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Frühjahrscheck sorgt für Sicherheit und Werterhalt

Damit Autos, denen in den vergangenen Wochen und auch jetzt an diesen kalten Tagen noch „Väterchen Frost“ zugesetzt hat, gut in die Saison starten, brauchen sie einen gründlichen Check im Kfz-Betrieb. Denn fachgerechte Autopflege heißt auch Werterhalt.

Wer rechtzeitig einen Termin vereinbart, muss sich nicht in die Warteschlange einreihen. Zum Frühjahrscheck rollt das Auto auf die Hebebühne. So entdecken die Kfz-Experten am besten die Spuren des Winters am Unterboden des Autos und, ob die eisige Kälte am Auspuff Risse und Löcher hinterlassen hat.

Geprüft werden auch alle sicherheitsrelevanten Teile. Bremsen, elektrische Leitungen, Lenksegmente, Achsschenkel und Gummimanschetten stehen auf der Checkliste. Der Fachmann entfernt an der Batterie den Rost an den Polen und testet die Säuredichte. Er misst den Stand des Motoröls und der Kupplungsflüssigkeit, nimmt bei Bedarf einen Motoröl- und Ölfilterwechsel vor.

Damit sich Autofahrer ganz auf die Bremsen verlassen können, müssen die Salzreste von den Bremsscheiben entfernt werden. Nach dem Schnee und Eis kommen auf den Straßen viele Schlaglöcher ans Licht. Das bedeutet auch harte Arbeit für die Stoßdämpfer der Autos. Deshalb gehören auch sie auf den Prüfstand. Dabei werden die Wirkung und der Ölverlust untersucht. Denn nur einwandfrei funktionierende Stoßdämpfer bedeuten Sicherheit und Fahrkomfort. 1a-Stoßdämpfer sorgen dafür, dass sich der Bremsweg nicht verlängert und der Wagen in Kurven sicher die Spur hält. Dann funktionieren auch die elektronischen Komponenten ABS und ESP optimal.

Um langfristig Kurzschlüsse an den elektrischen Leitungen zu vermeiden, kann eine Motorwäsche mit einem Dampfstrahler lohnenswert sein. Eine Aufgabe, die Fachwissen und Fingerspitzengefühl erfordert und auf jeden Fall von einem Fachbetrieb ausgeführt werden sollte. Der scharfe Strahl kann Dichtungen und Leitungen beschädigen.

Fachleute decken die sensiblen Teile gut gegen das Spritzwasser ab. Klarer Durchblick muss sein. Scheibenwischergummis, die durch den Frost brüchig wurden, müssen ausgetauscht werden. So bekommt die Scheibe auch keine Kratzer und Schlieren.

Start in den Frühling heißt auch Reifenwechsel, natürlich erst dann, wenn der Schnee komplett verschwunden ist. Winterreifen im Sommer sorgen nicht für den richtigen Grip und verursachen lautere Fahrgeräusche. Auch das Spritsparen gelingt so nicht. Die härteren Lamellen der Sommerreifen sind jetzt optimal. Sie sorgen nämlich für kürzere Bremswege und den perfekten und sicheren Halt auf der Straße. Gesetzlich sind 1,6 Millimeter Mindestprofil Vorschrift, aus Sicherheitsgründen sollten es jedoch drei Millimeter sein. Zum Abschluss der Frühlingskur wird die Karosserie genau inspiziert, um Split- und Steinschläge aufzuspüren und Roststellen vorzubeugen.

Damit auch kleinste Schäden rechtzeitig entdeckt und keine teure Teillackierung notwendig wird, ist das Polieren oder Versiegeln des Lacks im Frühling Pflicht. Dabei werden auch kleine Lackabsplitterungen entdeckt, die oft mit einem Lackstift ausgebessert werden können.

Doch auch wenn nur die farbige Deckschicht des Lacks beschädigt ist, kann an dieser Stelle Wasser unter die schützende Lackschicht eindringen. Dann lässt der Rost nicht mehr allzu lange auf sich warten. Bei diesen Lackschäden empfiehlt sich die Reparatur in einem Kfz-Betrieb.

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