Bauen – Wohnen – Leben

Gesund wohnen

Foto: Postbank
10.07.2018

Ein wachsendes Bewusstsein für die Wohngesundheit sorgt dafür, dass immer mehr Baufamilien auf die Unbedenklichkeit von Baustoffen achten. Sie wissen: Ein gutes Raumklima stärkt das Wohlbefinden.

Kinder, Senioren und Allergiker reagieren besonders empfindlich auf Schadstoffe in der Raumluft. Weil diese sich nicht in Luft auflösen, setzen Wohneigentümer und Modernisierer vermehrt auf natürliche Materialien. Denn viele Bausubstanzen, zum Beispiel Dämm- oder Fassadenmaterial, enthalten Chemikalien, die unter Umständen gesundheitliche Auswirkungen haben können. 28 Prozent der Bundesbürger geben an, unter einer Allergie zu leiden – Tendenz steigend. Um sich in den eigenen vier Wänden zu schützen, verwenden sie bei Farben, Möbeln und Textilien schadstofffreie Qualität. „Hersteller ökologischer Produkte verzeichnen eine stetig wachsende Nachfrage“, bestätigt Iris Laduch-Reichelt von der BHW Bausparkasse. „Viele Baufirmen garantieren vertraglich, dass sie nur umweltfreundliche Baustoffe verwenden.“ Gütezeichen vom eco-Institut, Eurofins oder natureplus können eine verlässliche Orientierung bieten. Bei größeren Umbauten ist es sinnvoll, einen Baubiologen zurate zu ziehen.

Weg mit dem Mief: Tipps fĂĽr das richtige LĂĽften

Foto: VFF/VELUX
10.07.2018

Ein Klassiker: Man öffnet nach der Arbeit die Wohnungstür und die Luft ist total abgestanden. Oder es riecht nach dem Kochen noch stundenlang nach Essen. Da hilft nur Lüften. Wie das richtig geht, verrät der Verband Fenster + Fassade (VFF) aus Frankfurt.

Lüften an sich ist kein Hexenwerk. Und doch kann man viel falsch machen. Die Fenster auf Kipp stellen und dann stundenlang offenlassen zählt zu den häufigsten Fehlern. Bei dieser Methode kühlen die Räume und speziell die Laibungen besonders in der kalten Jahreszeit aus.

Dagegen hilft dann nur kräftig und vor allem teuer heizen. Außerdem steigt die Gefahr von Einbrüchen – selbst, wenn man anwesend ist und sich in Sicherheit wähnt. Besser ist es, einige gegenüberliegende oder auf verschiedenen Stockwerken befindliche Fenster für ein paar Minuten weit zu öffnen. Dann findet ein rascher und gründlicher Luftwechsel statt und die Fenster können wieder geschlossen werden. Bei diesem kurzen und intensiven Lüften bleiben die Wände, Decken und Böden warm und erwärmen danach den Raum sehr schnell wieder. Wie häufig das gemacht wird, hängt natürlich von den individuellen Gegebenheiten ab.

Immer wieder durchs Haus rennen und die Fenster auf- und zumachen ist zwar förderlich für die eigene Kondition, aber nicht sonderlich komfortabel. Fensterfalzlüfter, die nahezu unsichtbar im Fensterrahmen verbaut sind, sind eine mögliche Lösung. Sie besitzen Klappen, die sich bei starkem Wind schließen. Dadurch wird ein störender Durchzug verhindert.

Für das Badezimmer und die Toilette gibt es zudem Ventilatoren, die zusammen mit einer Steuerung und mit Sensoren über die in den anderen Räumen verbauten Spaltlüfter für einen raschen Luftwechsel sorgen.

Quasi High-end sind schließlich Ventilatoren, die sowohl die Zu- als auch die Abluft regeln und gleichzeitig mit einem Wärmerückgewinnungssystem kombiniert sind. Auch diese Systeme können unauffällig im Bereich des Fensterrahmens untergebracht werden – außen am Rahmen oder in den Fensterrahmen integriert.