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Klimafreundliche Platzsparer: Flächenheizungen

Für ein gutes Klima sorgen moderne Flächenheizungen gleich mehrfach: durch milde Strahlungswärme und durch den niedrigeren Verbrauch. Mit den großflächigen Wärmequellen lassen sich bis zu zwölf Prozent Energie einsparen. Moderne Systeme arbeiten mit Wasser als Energieträger, das sie durch Heizrohre aus Kunststoff, Metallverbund oder Kupfer leiten. Wegen ihrer niedrigen Vorlauftemperatur von 35 Grad ist diese Heiztechnik bestens geeignet für die Kombination mit regenerativen Energien wie Wärmepumpen und Solarkollektoren.

Solarthermie, Wärmepumpe, Pelletheizung oder Photovoltaik entlasten als nachhaltige Energiequellen nicht nur die Umwelt. Unter bestimmten Voraussetzungen schonen sie auch das Portemonnaie, denn die Anschaffung regenerativer Wärmequellen wird vom Staat über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) jährlich mit bis zu 500 Millionen Euro gefördert.

Solarthermie: Direkte Umwandlung der Sonnenenergie in nutzbare thermische Energie zur Heizungsunterstützung oder zur Warmwasseraufbereitung. Bis zu 60 Prozent der für die Trinkwassererwärmung benötigten Energie lassen sich darüber einsparen. Ersetzt man gleichzeitig den alten Kessel durch ein neues Brennwertgerät, erhöht sich die Effizienz der Heizungsanlage weiter.

Wärmepumpe: Maschine, die Umweltwärme über einen Wärmetauscher auf ein Kältemittel überträgt. Das verdampft, wird verdichtet und erwärmt sich. Die Wärme wird dann über einen weiteren Wärmetauscher auf das Heizungswasser übertragen. Wärmepumpen verwenden dafür Wärme aus Erdreich, Grundwasser oder Luft. Ihre Effizienz ist umso größer, je geringer die Temperaturdifferenz zwischen Wärmequelle und benötigter Heizungstemperatur ist. Die Anschaffung einer Wärmepumpe sollte daher mit einer Wärmedämmung des Gebäudes einhergehen.

Holzpellet-Heizung: Heizung, in deren Heizkessel kleine Presslinge aus Holzspänen und Sägemehl, sogenannte Pellets, verfeuert werden und die somit CO2-neutral arbeitet. Das benötigte Brennmaterial wird in einem Tank gelagert und über eine Förderschnecke dem Brenner zugeführt. Da die notwendige Technik vergleichsweise aufwendig und teuer ist, eignen sich Pellet-Heizungen vor allem für Gebäude mit hohem Energieverbrauch, die schlecht gedämmt werden können.

Photovoltaik: Direkte Umwandlung von Lichtenergie, meist aus Sonnenlicht, über den sogenannten photoelektrischen Effekt in elektrische Energie.

Dank immer leistungsstärkerer Solarzellen mit steigenden Wirkungsgraden lohnt die Nutzung der Solarenergie auch in Deutschland.

Für die Einspeisung ins öffentliche Stromnetz erhält der Betreiber die Photovoltaik Einspeisevergütung. Zunehmend wird es technisch möglich, den Solarstrom zu speichern, um möglichst viel davon selbst zu verbrauchen. Dadurch ist – abhängig vom Speichervolumen – ein Eigenverbrauchsanteil von bis zu 100 Prozent machbar.

Parkett für jeden Einsatzzweck

Je stärker die Beanspruchung, desto härter sollte das Holz sein

Das Angebot an Parkettböden im Handel ist schier grenzenlos, so dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Dazu eignet sich ein hochwertiger Holzboden ideal, um seinem individuellen Geschmack in den eigenen vier Wänden Ausdruck zu verleihen.

