Kommunion & Konfirmation

Der ganz besondere Tag für die Kleinen

Wenn am „Weißen Sonntag“ die Kirchenglocken läuten, dann stehen die Mädchen in weißen Kleidern da wie kleine Prinzessinnen; die Jungs mit Anzug, gestärktem Hemd und Fliege – ob Kleid, Hosenanzug oder Hemd mit Jackett, Hauptsache es sieht gut aus. Doch zum perfekten Outfit gehören auch die schicken Schuhe, für die Jungs ein Schlips oder eine Fliege und für die Mädels vielleicht ein kleiner Blumenkranz im Haar und eine Jacke. Daher ist die Wahl des Outfits ein besonderer Akt im Vorfeld.

Mindestens genauso wichtig wie das perfekte Outfit ist natürlich auch die Feier im Anschluss an die Zeremonie in der Kirche. Diese will frühzeitig geplant sein. Zahlreiche Überlegungen stehen dafür im Vorfeld an. Soll im kleinen familiären Kreis gefeiert werden? Möchte man zu Hause auftischen oder sich doch gemütlich in einem Restaurant bedienen lassen? Vielerorts wird beispielsweise die Kommunion an zwei Tagen gefeiert: Auf den so genannten Weißen Sonntag mit der Familie folgen am Montag darauf Kaffee und Kuchen für Nachbarn und Freunde. Ist der Rahmen grob festgelegt, dann sollten frühzeitig auch die Einladungen verschickt werden. Um die Kinder mit in die Planung ihrer Feier zu involvieren, können die Einladungen beispielsweise auch gemeinsam gebastelt werden. Gleiches gilt für Tischkärtchen oder andere Dekorations-Elemente wie die Kerzen. Auch die Dankesgrüße können mit den Kindern gemeinsam gebastelt werden. So wird die Feier wirklich zu einem großen Fest für das Kommunions- oder Konfirmationskind.

Kommunion ist Gemeinschaft

Kommunion kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Gemeinschaft. Die Gläubigen der römisch-katholischen Kirche kommen bei der Kommunion zusammen, um gemeinsam das Abendmahl zu empfangen. Diese Tradition beschert den Kindern im Alter zwischen acht und zehn Jahren die erste Firmung – das Sakrament der römisch-katholischen Kirche durch Handauflegen und Salbung, worin das neue Leben nach der Taufen seine volle Kraft erhalten soll. Nach einem vorbereitenden Kommunionsunterricht und der ersten Beichte können sie nun feierlich das Abendmahl erhalten und haben in der kirchlichen Ordnung einen großen Schritt zum erwachsenen Kirchenmitglied getan.

Der Konfirmand als erwachsenes Kirchenmitglied

Die evangelischen Jugendlichen feiern ihre Konfirmation, was soviel wie Festigung bedeutet. Dieses Ereignis findet zwischen dem 13. und 14. Lebensjahr statt. Es ist eine Taufbekräftigung vor der Gemeinde nach christlicher Unterweisung, dem sogenannten Konfirmandenunterricht. Mit der feierlichen Einsegnung werden die getauften Konfirmanden nun zum Abendmahl zugelassen und zu mündigen Kirchenmitgliedern erklärt. Der Konfirmierte erhält nun Rechte und Pflichten; so darf er zum Beispiel Taufpate werden und ist wahlberechtigt innerhalb der kirchlichen Gemeinde. Vielleicht mag das Alter bei diesen Aufnahmeriten zwischen den Konfessionen differieren, die Tradition und der festliche Ablauf gleichen sich jedoch im Wesentlichen.

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