Rund ums Haus: Barrierefreies Bauen

Beim Bauen schon an morgen denken

05.05.2018

Vorausdenken lohnt sich. Das gilt besonders beim Bau des eigenen Wunschhauses. Wer barrierefrei baut, kann sich im Alter umstĂ€ndliche und teure Umbauten sparen. Von einem guten Hauskonzept profitiert man in allen Lebensphasen. Schließlich ist es auch fĂŒr junge Familien praktisch, wenn zum Beispiel die TĂŒren breiter sind, Stolperfallen vermieden werden oder die Haustechnik per Fernbedienung steuerbar ist. Barrierefreies Bauen ist in den unterschiedlichsten Hausvarianten möglich. Sinnvoll ist es, wenn sich der Grundriss der RĂ€ume durch mobile SchiebetĂŒren nachtrĂ€glich verĂ€ndern lĂ€sst.

Wichtig ist es, insbesondere den Grundriss des Hauses und die GrĂ¶ĂŸe der einzelnen RĂ€ume großzĂŒgig zu planen. Grundlage hierfĂŒr sollte der Wendekreis eines Rollstuhls sein. Vor allem bei RĂ€umen, die traditionell eher klein ausfallen – wie zum Beispiel BĂ€der und KĂŒchen – ist es von großer Bedeutung, genĂŒgend viel FlĂ€che einzuplanen. Einen großen Vorteil bieten in diesem Fall auch offene Wohnkonzepte, da man sie bei verĂ€nderten LebensumstĂ€nden auch spĂ€ter wesentlich einfacher umgestalten kann.

Plant man ein barrierefreies Haus, sollte man generell auf Schwellen und Stufen verzichten, weshalb sich zum Beispiel ein Bungalow optimal fĂŒr barrierefreies Wohnen anbietet. Sind Treppenstufen zur ÜberbrĂŒckung leichter Niveauunterschiede auf dem GrundstĂŒck nicht vermeidbar, kann man spĂ€ter Rampen integrieren – das gilt genauso fĂŒr Treppen zum Hauseingang. DarĂŒber hinaus sollten grundsĂ€tzlich alle TĂŒren barrierefrei geplant werden. Der Weg in die oberen Stockwerke lĂ€sst sich spĂ€ter durch Einbauen eines Treppenlifts ĂŒberbrĂŒcken. Außerdem ist es praktisch, beim Bau des Hauses von vornherein eine bodengleiche Dusche zu planen.

Von großer Bedeutung fĂŒr barrierefreies Wohnen ist es ebenfalls, Griffe und Schalter passend zu montieren, sodass sie auch fĂŒr Rollstuhlfahrer bequem erreichbar sind. Am besten geeignet ist hierfĂŒr eine Höhe von 85 Zentimetern. Außerdem sollte ein seitlicher Wandabstand von mindestens 50 Zentimetern eingehalten werden. Dadurch ist gewĂ€hrleistet, dass Rollstuhlfahrer Dinge wie TĂŒrdrĂŒcker, Lichtschalter oder HandlĂ€ufe auch problemlos aus einer sitzenden Position heraus nutzen können. In das Badezimmer sollten außerdem Haltegriffe an WC, Waschbecken und Badewanne bzw. Duschsitze integriert werden.

Mittlerweile gibt es viele praktische Elektroinstallationen, die körperlich eingeschrĂ€nkten Menschen dabei helfen, Barrieren im Alltag zu ĂŒberwinden. Wichtige Helfer sind zum Beispiel insbesondere elektrische RollladenkĂ€sten und automatische TĂŒröffner.