Bei der Wahl des persönlichen Traumbodens ist laut des Verbandes der Deutschen Parkettindustrie (vdp) jedoch ebenso wichtig, dass die Holzart zum jeweiligen Einsatzzweck passt. Während harte Hölzer in stark beanspruchten Räumen wie Fluren, dem Eingangsbereich oder der Küche erste Wahl sein sollten, können im Schlaf- oder Wohnzimmer auch weichere Hölzer verwendet werden.

Wie widerstandsfähig ein Parkettboden ist, sagt die Maßeinheit „Brinell“ aus. Sie wird nach einem Messverfahren des schwedischen Ingenieurs Johan August Brinell (1849 bis 1929) ermittelt. Dabei wird eine Stahlkugel mit einem Durchmesser von 10 Millimetern mit einer bestimmten Kraft und für eine festgelegte Dauer auf die Holzoberfläche gepresst. Die so entstehende Kerbe im Holz wird mit einer Lupe ausgemessen und nach einer mathematischen Formel berechnet. Je kleiner die Kerbe, desto größer der berechnete Brinell-Wert und umso härter das Holz. Sehr harte Hölzer erreichen Brinell-Werte von 40 und mehr.

Wie belastbar ein Holz ist, hängt unter anderem von seiner Dichte ab. Je größer die Rohdichte, desto härter ist die Holzart. Dabei spielt der Wachstumsprozess des Naturmaterials die entscheidende Rolle: Parallel zum Verlauf der Fasern ist das Holz doppelt so hart wie rechtwinklig zur Faser.

Bei Parkettholz wird grundsätzlich die Härte senkrecht zur Holzfaser gemessen und der Naturwerkstoff entsprechend zugeschnitten und zu Bodenbelägen verarbeitet.

Besonders hart und damit gut geeignet für oft genutzte Räume sind Parkettböden aus Eiche, Ahorn oder Buche. Sie besitzen eine große Rohdichte und bieten den meisten Widerstand gegen starke Beanspruchung. Ihnen können häufiges Möbelrücken und spielende Kinder wenig anhaben. Bei Parkettböden aus Kirschbaum, Fichte und Kiefer fällt der Brinell-Wert geringer aus. Trotzdem eignet sich auch dieses Holz gut für Parkett in weniger frequentierten Zimmern.

Qualitätsmöbel im Wohnzimmer punkten

Nur „schön“ war gestern: Wer sein Wohnzimmer heute einrichten möchte, achtet auf Nachhaltigkeit und Flexibilität. Bei Polstermöbeln ist außerdem Bequemlichkeit gefragt. Längst gibt beim Möbelkauf nicht mehr ein Merkmal allein den Ausschlag. Gefragtes Möbeldesign zeichnet sich durch optische Vorzüge und praktische Funktionen aus, sowie durch Stabilität und Langlebigkeit. Auch Sicherheit, Gesundheits- und Umweltverträglichkeit spielen heute eine wichtige Rolle. Aber wie findet man Wohnzimmermöbel, die all das in sich vereinen? Klar, wer sich vor dem Kauf Zeit nimmt, kann ein Möbelstück schon recht genau unter die Lupe nehmen: Stimmt der erste Eindruck? Gefallen auch die Details? Ist alles gut verarbeitet? Passt das Möbelstück an den vorgesehenen Stellplatz sowie zur übrigen Wohnungseinrichtung?

Im Wohnzimmer, das heute meist unmittelbar in Esszimmer und Küche übergeht, liegen seit einiger Zeit modulare Schranklösungen im Trend. Sie haben die großflächige Schrankwand abgelöst und punkten stattdessen mit optischer Leichtigkeit und flexibler Funktionalität. Einzelelemente wie Sideboards, Vitrinen, Regalböden und TV-Bänke sind frei wählbar, sodass eine Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten entsteht. Dazu passend findet sich in fast allen neu eingerichteten Wohnzimmern ein geräumiges Polstermöbel zum Sitzen, Liegen und Lümmeln – gerne in L-Form mit großer Sitztiefe und angegliederter, breiter Liegefläche.

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