Fachkr├Ąfte gesucht: Kraftfahrer

Ein Beruf mit viel Verantwortung f├╝r Mensch und Umwelt

Berufskraft fahrer sind immer auf Tour. | Foto: dpa
28.07.2018

Im LKW von M├╝nchen nach Istanbul oder nach Karlsruhe. Im Reisebus von Hamburg nach Madrid. Im Linienbus von Haltestelle zu Haltestelle durch die ganze Stadt. Berufskraft fahrer haben die Wahl: Sie transportieren G├╝ter oder bef├Ârdern Personen entweder in begrenzten Regionen, deutschlandweit und ins Ausland.

Berufskraftfahrer beherrschen aber nicht nur ihre Fahrzeuge, also Lastkraftwagenz├╝ge und Busse, sie verstehen auch jede Menge von Fahrzeugtechnik. Au├čerdem planen sie ihre Touren, wissen, auf was es beim Transport der verschiedenen G├╝ter und der Personen ankommt und kennen sich mit den Grenzformalit├Ąten und Verkehrsbestimmungen im Ausland aus. Bei ihrem Job tragen sie viel Verantwortung f├╝r Mensch und Umwelt. Verkehrssicherheit und Umweltschutz stehen f├╝r sie daher an erster Stelle. W├Ąhrend der Ausbildung wird der F├╝hrerschein f├╝r Lastkraftwagen ab dem 18. Lebensjahr, f├╝r Omnibusse ab dem 20. Lebensjahr erworben. Die Kosten hierf├╝r tr├Ągt der Ausbildungsbetrieb.

Berufskraftfahrer bef├Ârdern Personen in Bussen im Reise- und Personennahverkehr, achten dabei auf Sicherheit sowie wirtschaftliche und umweltschonende Aspekte, wenden nationale und internationale Rechtsvorschriften und Sozialvorschriften des Stra├čenverkehrs an, kontrollieren, warten und pflegen Fahrzeuge, bereiten die Fahrzeuge f├╝r den Transport von G├╝tern oder die Bef├Ârderung von Personen vor, nehmen das Transportgut oder Gep├Ąck an, sichern die Ladung und pr├╝fen die mitzuf├╝hrenden Papiere, beseitigen St├Ârungen an Fahrzeugen und wissen, wie sie sich bei Unf├Ąllen und Zwischenf├Ąllen verhalten m├╝ssen. Berufskraftfahrer arbeiten f├╝r Spediteure/Transportunternehmen, Reiseverkehrsunternehmern oder kommunale Verkehrsunternehmen. Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

F├╝r wen ist der Job geeignet?

Bewerber sollten wissen, dass sie einen Beruf mit viel Verantwortung ├╝bernehmen, sich f├╝r technische Zusammenh├Ąnge interessieren, bereit sein auch nachts oder am Wochenende zu arbeiten, kontaktfreudig sein und kundenorientiert arbeiten.

Zugangsvoraussetzung

Grunds├Ątzlich ist keine bestimmte Vorbildung f├╝r den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die Betriebe erwarten aber mindestens den Hauptschulabschluss, manche sogar die Fachoberschulreife (Mittlere Reife). Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Zwischenpr├╝fung statt. Die Ausbildung endet nach drei Jahren mit bestandener Abschlusspr├╝fung. Aufgrund der F├╝hrerscheinregelungen kann eine Ausbildung erst mit dem 16. (Lastkraftwagen) bzw. 18. Lebensjahr (Omnibusse) begonnen werden.

Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach geht es weiter, beispielsweise als Verkehrsfachwirt. Ziel kann nat├╝rlich auch die berufliche Selbst├Ąndigkeit sein. Klar ist: Keiner muss sein Leben lang immer im gleichen Job dasselbe tun. Im Gegenteil: Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbst├Ąndiger Unternehmer haben will, muss flexibel sein und sich regelm├Ą├čig weiterbilden. Es gibt jede Menge Lehrg├Ąnge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren. Unter bestimmten Voraussetzungen, etwa mehrj├Ąhriger Berufserfahrung, sind verschiedene Fort- und Weiterbildungen m├Âglich, unter anderem Ausbilder (verantwortlich f├╝r die Ausbildung von Azubis), Kraftverkehrsmeister, Verkehrsfachwirt. Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule m├Âglich, wie etwa als Dipl.-Ingenieur im Transportwesen.