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Damit die Heizung optimal arbeitet

In vielen Gebäuden in Deutschland arbeiten die Heizungsanlagen nicht effizient – ein hydraulischer Abgleich kann für eine optimale Wärmeverteilung sorgen. Foto: djd/Techem Energy Services/Getty

Ein hydraulischer Abgleich ist die Basis für eine effiziente Wärmeverteilung

Heizkörper, die bei Bedarf schnell angenehm warm werden, ganz ohne störende Geräusche und unnötig hohe Heizkosten: Dies wünschen sich in der kalten Jahreszeit Eigentümer wie Mieter einer Immobilie.
Doch in vielen Gebäuden in Deutschland arbeiten die Heizungsanlagen nicht effizient. Pumpenleistung und Wasserdruck sind oft nicht so eingestellt, dass sie alle Heizkörper in einem Heizsystem mit der optimalen Menge an Warmwasser versorgen – denn Wasser fließt immer den Weg des geringsten Widerstandes. Die Konsequenz: Räume oder Wohnungen, die sich weiter entfernt von der Heizungsanlage befinden, werden nicht warm genug. Wer nur die Vorlauftemperatur oder die Pumpenleistung erhöht, steigert zwar die Wärmezufuhr in den zuvor kühleren Zimmern oder Wohnungen, aber zugleich werden Räume oder Wohnungen nahe der Heizungsanlage überversorgt. Die Heizkörper werden zu heiß, lassen sich schwer regulieren, und es entstehen lästige Strömungsgeräusche. Zudem wird unnötig Energie verbraucht, die Heizkosten steigen ebenso wie die Stromkosten für die Pumpe, es kommt zu einem vermehrten, umweltschädlichen CO-Ausstoß, und der Wohnkomfort sinkt deutlich. Besser ist es, um für eine effiziente Wärmeverteilung in der Immobilie zu sorgen, mithilfe eines sogenannten „hydraulischen Abgleichs“ alle Komponenten an den Verbrauchern (Heizkörper, Fußbodenheizung et cetera) und im Verteilsystem richtig einzustellen.
Praktisch ist es, die dazu nötige umfassende Datenaufnahme, Analyse und Anpassung des Heizsystems mit einem fachkundigen Partner durchzuführen. Die Experten stellen sicher, dass jeder Heizkörper oder jeder Heizkreis einer Flächenheizung mit genau der Menge an warmem Heizungswasser versorgt wird, die er zur Erreichung der gewünschten Raumtemperatur benötigt. Dazu werden Volumenstrom und Druckdifferenzen entsprechend reguliert, sodass das Heizsystem mit niedrigeren Systemtemperaturen betrieben und damit der Brennstoffverbrauch deutlich reduziert werden kann. Der hydraulische Abgleich zeigt auch bauliche Mängel, defekte Ventile oder Verschraubungen auf, und die Fachleute können weitere Schritte zu mehr Energieeffizienz empfehlen. Der Bund fördert die Durchführung des hydraulischen Abgleichs im Rahmen seines BAFA-Programms zur Heizungsoptimierung mit bis zu 30 Prozent der Nettoinvestitionskosten. Damit zahlt sich diese Maßnahme für die Verbraucher gleich mehrfach aus: Sie erhöhen die Wohnqualität, sparen Energiekosten, schonen die Umwelt und dürfen sich über eine Finanzspritze vom Staat freuen.

Carport oder Garage?

Ein Carport bietet Witterungsschutz fürs Auto und schafft praktische Outdoor-Nutzfläche. Foto: Weka Holzbau/BHW Bausparkasse

Rund 45 Millionen meist private Pkws fahren in Deutschland. Ihre Besitzer wünschen sich einen geschützten Stellplatz für ihr Auto. Der Bau von Garage oder Carport steigert auch den Wert einer Immobilie. Doch preisgünstig ist ein Bau zum Schutz des Autos nur, wenn er lange hält und den Witterungseinflüssen zuverlässig trotzt.
Sowohl Carports als auch Garagen bieten ausreichend Schutz vor Sonne und Niederschlag. Aber die Garage punktet durch mehr Funktion und einen Rundum-Schutz, der auch harten Frost abhält. Für Versicherungen fällt zudem die höhere Sicherheit gegen Vandalismus und Diebstahl ins Gewicht. Der „Garagenrabatt“, der auch für Carports gilt, kann sich auf bis zu fünf Prozent belaufen. In die Gesamtrechnung fließen neben den Baukosten aber auch Öko-Aspekte ein. Fakt ist, dass Carports mehr Fläche für Outdoor-Vergnügen bieten und auch bezüglich der Bodenversiegelung Vorteile besitzen. Mit Dachbegrünung oder einem Solardach können Hausbesitzer ihre Garage oder den Carport deutlich aufwerten und auch staatliche Förderung kassieren. Je nach Bundesland muss vor dem Bau eine Genehmigung eingeholt werden.


Carport oder Garage?

