BAUEN·WOHNEN·LEBEN

Baufinanzierung mit Weitblick

Die Zinsen sind günstig. Das ist für viele ein Signal, den Immobilienwunsch zu konkretisieren. Um wirklich grünes Licht für den Schritt ins eigene Heim zu haben, ist einiges zu prüfen.

Eine Entscheidung muss ausgereift und deshalb gut vorbereitet sein: Gesamtschau über finanzielle Situation und Eigenkapital, Überblick über alle Finanzierungs- und Nebenkosten und sich die persönliche Lebenssituation und -planung bewusst machen. Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellen erfordert Umsicht und Ehrlichkeit. Am besten führt man einige Monate Buch, um auch unregelmäßige Posten zu erfassen. Finanzieller Spielraum muss bleiben. Auch wenn für viele, die ihre Immobilie selbst nutzen, die monatliche Belastung bei getilgtem Darlehen später entfällt, während sie bei Mietzahlungen durch Mieterhöhungen eher ansteigt, darf in den ersten Jahren auf keinen Fall schöngerechnet werden.

Der Eigenkapitalanteil sollte mindestens ein Viertel der Gesamtkosten des Kaufobjektes ausmachen: Ersparnisse und Vermögenswerte, wie zum Beispiel ein bereits gekauftes Grundstück. Die Gesamtkosten beinhalten neben dem Kaufpreis auch Kosten für Notar, Grunderwerbsteuer und Makler. Eine gute Möglichkeit, um auf einen soliden Finanzsockel beim Immobilienkauf hinzuarbeiten, ist ein Bausparvertrag. Der Sparer kann mit einem festen Zinssatz und konkretem Darlehen kalkulieren. Mit der Bausparoption lassen sich auch Umbau und Modernisierung planen.

Wer regelmäßig spart, hält sich viele Möglichkeiten offen und es hilft, die finanzielle Situation richtig einzuschätzen. Wenn der finanzielle Spielraum aber noch zu eng ist, so sollten der Zeitpunkt für die Umsetzung oder auch die Größe des Immobilienvorhabens nochmal auf den Prüfstand.

Kann ich mir die Immobilie auch morgen noch leisten?

Wenn der Wunsch nach Haus oder Wohnung erfüllbar ist, muss die Eigenheimentscheidung langfristig durchdacht werden. Kann ich mir die Immobilie auch morgen noch leisten? Was ist zu beachten, wie weit kann ich vorausschauen?

Bewirtschaftungskosten für das Eigenheim fallen laufend an, die späteren Instandhaltungskosten müssen aber auch schon im Finanzplan kalkuliert werden. Bei Altbauten fallen diese in der Regel zu Beginn an, bei einem Neubau steigt der Aufwand mit zunehmendem Alter der Immobilie. Ein Puffer für Unvorhergesehenes darf auch bei dieser Betrachtung nicht fehlen.

Falls Veränderungen am Eigenheim durch Umbau oder Anbau für Kinder, betagte Eltern oder das eigene Alter, schon vorhersehbar sind, können die entsprechenden Arbeiten konkret rechnerisch berücksichtigt werden. Zu häufigen baulichen Maßnahmen zählen auch Vorhaben, die den Energieverbrauch reduzieren, beispielsweise neue Fenster oder eine effizientere Heizungsanlage. Energetischer Zustand und Lage sind wesentliche Kriterien für den Marktwert.

Finanzplan, Anschlussfinanzierung, Polster und Absicherung

Vorteilhafte Zinsen sind auch ein Signal, sich rechtzeitig mit der Anschlussfinanzierung zu beschäftigen und sich um ein günstiges Niveau für einen langen Zeitraum zu kümmern. Je nach Angebot ist es möglich, sich Zinsen für die gesamte Darlehenslaufzeit zu sichern.

Die neue Offenheit beim Wohnen

Wenn in heutigen Einrichtungskonzepten die Wohnbereiche offen gestaltet sind, dann liegt dies eher an geänderten Kommunikationsbedürfnissen – und dem Anspruch, dass die Einrichtung optisch ansprechend und zugleich komfortabel ist.

Vielfältig wie nie

Bei offenen Grundrissen schafft die einheitliche, „raumübergreifende“ Gestaltung des Bodens eine großzügige, hochwertige Raumatmosphäre. Als Belagsmaterial erfüllen Fliesen dabei alle funktionalen Ansprüche an einen Boden, der pflegeleicht und robust sein soll.

Zugleich fungiert Keramik dabei als idealer Wärmeleiter auf der Fußbodenheizung. Gestalterisch lassen sich mit modernen Bodenfliesen so gut wie alle Einrichtungsstile umsetzen. Mit diversen Farben, haptischen Oberflächenstrukturen und unterschiedlichsten Formaten ist das Fliesendesign deutscher Markenhersteller so vielfältig wie nie zuvor.

Im Trend liegen Materialinterpretationen wie die Naturstein- oder Holzoptik, die in authentischer Anmutung die ansprechende Optik des Naturmaterials mit dem Nutzungskomfort keramischer Beläge verbinden.

Nicht nur die Grenzen zwischen Küche, Wohn- und Essbereich lassen sich ästhetisch anspruchsvoll und schwellenlos aufheben. Auch Terrasse, Wintergarten und Wohnzimmer können zu einer Einheit verschmelzen.

