Unfall – Was tun?

Was tun nach einem Autounfall?

Auch nach kleinen Karambolagen mĂŒssen sich SchĂ€diger und GeschĂ€digter mit der oft mĂŒhsamen Unfallabwicklung befassen. | Foto: djd/www.unfallhelden.de/shutterstock
06.07.2018

Acht Tipps, wie man sich direkt nach dem Crash verhalten sollte

2,6 Millionen UnfĂ€lle wurden im vergangenen Jahr nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Deutschland registriert, so viel wie nie zuvor. Bei 2,3 Millionen ZusammenstĂ¶ĂŸen blieb es zum GlĂŒck bei SachschĂ€den. Vor allem bei schweren UnfĂ€llen ist der unmittelbare Schock bei den Beteiligten groß. Dennoch ist es wichtig, jetzt einen kĂŒhlen Kopf zu bewahren. Wir haben die acht wichtigsten Tipps:

  1. Direkt an der Unfallstelle dafĂŒr sorgen, dass sich die Unfallfolgen nicht verschlimmern: Warnblinkanlage einschalten und Warnweste anziehen, Warndreieck aufstellen, Polizei unter 110 und Notruf unter 112 verstĂ€ndigen, wenn notwendig Erste Hilfe leisten.
  2. Den Notruf 112 nur anrufen, wenn Menschen bei dem Unfall zu Schaden gekommen sind. Die Polizei kann immer zum Unfallort gerufen werden, bei kleineren SachschÀden ist es aber nicht notwendig. Sie sollte jedoch immer dann gerufen werden, wenn bei dem Unfall Alkohol oder Drogen im Spiel sind oder man dies vermutet.
  3. Zur Ersten Hilfe bei verletzten oder ohnmĂ€chtigen Unfallbeteiligten ist man gesetzlich verpflichtet, unterlassene Hilfeleistung ist strafbar. Bei Bewusstlosen prĂŒfen, ob Atmung und Puls stabil sind. Ist dies der Fall, in die stabile Seitenlage bringen. Wiederbelebungsmaßnahmen ergreifen, sollten Atmung oder Puls stocken oder aussetzen. Bei starken Blutungen versuchen, die Blutung mit einem Druckverband zu stillen. Die Rettungsdecke im Verbandskasten kann eingesetzt werden, um Unfallopfer warm zu halten. Mit Verletzten sprechen und sie beruhigen.
  4. An der Unfallstelle Beweise fĂŒr die Unfallabwicklung sichern. Beweismittel sind Zeugen, die den Unfallhergang beobachtet haben, Lichtbilder und der Polizeibericht.
  5. Einen schriftlichen Unfallbericht fĂŒr die spĂ€tere Unfallabwicklung kann man mit dem Unfallgegner gemeinsam erstellen.
  6. Am Unfallort kein SchuldeingestĂ€ndnis abgeben. Dies kann gegen den Versicherungsvertrag verstoßen. Unter UmstĂ€nden setzt man den Versicherungsschutz insgesamt aufs Spiel.
  7. Sobald die Unfallstelle gesichert, Polizei und Notruf verstÀndigt und die Beweissicherung abgeschlossen sind, muss der Austausch der Personalien der Unfallbeteiligten erfolgen.
  8. Der SchĂ€diger muss den Unfall innerhalb einer Woche bei seiner Haftpflichtversicherung melden. Bei schweren PersonenschĂ€den oder gar TodesfĂ€llen ist diese Frist kĂŒrzer. Die Haftpflicht trĂ€gt nur den Schaden am Fahrzeug des GeschĂ€digten, nicht am Fahrzeug des SchĂ€digers.