Ein Streifzug durch den HunsrĂĽck- Heute zu Besuch in: Morbach-Gonzerath

Kein Titel

29.06.2018

Gonzerath ist mit 1 190 Einwohnern der zweitgrößte Ort im Gemeindebezirk Morbach. Inmitten eines ausgedehnten Spazier- und Wanderwegenetzes liegt der Ort nördlich der Hunsrückhöhenstraße zwischen Morbach und Bernkastel-Kues.

Das Wappen des Ortes bildet ein Antoniuskreuz und einen siebenblättrigen Buchenzweig ab. Das Antoniuskreuz steht für den Einsiedler und Schutzpatron der Land- und Viehwirtschaft, den Heiligen Antonius. Der Buchenzweig verweist auf die berühmte Königsbuche, ein Wahrzeichen von Gonzerath. Am Ortsausgang in Richtung Bernkastel-Kues, im Grauwald, steht die Königsbuche. Heute ist die stattliche Rotbuche über 200 Jahre alt und hat einen beeindruckenden Stammumfang von mehr als 4 Metern. Vom Dorfplatz aus führt ein kurzer Rundwanderweg, die Königsroute, direkt zu diesem einzigartigen Naturdenkmal.

Die Gonzerather, die auch „Besenbinner“ genannt werden, weil Gonzerath ein Zentrum der Korbflechterei war, verfügen über eine gute Infrastruktur im Ort. Eine Reihe von Betrieben sind in Gonzerath ansässig und erfolgreich tätig, so dass viele Einwohner auch hier ihre Arbeit finden. Zusammen mit den im Ort ansässigen Einzelhandelsbetrieben und in der Gastronomie sind heute in Gonzerath etwa 350 Menschen beschäftigt.

Oberhalb der bereits industriell genutzten Fläche Am Klettbach mit ihren 450 Arbeistplätzen ist im nördlichen Bereich von Gonzerath der Gewerbepark Hinter Kreuz geplant. Das Interessanteste am geplanten Gewerbegebiet dürfte wohl die Lage sein: zwischen der B 269 zwischen Gonzerath und dem Blockhauskreisel. Wer dort künftig produziert, hat eine rasche Verbindung zur B 50 neu, die zusammen mit dem Hochmoselübergang für eine schnellere Anbindung an Seehäfen wie Rotterdam und das Rhein-Main-Gebiet sorgen soll.

Sportverein, Männergesangverein, Kirchenchor, Karnevalsverein, Freiwillige Feuerwehr, Heimatverein und noch mehr: Gonzerath verfügt über ein reges Vereinsleben. Zudem haben sich mehrere Privatleute in der Bürgerinitiative „Gonzerath hat Zukunft“ zusammengeschlossen und wollen das Leben in ihrem Ort attraktiver gestalten. In den ehemaligen Räumen der VR-Bank im Oberdorf 7 in Gonzerath entsteht ein neues Zentrum für Einheimische und Gäste. Ein Raum ist als Bibiliothek eingerichtet mit Leseecke, Hotspot, W-Lan und öffentlichem Internet. Der zweite Raum ist gedacht für ärztliche Videosprechstunden. Im dritten Raum stehen Fitnessgeräte zur Verfügung. Die Nutzung ist kostenlos.

Der Ausbau der Hauptstraße war das besondere Ereignis im letzten Jahr. Das Archiv-Foto zeigt Ortsvorsteher Dietmar Thömmes mit
Polier Stefan Dauns und Bauleiter Stefan Jacob (von links) wenige Wochen vor Fertigstellung.

Der Dorfplatz an der Oberstraße ist ein beliebter Treffpunkt für Wanderer wie für Radfahrer, die sich dort über attraktive Touren rund um Gonzerath informieren können.