Kommunion und Konfirmation

Wenn am Weißen Sonntag die Kirchenglocken läuten...

...dann stehen die Mädchen in weißen Kleidern da wie kleine Prinzessinnen; die Jungs mit Anzug, gestärktem Hemd und Fliege. Doch hier hat sich vieles gewandelt, nicht nur die Kleiderordnung: Traditionelles mischt sich mit Modernem, Rüschen und Spitze mit salopper Schlichtheit und längst nicht mehr zwickt die Fliege am Hals, denn der legere Hemdschnitt hat sie überflüssig gemacht. Sind die Normen nicht mehr ganz so eng, so ist der Hang zur Tradition doch geblieben. In der Hand die eigens gestaltete Kerze und auf den Wangen ein vor Aufregung leuchtendes Rot.


Kommunion kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Gemeinschaft

Die Gläubigen der römisch-katholischen Kirche kommen bei der Kommunion zusammen, um gemeinsam das Abendmahl zu empfangen. Nach einem vorbereitenden Kommunionsunterricht und der ersten Beichte können sie nun feierlich das Abendmahl erhalten und haben in der kirchlichen Ordnung einen großen Schritt zum erwachsenen Kirchenmitglied getan.


Der Konfirmand als erwachsenes Kirchenmitglied

Die evangelischen Jugendlichen feiern ihre Konfirmation, was soviel wie Festigung bedeutet. Dieses Ereignis findet zwischen dem 13. Und 14. Lebensjahr statt. Es ist eine Taufbekräftigung vor der Gemeinde nach christlicher Unterweisung, dem sogenannten Konfirmandenunterricht.
Der Konfirmierte erhält nun Rechte und Pflichten; so darf er zum Beispiel Taufpate werden und ist wahlberechtigt innerhalb der kirchlichen Gemeinde. Vielleicht mag das Alter bei diesen Aufnahmeriten zwischen den Konfessionen differieren, die Tradition und der festliche Ablauf gleichen sich jedoch im Wesentlichen.


Die richtige Kleidung – von festlich-elegant bis cool und bequem

Schaut man sich die Auslagen der Fachgeschäfte und die Fotos der Kataloge an, so führen die weißen Kommunionkleider noch immer die Hitliste an, auch am Schnitt und der weiten Form hat sich kaum etwas gewandelt. Die Jungs tragen zwar meist Anzug, doch der Stoff ist heute leichter und bewahrt vor Unbequemlichkeiten. Das weiße Hemd und die Krawatte sind traditionell jedoch noch stark vertreten.
Anders bei den Konfirmanden: schon voll in der Pubertät stehend, gehen sie den Kompromiss ein zwischen konservativer und moderner Kleidung. Tragbare Mode ist angesagt, die auch nach dem Fest ihren Einsatz finden kann. Favorit bei den jungen Männern ist die Kombination zwischen schwarzer Hose und sportivem Sakko oder Blazer.


Das passende Geschenk im Wandel der Zeit

Waren es vor Jahrzehnten bei den Mädchen noch die zur Aussteuer zählenden Geschenke wie Bettwäsche oder Handtücher, Geschirr jeglicher Art – und bei den Jungs das heiß ersehnte Mofa zur Konfirmation oder die Modelleisenbahn oder das Fahrrad zur Kommunion, so stehen heute neben Geld-Geschenken auch Präsente aus dem elektronischen Bereich ganz oben auf der Wunschliste: Computer, iPod, oder TV-Geräte finden sich auf dem Gabentisch.
Der Klassiker im Geschenkereigen ist jedoch eine schöne Armbanduhr. Die schenkte in früheren Zeiten traditionell immer die Patentante oder der Patenonkel. Viele Erwachsene von heute tragen sie noch immer: Diese eine und für sie persönlich wertvolle und schlichte Uhr als schöne Erinnerung an ihre Erste heilige Kommunion.

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