BAUEN·WOHNEN·LEBEN

Smartes Warmwasser

Während die Digitalisierung nahezu alle Lebensbereiche erobert hat, ist sie in manchen Heizungskellern noch nicht angekommen.

Alte ungeregelte Pumpen für die Warmwasserzirkulation im Haus etwa funktionieren noch nach Prinzipien aus der Frühzeit der Industrialisierung: Einmal eingebaut, laufen sie rund um die Uhr, 7 Tage die Woche und 365 Tage im Jahr. Die Folge sind hohe Stromkosten, deren Ursache viele Hausbesitzer gar nicht kennen. Dabei sind auch moderne Trinkwasser-Zirkulationspumpen längst smart geworden. Energiesparende Einstellungen über WLAN Pumpen der neuesten Generation mit sogenannter AutoLearn-Technologie verbrauchen nur noch rund ein Zehntel des Stroms im Vergleich zu alten, ungeregelten „Dauerläufern“.

Hinzu kommen ebenso hohe Reduzierungen der Wärmeverluste in den Leitungen, wenn warmes Wasser nicht rund um die Uhr bereitgestellt wird, sondern nur dann, wenn es tatsächlich gebraucht wird. Zusätzlich können beispielsweise Pumpen per App gesteuert und überwacht werden. Über WLAN lassen sich energiesparende Drehzahlen einstellen, Komforteinstellungen ändern, Urlaubsschaltungen aktivieren oder Pumpenläufe per Timer einstellen.

Mit Informationen über den aktuellen und den durchschnittlichen Energieverbrauch ist man zudem immer auf dem Laufenden über die zu erwartenden Energiekosten. Und zusätzlich sind über die App weitere Produktinformationen, Austauschtabellen, Störungsabhilfen und vieles mehr jederzeit abrufbar.

Nicht sofort abziehbar

Steuerzahler sind meistens daran interessiert, eine investierte Summe möglichst auf einen Schlag absetzen zu können und das nicht über einen längeren Zeitraum tun zu müssen.

Doch manchmal geht das nach Auskunft des Infodienstes Recht und Steuern der LBS nicht – zum Beispiel dann, wenn in einer vermieteten Wohnung eine Einbauküche komplett erneuert wird. (Bundesfinanzhof, IX R 14/15)

Der Fall: Der Eigentümer einer Immobilie hatte sich entschieden, die Küche in seiner Mietwohnung komplett zu sanieren. Er ließ alle Einbauten erneuern, erwarb auch neue Spüle, Herd und andere Elektrogeräte. Die Gesamtausgaben dafür wollte er als Werbungskosten von Einkünften aus Vermietung und Verpachtung sofort und umfassend geltend machen. Das zuständige Finanzamt verweigerte dies und akzeptierte nur eine Abschreibung über einen Zeitraum von zehn Jahren im Zuge der AfA (Absetzung für Abnutzungen).

Das Urteil: Es handle sich hier nicht um einen Erhaltungsaufwand für einen wesentlichen Gebäudebestandteil, der eine sofortige Absetzung als Werbungskosten möglich gemacht hätte, entschied der Bundesfinanzhof. Die einzelnen Elemente einer Einbauküche seien ein eigenständiges und einheitliches Wirtschaftsgut mit einer Nutzungsdauer von zehn Jahren.

Lümmeln erlaubt

Beim Kauf von Möbeln zum Sitzen geht es nicht ohne die altbewährte Sitzprobe. Die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel (DGM) empfiehlt, sich vor der Entscheidung für ein neues Polster- oder Sitzmöbel ruhig bis zu einer halben Stunde lang darauf niederzulassen und verschiedene Sitzpositionen auszuprobieren.

Jeder Mensch hat einen anderen Körperbau und ein anderes Körperempfinden. Nur eine individuelle Sitzprobe durch idealerweise alle Familienmitglieder liefert eine zuverlässige Entscheidungshilfe für ein dauerhaft bequemes Möbelstück.

Die Sitzprobe sollte Antworten liefern

Das Design und die Maße der etwaigen neuen Couch, des Sessels oder Bürostuhls sagen zu. Wer dann beim Probesitzen die Augen schließt und gleich für einige Minuten entspannen kann, ist einem geeigneten Möbelstück auf der Spur.

Neben dem übergeordneten Entspannungsfaktor sind aber auch einzelne Komfortkriterien zu beachten. Die entscheidenden Fragestellungen lauten: Werden Becken und Rücken gut abgestützt? Lässt die Sitzhöhe ein bequemes Abstellen der Füße zu? Verhindert die Sitztiefe, dass die Kniekehlen zu stark an die Vorderkante des Möbelstücks gepresst werden?

Passt die Sitzhärte beziehungsweise trifft die Festigkeit der Polsterung den individuellen Geschmack? Ist die Neigung der Rückenlehne angenehm?

Lässt sich der Kopf anlehnen beziehungsweise ablegen, ohne den Hals zu überstrecken? Ermöglichen die Armlehnen eine komfortable Arm- und Schulterhaltung?

Related