Ausgehen & Genießen

Eine tolle Knolle


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Bei dieser Dibbelabbesvariante ist Kassler statt der oft verwendeten Mettwurst oder des Specks enthalten.

Bodenständig oder weltmännisch, deftig oder kalorienarm, einfach oder raffiniert – die Kartoffel hat viele Gesichter. Kein Wunder, dass die vielseitige Knolle so beliebt ist.
Dabei verschlug es die gebürtige Amerikanerin erst im 17. Jahrhundert nach Deutschland. Bis es Friedrich dem Großen gut 100 Jahre darauf gelang, seinen Zeitgenossen die Kartoffel schmackhaft zu machen, hielt man sie irrtümlich sogar für giftig. Auch heute gibt es noch Missverständnisse rund um die Kartoffel. So halten sie viele für einen Dickmacher. Doch nur fettreiche Gerichte wie Pommes sind kalorienreich. Die Kartoffel selbst enthält pro 100 Gramm nur rund 70 Kilokalorien, dafür aber jede Menge Vitamine. Richtig zubereitet, ist die Kartoffel also rundum gesund. Am besten kocht man sie ungeschält im Dampfgarer oder mit wenig Wasser in einem Topf mit Deckel. So bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten. Was Kartoffelköche außerdem wissen sollten: Die zahlreichen Sorten werden nach Kocheigenschaften eingeteilt: Die „Mehligen“ sind ideal für Suppen und Pürees. Festkochende Varianten eignen sich unter anderem für Salate und Aufläufe.
Die „vorwiegend festkochenden“ Vertreter sind für fast alle Gerichte geeignet. Keine Kartoffelsorte ist, trotz ihres Namens, die Süßkartoffel. Als Windengewächs gehört sie zu einer anderen botanischen Familie. Verwenden kann man Süßkartoffeln aber wie normale Kartoffeln. Ihre süße Note und cremige Konsistenz bieten dabei ein besonderes Geschmackserlebnis.


Döppekooche aus der Traditionsküche

Der Döppekooche oder auch Düppekooche (Hochdeutsch: Topfkuchen) ist ein rheinisches Traditionsgericht, dessen Hauptbestandteil Kartoffeln sind. Der Döppekooche war ursprünglich ein „Arme-Leute-Essen“. Er wurde traditionell bei den einfachen Leuten am St. Martinsfest aufgetischt, da sie sich keine Martinsgans leisten konnten. Döppekooche besteht aus einer Masse von geriebenen Kartoffeln, fein zerkleinerten Zwiebeln, Eiern und Gewürzen, beliebig versetzt mit Mettwurststückchen und/oder Speckstreifen. Die Verwendung von Speck (oft auch der abgetrennten Schwarte) ist nach den meisten Rezepten unerlässlich. Als Beilage wird vielerorts Apfelmus gereicht. Seltener sind auch Varianten mit Blutwurst oder Wiener Wurst als Einlage zu finden.

Kabeljau aus dem Ofen auf einer leichten Bier Senfsoße. Foto: DBB

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