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Flexibel und zukunftssicher heizen

03.09.2018

Eine moderne HolzfeuerstÀtte ermöglicht viele Kombinationsmöglichkeiten

Viele Menschen wollen heute autark sein und verschiedene Energiesysteme dynamisch, intelligent und effektiv zu einer dezentralen, individuellen WĂ€rmeversorgung vernetzen.

Eine moderne HolzfeuerstĂ€tte trĂ€gt nicht nur dazu bei, CO2 einzusparen, sie erschließt auch flexible Möglichkeiten und mehr Freiheiten. Wer in der warmen Jahreszeit eine solche HolzfeuerstĂ€tte installiert, kann schon in der kommenden Übergangszeit davon profitieren.

Individuell, unabhÀngig und krisensicher

Immer mehr Menschen denken darĂŒber nach, wie in Versorgungskrisen der Wohnraum unabhĂ€ngig beheizt werden könnte. Dann ist es gut, einen stets verfĂŒgbaren, heimischen Brennstoff wie Holz zu bevorraten. Moderne HolzfeuerstĂ€tten gibt es in vielen Bauarten und Design-Varianten.

Befeuert werden kann je nach System mit Scheitholz, Holzbriketts oder Pellets. Im Innern arbeitet effiziente Heiztechnik, die eine saubere Verbrennung nach aktuellen Umweltstandards sicherstellt. Selbst bei Feinstaubalarm dĂŒrfen diese GerĂ€te betrieben werden. Mit einer modernen Holzheizung lassen sich viele Kombinationsmöglichkeiten fĂŒr ein individuelles WĂ€rmekonzept nutzen: vom Einzelofen bis zu modular vernetzten hybriden Heizsystemen mit diversen regenerativen WĂ€rmeerzeugern.

Ein wasserfĂŒhrender Ofen mit integriertem WasserwĂ€rmetauscher kann etwa fĂŒr ein hochgedĂ€mmtes GebĂ€ude ideal sein. Seine WĂ€rme trĂ€gt durch die Anbindung an einen zentralen Pufferspeicher zur UnterstĂŒtzung und Entlastung der Hauptheizung bei. Um möglichst viel regenerative EnergietrĂ€ger zu nutzen und fossile Brennstoffe zu sparen, bietet sich die Kombination mit einer Solarthermie-Anlage an, die ihre WĂ€rme ebenfalls in den Pufferspeicher einspeist. Modulare Hybridlösungen mit verschiedenen vernetzten WĂ€rmeerzeugern sind ideal fĂŒr einen umweltfreundlichen Energiemix der Zukunft.

Der Fachmann sollte das System möglichst optimal dimensionieren und auf die Nutzung abstimmen. Ein qualifizierter Ofenbauer berĂ€t deshalb ausfĂŒhrlich ĂŒber die verschiedenen Systeme, ĂŒber Technik, Design und Kombinationsmöglichkeiten.

FreiheitsgefĂŒhl mit modernem WĂ€rmekomfort

Ein eigenes Feuer machen, wann immer man möchte – das ist fĂŒr viele Menschen der Inbegriff von Freiheit und Abenteuer. Wer einen Kachelofen, Heizkamin oder Kaminofen besitzt, kann jederzeit das Feuerschauspiel und einen besonderen WĂ€rmekomfort genießen. Gerade in der Übergangszeit, im FrĂŒhjahr oder Herbst und an kĂŒhleren Sommerabenden zeigt sich, wie flexibel man mit einer HolzfeuerstĂ€tte eine gemĂŒtliche AtmosphĂ€re schaffen kann, ohne die herkömmliche Heizung in Gang setzen zu mĂŒssen.

 

 

LebensqualitÀt durch AktivitÀt: Ergotherapeuten helfen

03.09.2018

SchwĂ€che in HĂ€nden oder FĂŒĂŸen ernst nehmen

Amoyotrophe Lateralsklerose, kurz ALS genannt, ist eine Erkrankung, die schleichend und mit scheinbar harmlosen Symptomen beginnt.