Dazu passen zum Beispiel bodentiefe Verglasungen, deren Elemente sich zur Seite verschieben lassen und dadurch die Trennung zwischen innen und außen im Sommer komplett überwinden. So entsteht ein großzügiges Raumgefühl – das zugleich ideal ist für das barrierefreie Wohnen.

Große Fliesen, kleine Fugen

Immer größere Formate einerseits, immer kleinere Fugen andererseits: Die derzeit beliebte Verlegung mit schmalen Fugen stellt hohe Anforderungen an die Maßhaltigkeit der Fliese sowie das verlegerische Können des Fliesenlegers. Deutsche Markenhersteller liefern ihre Bodenfliesen daher heutzutage mit begradigten, sogenannten rektifizierten Kanten. Das bedeutet, dass die Fliesenkanten bereits im Werk exakt nachgeschliffen werden – und sich deshalb mit einem perfekten, gleichmäßigen Fugenbild verlegen lassen.

Wohlige Wärme aus Wand oder Decke

Behaglichkeit zu geringen Kosten: Die Kombination dieser beiden Argumente macht Flächenheizungen aus Lehm an Wand und Decke immer beliebter. Viele Bauherren und Modernisierer dürften dabei zuerst an eine Fußbodenheizung denken.

Doch besonders effektiv und wohngesund ist es, die Wärme von oben oder seitlich in den Raum zu führen, in Form einer Lehm-Wand- oder -Deckenheizung. Gerade im Modernisierungsbereich, wenn der Boden nur wenig Spielraum für den Aufbau einer Flächenheizung bietet, ist die auf Niedertemperatur betriebene Heizmethode eine interessante Alternative.

Gesunde und sparsame Wärme aus der Wand oder Decke

Fußbodenheizungen übertragen ihre Wärmeenergie zu etwa 50 Prozent durch Konvektion, das heißt mit Hilfe der Raumluft.

Die Luft wird erwärmt und steigt nach oben. Im Raum entstehen Verwirbelungen von Hausstaub oder Milben. Wand- oder Deckenheizungen auf Lehmbasis übertragen ihre Wärme nahezu vollständig in Form von Wärmewellen, ähnlich wie Sonne oder Kachelofen, wohngesund und staubfrei in jeden Winkel des Raumes. Da die Wärmewellen den Fußboden am intensivsten treffen, wird dieser sehr schnell und angenehm temperiert. Kalte Füße gehören damit der Vergangenheit an, und dank der gleichmäßigen Wärmeverteilung steigt das persönliche Behaglichkeitsempfinden.

Da Flächenheizungen sehr reaktionsschnell sind, sparen die Bewohner dauerhaft bares Geld. Bestimmte Heizsysteme etwa verbinden die Vorteile einer Niedertemperaturheizung mit den positiven Eigenschaften des Baustoffs Lehm. Der Lehm hält den Feuchtigkeitsgehalt der Raumluft konstant, bindet Schadstoffe und Gerüche aus der Luft, schützt vor Schimmel und hält im Sommer angenehm kühl.

Energiesparen mit dem Naturwerkstoff Lehm

Die positive energetische Bilanz setzt sich aus zwei Faktoren zusammen: Der hohe Anteil an Strahlungswärme bei niedrigen Vorlauftemperaturen senkt den Heizenergiebedarf um zirka 20 Prozent.

Weitere 5 Prozent lassen sich dank des Werkstoffs Lehm einsparen, der tagsüber anfallende solare oder interne Wärme speichert und abends wieder abgibt – somit kann die Heizperiode in den Übergangszeiten um bis zu sechs Wochen verkürzt werden. Für die Heizung auf Niedertemperaturbasis setzt der niedersächsische Hersteller auf ein patentiertes modulares Plattensystem auf Lehm-Trockenbaubasis. Die im Flächenpressverfahren hergestellten Lehmplatten lassen sich einfach und mit überschaubarem Aufwand montieren.

Auf Grund des Herstellungsverfahrens sind die Anschaffungskosten vergleichsweise gering und liegen zum Teil bei nur 60 Prozent von vergleichbaren Systemen.

Wohlfühlen im Zuhause fängt mit einem behaglichen Raumklima an. Eine Flächenheizung auf Lehmbasis, etwa in der Wand oder Decke installiert, sorgt für eine angenehme Strahlungswärme und ist besonders für die Modernisierung geeignet.

Lehm – ein Baustoff mit viel Geschichte

Lehm dürfte zu den ältesten Baumaterialien des Menschen gehören. Schon vor tausenden Jahren diente der natürliche Werkstoff zum Hausbau. Während des Baubooms nach dem Zweiten Weltkrieg drängten sich zwar Beton und Gips in den Vordergrund. Doch seit einigen Jahren wird Lehm wiederentdeckt. Seine positiven Eigenschaften wie die natürliche Feuchteregulierung, die Schadstoff- und Geruchsbindung und die Wiederverwendbarkeit machen Lehm zu einem Alleskönner, zum Beispiel im Bereich Heizsysteme, Mörtel und Putze. Energiesparend und ressourcenschonend ist das Öko-Baumaterial obendrein, wie Niedertemperatur-Lehm-Wand- und Deckenheizungen beweisen.

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