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Smartes Warmwasser

√úber eine Smartphone-App kann man jetzt auch den Warmwasserkomfort und den Energieverbrauch der Brauchwasserpumpe ganz einfach bedarfsgerecht steuern und √ľberwachen. Foto: djd/Deutsche Vortex
10.04.2018

Während die Digitalisierung nahezu alle Lebensbereiche erobert hat, ist sie in manchen Heizungskellern noch nicht angekommen.

Alte ungeregelte Pumpen f√ľr die Warmwasserzirkulation im Haus etwa funktionieren noch nach Prinzipien aus der Fr√ľhzeit der Industrialisierung: Einmal eingebaut, laufen sie rund um die Uhr, 7 Tage die Woche und 365 Tage im Jahr. Die Folge sind hohe Stromkosten, deren Ursache viele Hausbesitzer gar nicht kennen. Dabei sind auch moderne Trinkwasser-Zirkulationspumpen l√§ngst smart geworden. Energiesparende Einstellungen √ľber WLAN Pumpen der neuesten Generation mit sogenannter AutoLearn-Technologie verbrauchen nur noch rund ein Zehntel des Stroms im Vergleich zu alten, ungeregelten ‚ÄěDauerl√§ufern‚Äú.

Hinzu kommen ebenso hohe Reduzierungen der W√§rmeverluste in den Leitungen, wenn warmes Wasser nicht rund um die Uhr bereitgestellt wird, sondern nur dann, wenn es tats√§chlich gebraucht wird. Zus√§tzlich k√∂nnen beispielsweise Pumpen per App gesteuert und √ľberwacht werden. √úber WLAN lassen sich energiesparende Drehzahlen einstellen, Komforteinstellungen √§ndern, Urlaubsschaltungen aktivieren oder Pumpenl√§ufe per Timer einstellen.

Mit Informationen √ľber den aktuellen und den durchschnittlichen Energieverbrauch ist man zudem immer auf dem Laufenden √ľber die zu erwartenden Energiekosten. Und zus√§tzlich sind √ľber die App weitere Produktinformationen, Austauschtabellen, St√∂rungsabhilfen und vieles mehr jederzeit abrufbar.

Nicht sofort abziehbar

10.04.2018

Steuerzahler sind meistens daran interessiert, eine investierte Summe m√∂glichst auf einen Schlag absetzen zu k√∂nnen und das nicht √ľber einen l√§ngeren Zeitraum tun zu m√ľssen.

Doch manchmal geht das nach Auskunft des Infodienstes Recht und Steuern der LBS nicht ‚Äď zum Beispiel dann, wenn in einer vermieteten Wohnung eine Einbauk√ľche komplett erneuert wird. (Bundesfinanzhof, IX R 14/15)

Der Fall: Der Eigent√ľmer einer Immobilie hatte sich entschieden, die K√ľche in seiner Mietwohnung komplett zu sanieren. Er lie√ü alle Einbauten erneuern, erwarb auch neue Sp√ľle, Herd und andere Elektroger√§te. Die Gesamtausgaben daf√ľr wollte er als Werbungskosten von Eink√ľnften aus Vermietung und Verpachtung sofort und umfassend geltend machen. Das zust√§ndige Finanzamt verweigerte dies und akzeptierte nur eine Abschreibung √ľber einen Zeitraum von zehn Jahren im Zuge der AfA (Absetzung f√ľr Abnutzungen).

Das Urteil: Es handle sich hier nicht um einen Erhaltungsaufwand f√ľr einen wesentlichen Geb√§udebestandteil, der eine sofortige Absetzung als Werbungskosten m√∂glich gemacht h√§tte, entschied der Bundesfinanzhof. Die einzelnen Elemente einer Einbauk√ľche seien ein eigenst√§ndiges und einheitliches Wirtschaftsgut mit einer Nutzungsdauer von zehn Jahren.

L√ľmmeln erlaubt

10.04.2018

Beim Kauf von M√∂beln zum Sitzen geht es nicht ohne die altbew√§hrte Sitzprobe. Die Deutsche G√ľtegemeinschaft M√∂bel (DGM) empfiehlt, sich vor der Entscheidung f√ľr ein neues Polster- oder Sitzm√∂bel ruhig bis zu einer halben Stunde lang darauf niederzulassen und verschiedene Sitzpositionen auszuprobieren.

Jeder Mensch hat einen anderen K√∂rperbau und ein anderes K√∂rperempfinden. Nur eine individuelle Sitzprobe durch idealerweise alle Familienmitglieder liefert eine zuverl√§ssige Entscheidungshilfe f√ľr ein dauerhaft bequemes M√∂belst√ľck.

Die Sitzprobe sollte Antworten liefern

Das Design und die Ma√üe der etwaigen neuen Couch, des Sessels oder B√ľrostuhls sagen zu. Wer dann beim Probesitzen die Augen schlie√üt und gleich f√ľr einige Minuten entspannen kann, ist einem geeigneten M√∂belst√ľck auf der Spur.

Neben dem √ľbergeordneten Entspannungsfaktor sind aber auch einzelne Komfortkriterien zu beachten. Die entscheidenden Fragestellungen lauten: Werden Becken und R√ľcken gut abgest√ľtzt? L√§sst die Sitzh√∂he ein bequemes Abstellen der F√ľ√üe zu? Verhindert die Sitztiefe, dass die Kniekehlen zu stark an die Vorderkante des M√∂belst√ľcks gepresst werden?

Passt die Sitzh√§rte beziehungsweise trifft die Festigkeit der Polsterung den individuellen Geschmack? Ist die Neigung der R√ľckenlehne angenehm?

L√§sst sich der Kopf anlehnen beziehungsweise ablegen, ohne den Hals zu √ľberstrecken? Erm√∂glichen die Armlehnen eine komfortable Arm- und Schulterhaltung?