„Viele meiner Patienten berichten von einer anfĂ€nglichen SchwĂ€che in den HĂ€nden oder FĂŒĂŸen.“, beschreibt Ergotherapeutin Theresa BrĂ€uter erste Anzeichen. FĂŒr ALS gibt es bislang keine ursĂ€chliche Behandlung; die Krankheit ist derzeit nicht heilbar. Umso wichtiger ist es, dass sich alle in die Therapie dieser Krankheit Involvierte intensiv austauschen, um eine maximale Linderung der Symptome und das Optimum an LebensqualitĂ€t fĂŒr die Patienten zu bewirken.

Ein Hauptproblem bei ALS sind die spĂ€ten Diagnosen. Die hĂ€ufigsten Symptome wie Probleme beim Greifen oder eine Gangunsicherheit nehmen viele Betroffene zunĂ€chst nicht ernst. Möglicherweise auch deshalb, weil sie zuerst nicht bei allen dauerhaft auftreten oder die Ă€lteren Betroffenen sie als beginnende Alterszipperlein abtun. „Es mag beruhigend sein, vom Arzt zu hören, dass alles gut ist.“, bestĂ€tigt die Ergotherapeutin Theresa BrĂ€uter ein weit verbreitetes, sehr menschliches Verhalten. Gleichzeitig bestĂ€rkt sie aber alle, die bemerken ‚da passt etwas nicht, es fĂŒhlt sich etwas nicht richtig an‘, auf ihre innere Stimme zu hören, zĂŒgig einen Arzt aufzusuchen und nötigenfalls hartnĂ€ckig zu sein. Denn meist vergehen Monate, bis alle neurologischen Untersuchungen und nötige Ausschlussverfahren Klarheit bringen.

ZĂŒgig und vorausschauend handeln

ALS ist eine schnell fortschreitende Erkrankung. Die Zeit ist bei ALS ein wichtiger Faktor. Angefangen von adaptiertem Besteck mit dickeren Griffen ĂŒber Badewannenlifter, einen elektrischen Rollstuhl oder Sprachcomputer sind viele Hilfsmittel nötig, um den Erkrankten muskelschonend und dennoch möglichst selbststĂ€ndig durch den Tag zu bringen. Die Ergotherapeutin dazu: „Wer ALS hat, muss erst einmal verstehen und verinnerlichen, dass vieles nicht mehr gilt. Beispielsweise, dass die schwindende Muskulatur sich nicht mehr aufbauen lĂ€sst.“ Im Gegenteil: Wer so wie sonst trainiert, also bis zur Muskelerschöpfung, verbraucht seine Reserven. Ergotherapeuten wie Theresa BrĂ€uter sprechen und trainieren daher mit ihren ALS-Patienten, damit diese ihre Grenzen erkennen und mit ihren KrĂ€ften haushalten lernen.

Ziele setzen und erreichen

Ein maßgeblicher Part der ergotherapeutischen Behandlung ist, gemeinsam mit dem an ALS Erkrankten Ziele zu erarbeiten, herauszufinden: Was macht das Leben dieses Menschen aus? Herauszuarbeiten, welche Ziele, die seinen Alltag betreffen, lassen sich erreichen und was ist nötig, um dies zu realisieren. Theresa BrĂ€uter berichtet in diesem Zusammenhang von einem jungen Patienten, fĂŒr den die Arbeit besonders bedeutungsvoll war. Gemeinsam haben Ergotherapeutin, Patient und Arbeitgeber eine berufliche Wiedereingliederung herbeigefĂŒhrt. Und dazu den Arbeitsplatz und das Umfeld entsprechend umgestaltet und die nötigen Hilfsmittel beschafft. FĂŒr viele andere ist das private und soziale Umfeld von grĂ¶ĂŸter Bedeutung. Ergotherapeuten beziehen dann immer wieder Angehörige oder Freunde des Patienten mit in die Therapie ein. Neben der AufklĂ€rung ĂŒber die Erkrankung geben Ergotherapeuten auch oft GedankenanstĂ¶ĂŸe, erklĂ€ren, wie sich der Betroffene in bestimmten Situationen fĂŒhlt und wie die Menschen in seiner Umgebung angemessen reagieren können. Denn weder Bemuttern noch im Stich lassen sind sinnvolle Verhaltensweisen im Umgang mit dem Anderen, auch wenn er ALS hat.