AUSGEHEN & GENIESSEN

Couscous – die Kartoffel des Orients

Was für die deutsche Küche die Kartoffel ist, ist für die orientalische Küche der Couscous. Er ist dort eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel und gilt als nahrhaft. Kein Wunder, enthält das Gericht aus Weizengrieß doch jede Menge gesunder Inhaltsstoffe, sättigt lang anhaltend und ist vielseitig kombinierbar. Couscous beziehungsweise Hartweizengrieß enthält ähnlich wie andere Weizengerichte nur wenig Fett, dafür aber viele Kohlenhydrate und Eiweiße. Die pflanzlichen Öle gelten als wertvoll und gesund. Das enthaltene Magnesium soll gut gegen Stress wirken, das Eisen die körpereigenen Abwehrkräfte stärken. Aufgrund der enthaltenen Kohlenhydrate eignet sich das Weizengericht am besten für eine Mittagsmahlzeit, denn es macht lange satt. Besonders zur Auflockerung geeignet sind Fisch, Huhn, Lamm oder mageres Rindfleisch. Auch Salat, Tomaten, Gurken, Zucchini, Paprika und Möhren sowie frische Kräuter harmonieren mit Couscous. Eine angenehme Säure erhält das gesunde Essen durch einen Spritzer Zitronensaft.

Heißes für kalte Tage

„Die Suppe ist eine gesunde, leichte, nährende Speise, die aller Welt zusagt; sie erfreut den Magen und stimmt ihn zur Aufnahme und zur Verdauung.“ So kann man es in der „Physiologie des Geschmacks“ von Jean Anthelme Brillat-Savarin nachlesen. Das klassische Werk über die Kochkunst erschien erstmals 1826 in Paris. Was Brillat-Savarin zur Suppe sagt, gilt natürlich auch für den Eintopf, der nichts anderes ist als eine Suppe mit etwas mehr Einlage.

Für viele gehört Suppe auch heute noch als Appetitanreger zu einem guten Essen. Andere sehen in ihr den schnellen Snack für zwischendurch oder eine kleine, leichte Mahlzeit, die schnell zubereitet werden kann. Soll dagegen die Suppe eine kräftige Mahlzeit ersetzen, kocht man einen Eintopf. Den erhält man durch die Zugabe von Kartoffeln, Reis, Nudeln, Gemüse oder Hülsenfrüchten. Oft wird auch Fisch, Fleisch, Wurst oder Geflügel zugeben. Gerade in der kalten Jahreszeit sind wärmende Suppen und Eintöpfe als Hauptmahlzeit sehr beliebt.

Aus den Suppenküchen

Heiß offeriert der Franzose seine Zwiebelsuppe, eiskalt seine berühmte Vichysoise und sogar mit Eiswürfeln im Teller der Spanier die würzige Gazpacho. Das ist, wenn das Thermometer minus 40 Grad Celsius anzeigt, Kalinka im fernen Sibirien zu kalt. Ihre Borschtsch, auf Rindfleisch und einer ganzen Ente gekocht, kommt mit 18 Zutaten heiß auf den Tisch. Mit einem Süppchen, in dem sie saure Sahne, Eigelb, Butter und Mehl verrührt, mit heißem Bier aufgießt und dazu Käsewürfel reicht, lassen sich Polen verwöhnen. Gleich mit vier Fleischsorten, Kalb, Rind, Pökelfleisch und Gänseklein, mag es Mexikos Nationalsuppe. Dereinst ein Armeleute-Essen, hat die auf Hammelbrühe gekochte Schottische Graupensuppe deutsche Gourmet-Tempel erobert, etwas aufwendiger mögen es die Türken. Ihre Brühe aus fettem Hammelfleisch verfeinern sie mit einer Soße aus mit Ei, Wasser und Mehl verrührtem Zitronensaft. Fast zu jeder Suppe passt ein Kraut, ob nun Liebstöckel, Basilikum, Salbei, Rosmarin, Estragon, Kerbel oder Petersilie.

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