Start in die Motorradsaison

So wird der Biker zum ReifenflĂŒsterer

14.04.2018

Der FrĂŒhling und die warme Sonne machen wieder Lust, das Bike aus der Garage zu holen und sich den Wind um die Nache wehen zu lassen. Kleiner Tipp: Eine angepasste Fahrweise und regelmĂ€ĂŸige Pflege kann die Lebensdauer des geliebten Motorrads deutlich erhöhen.

Das gilt natĂŒrlich auch fĂŒr die Reifen. Die eigene Fahrweise, eine regelmĂ€ĂŸige Pflege und natĂŒrlich die Laufleistung haben entscheidenden Einfluss darauf, wie lange Motorradreifen genĂŒgend Grip aufweisen. Dabei ist es im Grunde nicht schwierig, zum feinfĂŒhligen ReifenflĂŒsterer zu werden.

Die schonende Behandlung der Gummis fĂ€ngt bereits beim Einfahren an. Allzu abrupte Beschleunigungs- und Bremsmanöver sowie wilde SchrĂ€glagen sollte man mit frischen Reifen vermeiden. „Zuerst will die OberflĂ€che allmĂ€hlich angeraut werden“, erklĂ€rt Oliver Pflaum von Motorradreifendirekt.de.

Das Anfahren ist auch deshalb wichtig, da viele frische Reifen ab Werk eine Versiegelungsschicht aufweisen. Nach mindestens 100 Kilometern darf man dann die Reifen stĂ€rker fordern – vorausgesetzt, sie sind auf Betriebstemperatur. „Die Reifen auf Temperatur zu bringen, ist durchaus auch im normalen Straßenverkehr wichtig.

Denn im kalten Zustand verschleißen sie etwa bei starkem Gasgeben deutlich schneller“, so Pflaum weiter.

Dass der Biker die Maschine nach Ausfahrten wieder auf Hochglanz poliert und dabei auch Reifen und Felgen grĂŒndlich sĂ€ubert, dĂŒrfte selbstverstĂ€ndlich sein. Dies ist die beste Gelegenheit, um gleichzeitig den ReifenfĂŒlldruck und die Profiltiefe zu kontrollieren. Eine Profiltiefe von mindestens 1,6 Millimetern schreibt der Gesetzgeber vor.

Wer mit weniger Gummi erwischt wird, muss mit einem Bußgeld rechnen. Allerdings empfiehlt es sich, deutlich frĂŒhzeitiger auf neue Reifen umzusteigen – Hersteller raten zu einem Wechsel bereits bei etwa 2,5 bis drei Millimetern.

Oft stellen sich Biker die Frage nach dem Reifenalter. Abzulesen ist das Produktionsdatum ganz einfach an der vierstelligen DOT-Nummer, die sich auf der Seite der Reifen befindet. Die ersten beiden Ziffern geben die Kalenderwoche, die hinteren das Produktionsjahr an: „DOT 4017“. Gut zu wissen: Ein sachgemĂ€ĂŸ gelagerter, ungebrauchter Reifen kann bis zu fĂŒnf Jahren nach seinem Produktionsdatum ohne EinschrĂ€nkung wie ein Neureifen eingesetzt werden. Verschiedene Tests bestĂ€tigen, dass Reifen ohne Bedenken und ohne QualitĂ€tsverluste mehrere Jahre gelagert werden können.