Bauweise und technische Ausstattung von Carport und Garage wirken sich auf den Preis aus. Doch im Preisvergleich spielen Faktoren wie Nachhaltigkeit, Energie- und Ökobilanz eine gewichtige Rolle. Auch in Fragen der Förderung. Je nach Ausführung differieren die Anschaffungskosten für einen Carport oder eine Garage. Am Fundament sollte jedoch in gar keinem Fall gespart werden.
Die Materialien der Baukonstruktion von Carport und Garage sind ausschlaggebend für den Preis. Ein Carport aus Aluminium ist zwar in der Regel teurer als eine günstige Konstruktion aus Holz, jedoch kann der Preis bei hochwertigen Hölzern auch den eines Aluminium-Carports übersteigen. Ein weiterer Preisfaktor ist die Konstruktionsform. Innovatives Design schlägt sich oft im Preis nieder.


Wahre Multitalente

Sowohl Carports als auch Garagen können neben der reinen Schutzfunktion durch zusätzliche Nutzung punkten. Eine Begrünung des Dachs oder der Seitenelemente verbessert die Ökobilanz des Grundstücks. Der Stellplatz lässt sich alternativ auch als Stromlieferant nutzen, indem man das Dach als Träger für eine Photovoltaikanlage verwendet. Wird der daraus gewonnene Strom ins Stromnetz eingespeist, können attraktive Vergünstigungen entstehen. So können Halter von Elektroautos beispielsweise hier ihre Tankstelle installieren.
Eine Garage bietet zusätzlich die Möglichkeit einer Unterkellerung oder der Einrichtung eines Regenwasserspeichers. Allerdings gilt es mit geeigneten Maßnahmen zu verhindern, dass eine mangelnde Lüftung Rost- und Schimmelbildung nach sich zieht.

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Vorsicht, Schimmel: Schädliche Sporen rechtzeitig erkennen und schnell handeln

Schimmel ist eine versteckte Gefahr für die Gesundheit. Die schädlichen Sporen greifen die Atemwege an und können Allergien und Infektionskrankheiten auslösen. In der kalten Jahreszeit ist die Wohnung besonders anfällig für Schimmel. Draußen ist es feucht, Türen und Fenster bleiben zu und nicht in allen Räumen wird gleichmäßig geheizt. Deswegen gilt gerade jetzt: Räume nicht auskühlen lassen, starke Temperaturschwankungen vermeiden und richtig lüften. Die Fenster nicht dauerhaft gekippt halten, sondern mehrmals täglich zehn Minuten stoßlüften. Außerdem sollte man kritische Stellen regelmäßig auf Schimmel prüfen. Anfällig sind Fugen und Fensterrahmen in Bad und Küche, Heizkörpernischen, Fensterlaibungen und schlecht isolierte Außenwandflächen, die durch Möbel, Vorhänge oder Bilder verdeckt sind und nicht hinterlüftet werden.

Schimmelbefall durch einen Test erkennen

Ein sicheres Indiz sind schwarze Punkte und Verfärbungen. Besonders tückisch: Im Anfangsstadium sind die Pilz- und Zellfäden noch farblos und mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Wer auf Nummer sicher gehen will – vor allem im Schlaf- oder Kinderzimmer – kann im Baumarkt für weniger als 20 Euro einen Schimmelpilz-Test kaufen. Die kleine Testbox wird 30 Minuten lang im Raum ausgelegt. Nach fünf Tagen vergleicht man die Zahl der gewachsenen Mikroorganismen mit der beigefügten Richtwerttabelle und hat Gewissheit. Bei Schimmelbefall heißt es in jedem Fall sofort handeln. Mit Produkten wie einem Schimmel-Vernichter lässt sich Schimmel auf Fliesen, Fugen oder Wänden nachhaltig entfernen. Das chlorhaltige Produkt vernichtet nicht nur die Schimmelsporen, sondern wirkt zusätzlich bleichend. Für Küche, Schlaf- oder Kinderzimmer gibt es einen chlorfreien und geruchsneutralen Schimmel-Entferner. Er vernichtet ebenfalls die Schimmelsporen, die angelösten Rückstände bleiben aber sichtbar und werden hinterher mit Bürste oder Schwamm weggewischt.

Ursachen finden und beseitigen

Sobald die Schimmelsporen abgetötet sind, gilt es die Ursache zu finden und zu beseitigen. Also beispielsweise Möbel und Einrichtungsgegenstände anders aufstellen, konsequent lüften und für das richtige Innenraumklima sorgen. Zudem gibt es pilzhemmende Produkte, die zur Vorbeugung als Schimmelschutz auf kritische Stellen aufgesprüht oder bei der nächsten Renovierung in Wandfarben eingerührt werden können. Nützliche Tipps zum Thema Schimmel – zur Erkennung, Vorbeugung und Entfernung – finden Verbraucher auf der Seite www.mellerud.de, bei konkreten Fragen stehen Schimmelexperten unter der Hotline 02163-95090-999 zur Verfügung.

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