Ausgehen & Geniessen

Wein aus dem Alpenland

In Österreich sind 22 weiße und 14 rote Rebsorten für die Produktion von Qualitätswein oder Qualitätswein besonderer Reife und Leseart (Prädikatswein) sowie von Landwein zugelassen. Der Rotweinanteil hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten verdoppelt und macht derzeit ein Drittel der österreichischen Gesamtrebfläche von knapp 46 500 Hektar aus.

Österreich hat hervorragende Lagen für international bekannte Sorten wie Pinot Blanc, Chardonnay, Muskateller, Traminer, Pinot Noir, Riesling, Merlot, Cabernet Sauvignon und Syrah. Noch wichtiger ist das Portfolio bodenständiger Rebsorten mit dem Grünen Veltliner an der Spitze, der allein fast ein Drittel der Rebfläche ausmacht. Neuburger, Rotgipfler, Zierfandler, Roter Veltliner sowie Zweigelt, Blaufränkisch, St. Laurent und Blauer Wildbacher werden heute wieder besonders geschätzt. In der Genetik vieler Sorten tauchen immer wieder Traminer und Heunisch als Eltern auf. Der Traminer, eine der ältesten europäischen Sorten, wurde vermutlich schon in der Antike aus Wildreben selektioniert. Heunisch ist die Bezeichnung einer Sortenfamilie, die möglicherweise durch die Magyaren aus Ungarn nach Österreich gebracht wurde. Mindestens 75 heute bekannte Sorten haben Heunisch im Stammbaum, zum Beispiel Chardonnay oder Riesling. In Österreich haben Rebkunde und Rebzüchtung eine lange Tradition. Sie wird getragen vom Lehr- und Forschungszentrum der Höheren Bundeslehranstalt für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg, die im Oktober ihr 158-jähriges Bestehen zählt. Sie ist damit die älteste Weinbauschule der Welt.

Gutes vom Lamm

Über den Geschmack von Lammfleisch lässt sich streiten, doch die Konsistenz kann unglaublich zart sein. Wie alle anderen tierischen Lebensmittel liefert auch Lammfleisch hochwertiges Eiweiß.

Dabei ist es eine exzellente Quelle für alle B-Vitamine, vor allem Vitamin B12, das in pflanzlichen Lebensmitteln nicht vorhanden ist. Der häufig knappe Mineralstoff Eisen kommt im Lammfleisch reichlich und in seiner günstigsten Form vor: Aus Fleisch, also auch Lammfleisch, nimmt der Körper ihn etwa fünfmal besser auf als aus pflanzlichen Lebensmitteln. Lammfett besteht allerdings hauptsächlich aus gesättigten Fettsäuren, die doppelt so viel zur Erhöhung des Cholesterinspiegels beitragen wie ungesättigte Fettsäuren. Wer Probleme mit dem Fettstoffwechsel hat, sollte beim Lammfleisch magere Stücke wählen, oder noch besser das Lammfleisch bei niedriger Temperatur langsam schmoren oder kochen, damit möglichst viel Fett herausschmilzt.

Keule und Rücken gehören zu den beliebtesten Teilen des Lammes. Aber auch die anderen Teilstücke wie Brust und Schulter eignen sich zum Beispiel für hervorragendes Gulasch und Ragout. Und dann gibt es da ja noch die leckere Haxe …

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland auf den hinteren Plätzen in Sachen Lammfleischverzehr. Mit der mediterranen Küche, die auch bei uns immer mehr Anhänger findet, erobern Lammgerichte auch die traditionelle Küche im Land. Genießer wissen, dass beim Metzger erworbenes Lammfleisch von Tieren stammt, die maximal zwölf Monate alt sind. Ihr Fleisch zeichnet sich durch einen aromatisch-würzigen Geschmack aus, der vielen Gerichten die besondere Note gibt.

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