SICHERHEIT RUND UMS HAUS – ENTSPANNT IN DEN URLAUB

Langfinger machen keinen Urlaub

06.07.2018

Zehn Tipps zum Einbruchschutz in der Ferienzeit

Wer bei der Heimkehr keine böse Überraschung erleben möchte, muss sein Hab und Gut schĂŒtzen. Im Folgenden sind einige wertvolle Tipps zum Thema Einbruchschutz aufgelistet.

1. Auf keinen Fall sollte wĂ€hrend des Urlaubs der Briefkasten ĂŒberquellen. Denn das lĂ€dt Einbrecher geradezu ein, auf Beutezug zu gehen. Die Post sammelt auf Wunsch die Zusendungen in der nĂ€chsten Filiale und die Tagesszeitung kann vorĂŒbergehend abbestellt werden. Oder man bittet Nachbarn, den Postkasten regelmĂ€ĂŸig zu leeren.

2. Auch der Garten sollte bei lĂ€ngeren Urlauben nicht verwahrlosen. Auch hier können sich Nachbarn darum kĂŒmmern, den Garten zu gießen oder auch den Rasen zu mĂ€hen. Beim nĂ€chsten Urlaub revanchiert man sich einfach bei den Nachbarn.

3. Wenn freundliche Helfer zum Blumengießen vorbeikommen, sollten sie – solange sie in der Wohnung sind – auch gleich die Wohnung lĂŒften und die RolllĂ€den hochziehen. Die geöffneten Fenster signalisieren den SpĂ€hern und möglichen Einbrecher, dass jemand zuhause ist.

4. Der MĂŒlleimer sollte zu den ĂŒblichen Terminen zum Leeren herausgestellt werden.

5. Eine Hausratversicherung sollte man trotz aller Vorsichtsmaßnahmen haben. Infos dazu gibt es zum Beispiel auf www.nuernberger.de. Doch auch wenn sie den finanziellen Schaden ausgleicht, bleibt das unangenehme GefĂŒhl, dass fremde Menschen im eigenen Heim waren. Ein Grund mehr, alle Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen.

6. Auf keinen Fall darf es am Haus Hinweise geben, die mögliche Besucher ĂŒber die Abwesenheit informieren. Ein Vermerk am Postkasten wie etwa „Pakete wĂ€hrend unseres Urlaubs bitte bei den Nachbarn abgeben“ ist absolut tabu.

7. Auf Social Media-Plattformen darf auf keinen Fall etwas ĂŒber die Abwesenheit gepostet werden. Aktuelle Bilder vom Urlaub am sĂŒdlichen Palmenstrand sollte man tunlichst vermeiden. Ist man wieder zuhause, können die Bilder getrost bei Facebook und Co. verbreitet werden.

8. Sowohl Eigenheimbesitzer als auch Mieter können, wenn sie etwa altersgerecht umbauen wollen, bei der KfW ZuschĂŒsse zu Investitionen in den Einbruchschutz beantragen. Mehr Infos dazu gibt es unter www.kfw.de.

9. Weniger investiert, wer mit kleinen technischen Helfern vortÀuscht, dass er zuhause ist. Ein TV-Simulator ahmt mit entsprechenden Lichteffekten einen Fernseher nach. Und mit Zeitschaltuhren lassen sich die Lampen zur gewohnten Zeit an- und ausschalten.

10. Wer sein GepÀck mit AdressanhÀngern ausstatten muss, sollte die Etiketten in Etuis an den Koffer hÀngen. So sind sie nicht sofort lesbar und können nicht jedem am Flughafen oder an der Bahnhaltestelle verraten, wo gerade niemand zuhause ist.

Mehr Informationen zum sicheren Reisen gibt es im Faltblatt „Langfinger machen niemals Urlaub. Dieses ist kostenlos in (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstellen erhĂ€ltlich.

Sicheres Fenster

06.07.2018

Polizeistatistiken belegen, dass bei fast 80 Prozent der EinbrĂŒche in EinfamilienhĂ€user und bei rund 45 Prozent der EinbrĂŒche in MehrfamilienhĂ€user ein Fenster beziehungsweise die Terrassen- oder BalkontĂŒr von den StraftĂ€tern als Einstieg genutzt wird.

Fenster sind als beliebte Angriffsziele und im Zusammenhang mit einem effektiven Einbruchschutz unbedingt abzusichern. Die WiderstandsfĂ€higkeit von bereits installierten Fenstern und FenstertĂŒren kann nachtrĂ€glich durch spezielle Zusatzsicherungen erhöht werden. Generell sollte darauf geachtet werden, dass sich die zusĂ€tzlichen Sicherungen gleichmĂ€ĂŸig auf mehrere vom TĂ€ter erreichbare Stellen des Fensters verteilen. Am Markt verfĂŒgbar sind NachrĂŒstprodukte, die von außen aufgeschraubt werden können, wie StangenverschlĂŒsse, QuerriegelverschlĂŒsse und Zusatzschlösser. Eine derartige Sicherung sollte immer an der Griff- oder Bandseite erfolgen. Generell sollte auf der Fensterinnenseite mindestens eine NachrĂŒstsicherung abschließbar sein. Ein verschließbarer Fenstergriff ist hĂ€ufig ein erster Schritt zu einer (leichten) Erhöhung des Einbruchschutzes und kann insbesondere bei Doppelfenstern eine sinnvolle ErgĂ€nzung sein.