Feuer und Wärme

Frischer Wind, frisches Design: Raus mit dem alten Ofen!

Kachelöfen, Heizkamine oder Kaminöfen auf dem neuesten Stand der Technik können dazu beitragen, dass sich Verbraucher aus der Abhängigkeit großer Energieversorger lösen und die „Energiewende“ in den eigenen vier Wänden aktiv umsetzen können. Moderne Holzfeuerstätten gibt es in vielen Bauarten und Design-Varianten. Befeuert werden kann je nach System mit Scheitholz, Holzbriketts oder Pellets. Foto: djd/Oskar-Designmanufaktur-Sebastian Andre Kruthoffer

Vom Gesetz her müssen bis Ende 2020 alle alten Feuerstätten mit einer Zulassung vor dem 1. Januar 1995 stillgelegt, nachgerüstet oder ausgetauscht werden, wenn sie den verschärften Anforderungen der 2. Stufe der 1. BImSchV (Bundes-Immissionsschutzverordnung) nicht entsprechen. Je früher man handelt, desto besser für die Umwelt: Denn neue Holzfeuerungen – hierzu zählen Kaminöfen, Heizkamine und Kachelöfen – verursachen bis zu 85 Prozent weniger Emissionen als viele Geräte aus dem letzten Jahrhundert. Bei der Einordnung der eigenen Holzfeuerung kann die „Feuerstättenampel“ als hilfreiches Instrument herangezogen werden, das beispielsweise auf www.ratgeber-ofen.de unter „Downloads“ zu finden ist. Anhand des Typenschildes am Ofen und den Ampelfarben wird das technische Alter bestimmt. Rot steht für „Das Gerät ist bereits überfällig“. Abgestufte Orangetöne zeigen die Fristen an und weisen den Besitzer darauf hin, bis wann er die Vorgaben der Verordnung zu erfüllen hat. Und wessen Ampel auf Grün steht, der kann sein Gerät auch in Zukunft mit gutem Gewissen befeuern.


Frisches Design peppt die Wohnung auf

Beim Kachelofen wird der Austausch des Heizeinsatzes vom Ofenbauer durchgeführt und dauert in der Regel nur wenige Stunden. Eine Gelegenheit, dem Ofen auf Wunsch auch gleich eine neue Verkleidung zu gönnen. Wer einen Kaminofen besitzt, kann mit dem Neugerät ebenfalls auch optisch für frischen Wind in der Wohnstube sorgen. Denn alte Feuerungen sind nicht nur technisch von gestern, sie entsprechen auch oft nicht mehr dem Anspruch an zeitgemäßes Design – denn hier ist ein Vierteljahrhundert eine verdammt lange Zeit. Ob klassisch, rustikal oder modern, ob mit Stahlblech, Naturstein oder Keramik verkleidet – im Fachhandel findet sich für jeden Geschmack das passende Modell. Schließlich sind Kaminöfen heutzutage nicht mehr nur reine Heizgeräte, sie sind Ausdruck von Gemütlichkeit und individuellem Lebensstil.

Per Kaminofen trotz wohliger Wärme sparen

Eine moderne Holzfeuerstätte ermöglicht viele Kombinationsmöglichkeiten, um verschiedene Energiesysteme zur individuellen Wärmeversorgung zu vernetzen. Foto: djd/kachelofenwelt.de/Leda

Gemütlicher Energiespar-Tipp: Damit die Nebenkosten nicht zur Hauptsache werden

Heizkosten sind eine teure Angelegenheit, die die Haushaltskasse gerade in der kalten Jahreszeit belastet. So hat Ende 2017 das Statistische Bundesamt berechnet, dass die Energiekosten gegenüber dem Vorjahr um satte 3,7 Prozent gestiegen sind. Viele Verbraucher denken daher darüber nach, wie sie ihren Energieverbrauch senken können. Dabei wird angenommen, dass sich beim Licht besonders viel Energie sparen ließe. Doch der Anteil der Beleuchtung am gesamten Energieverbrauch eines typischen deutschen Haushaltes beträgt nur rund zwei Prozent. Heizung und warmes Wasser hingegen schlagen mit bis zu 90 Prozent zu Buche.


Superöfen sparen doppelt

Ein besonderer Tipp: Das Energiesparen kann mit Hilfe einer holzbefeuerten Wohnraumfeuerstätte unterstützt werden. Während das Kaminfeuer wohlige Wärme spendet und zudem durch die Strahlungswärme für ein angenehmes Raumklima sorgt, kann an kühlen Abenden die Heizung einfach ein paar Grad niedriger eingestellt oder sogar ausschaltet werden. Heizen mit Holz senkt nicht nur die Energiekosten, als nachwachsender Brennstoff hat es zudem eine gute Ökobilanz. Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, der investiert in ein wasserführendes Gerät, das in die Warmwasser-Versorgung eingebunden wird. Sobald das Feuer kraftvoll lodert, wird ein Großteil der erzeugten Wärme dem Heizungskreislauf zugeführt, während der Ofen zugleich den Aufstellraum erwärmt.


Holz vor der „Hütte“ kaufen

Umweltfreundlich ist zudem Brennholz grundsätzlich aus der Region zu erwerben, denn in Deutschland wird eine nachhaltige Forstwirtschaft betrieben. Hierbei wird dem Wald nur so viel Holz entnommen, wie auch nachwächst. Zudem werden sowohl kurze Transportwege gewährleistet als auch Arbeitsplätze vor Ort gesichert.

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