Aach – Lebens- und liebenswert!

In der dörflichen Gemeinschaft lässt es sich entspannt leben

28.09.2018

In Aach lässt es sich entspannt leben! Seine dörfliche Struktur und die gute Verkehrsanbindung an Trier, Luxemburg und Bitburg macht Aach besonders bei Pendlern und Familien beliebt. Die funktionierende Dorfgemeinschaft und eine Vielzahl an Vereinen bieten Aktivitäten für Jung und Alt an. Zur Ortsgemeinde Aach gehören die Ortslage Hohensonne und Teile von Neuhaus sowie das „Haus auf dem Wehrborn“.


Aach zeigt sich international

Ortsbürgermeisterin Claudia Thielen berichtet von einem Internationalen Workcamp in Aach: „Acht junge Erwachsene aus der Türkei, Tschechien, Deutschland, Mexiko und Japan haben für uns ehrenamtlich gearbeitet. Im Gegenzug durften sie in der Gemeindehalle Domizil beziehen und das Dorfleben kennen lernen. Die jungen Leute haben gemeinsam mit zwei Arbeitsanleitern den jüdischen Friedhof gesäubert und verschönert, einen Weg zum neuen Urnengrabfeld verlegt und weitere gemeinnützliche Arbeit geleistet“, so die Ortsbürgermeisterin.
An einem Tag habe man mit der Arbeit ausgesetzt, und in den Küchen von Privatleuten wurde ein nationaltypisches Gerichte gekocht und vorbereitet. In der Dorfmitte habe man eine lange Tafel für das „Internationale Essen“ aufgebaut. 70 Gäste seien der Einladung gefolgt, berichtet die Ortsbürgermeisterin.
Bereits im vergangenem Jahr habe man mit einem ähnlichen Workcamp-Projekt einen Fußweg erneuert. Er trage jetzt den Namen Allerweltsweg.
Der Spielplatz auf der Hohensonne werde derzeit erneuert und auch die Baustelle an der B51 gehe erfreulicherweise voran, so die Ortsbürgermeisterin. Ebenfalls erfreulich: „Nach fünf Jahren Pause hat unsere Johanniskirmes Ende Juni wieder stattgefunden.“
FĂĽr die Zukunft sei der Ausbau der Trierer StraĂźe und der Ausbau der StraĂźe Aach-Besslich geplant. Die Strecke Aach-Hohensonne soll saniert werden.

„So ein Viezchen wie in Aach
– nirgendwo man finden mag
– nicht an Mosel, Saar und Rhein – wächst ein solcher Apfelwein“


Der Blick zurĂĽck

Das Dorf Aach wurde im Jahr 953 erstmals urkundlich als „Aquacuum“ erwähnt. Was auf seine wasserreiche Lage am Ende eines kurzen Seitentals der Mosel deutet.
Neben bronzezeitlichen und keltischen Funden sind auch römische Siedlungsreste nachgewiesen.
Vom Mittelalter bis zur Französischen Revolution besaß das Kloster St. Irminen in Trier die Grundherrschaft, die Mühle, den Zehnten und das Kirchenpatronat. In dieser Zeit galt das Dorf als „reichsfrei“. In der Folge siedelten sich in Aach Juden an, von deren Tradition heute noch der jüdische Friedhof und die ehemalige Synagoge zeugen.
Die Aacher Bevölkerung lebte vor allem von der Landwirtschaft und der Steinindustrie. In der Landwirtschaft spielte der Anbau von
Mostobst, dem „Grundstoff“ für Viez, eine große Rolle. „So ein Viezchen wie in Aach – nirgendwo man finden mag – nicht an Mosel,
Saar und Rhein – wächst ein solcher Apfelwein“ (Auszug Gedicht Franz Scholl)
In der Nachkriegszeit setzte eine rege Bautätigkeit ein, die Neubaugebiete wanderten die Talhänge hinauf, der Obstbau ging zurück, von der Steinindustrie ist lediglich nur noch ein Betrieb übriggeblieben. Im Kern aber ist der besondere Charakter dieses Dorfes noch deutlich zu erkennen.