollten aber keinesfalls vorschnell handeln. Die beschädigten Gegenstände dürfen erst dann entsorgt werden, wenn die Versicherung die Beweisstücke angesehen und freigegeben hat.

Nebeneingänge nicht vergessen

Die Türen von Keller und Garage bei der Haussicherung nicht unterschätzen

Das Geschäft der Langfinger läuft auf vollen Touren: Einbrüche finden mittlerweile ganzjährig statt, die Fallzahlen steigen stetig. Für die Betroffenen ist ein Wohnungseinbruch oft ein tiefer Schock. Das Eindringen in die Privatsphäre wird als besonders belastend empfunden.

Während die materiellen Schäden durch die Hausratversicherung abgedeckt sind, wirken sich die psychischen Folgen oft viel länger aus. Umso wichtiger sei es geworden, in wirksame Sicherheitstechnik zu investieren. Einbruchsichere Türen und Fenster sowie einige Tipps zum eigenen Verhalten können helfen, Einbrecher fernzuhalten.

Schwachstellen wie Türen und Fenster wirksam schützen

Einbrecher kommen oft tagsüber, wenn niemand zu Hause ist, am frühen Abend oder bei einsetzender Dunkelheit, berichtet etwa die Polizei Nordrhein-Westfalen. Türen und Fenster bilden die größten Schwachstellen in Wohnungen und Eigenheimen.

Die Polizei rät, diese vorbeugend mit solider mechanischer Sicherungstechnik zu schützen und beispielsweise im Außenbereich einbruchhemmende Türen einzusetzen. Ganz besonders gilt das auch für Nebentüren, wie den Zugängen zu Kellerräumen oder zur Garage. Diese liegen meist abseits des Sichtbereichs von Passanten und stellen deshalb besondere Anforderungen an die Sicherheit und den technischen Eigenschaften. Für diese Bereiche werden Sicherheitstüren der Widerstandsklasse RC2 (WK2) empfohlen. Das verstärkte, 40 Millimeter dicke Stahl-Türblatt sorgt für eine hohe Widerstandskraft. Zusätzliche Beruhigung schaffen die Mehrfach-Türverriegelung mit Schwenkriegeln sowie der Leichtmetall-Sicherheitsbeschlag samt aufbohrgeschütztem Profilzylinder.

Doch die sicherste Tür nützt nichts, wenn sie nicht insgesamt sicher fixiert ist. Daher gehört zu der Sicherheitstür eine Stahlzarge mit massiver Wandverankerung durch zusätzliche Stahlbolzen, um sie zuverlässig auch gegen ein Aufhebeln zu schützen.

Bei aller Robustheit und Funktionalität sollen aber auch Ästhetik und große Gestaltungsvielfalt nicht auf der Strecke bleiben. Sicherheitstüren punkten heute mit einer schlanken Anmutung und der ansprechenden Wohnraumoptik.

Viele Oberflächenvarianten, Norm- oder Sonderverglasungen sowie verschiedene Beschläge und Zubehöre lassen zudem Raum für individuelle Ausführungen.

An Nebeneingängen, etwa zum Keller, haben Einbrecher oft leichtes Spiel. Die Polizei rät, diese Zugänge mit mechanischer Sicherungstechnik zu schützen und einbruchhemmende Türen einzusetzen.

Die stetig steigenden Einbruchzahlen haben auch den Gesetzgeber alarmiert: Seit geraumer Zeit fördert er Investitionen in die Haussicherung. Kluge Rechner können etwa für den Einbau von Sicherheitstüren Zuschüsse der Kfw aus dem Programm „Förderung von Einbruchschutz“ in Anspruch nehmen.

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