FIT F├ťR DIE SCHULE

Qualifizierte Nachhilfe f├╝r Sch├╝ler gang und g├Ąbe

Allein oder in kleinen Gruppen Unterst├╝tzung bekommen, kann viel helfen. Foto: Sch├╝lerhilfe
31.01.2018

Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung auf Basis einer repr├Ąsentativen Elternbefragung erhalten insgesamt 14 Prozent der deutschen Sch├╝ler zwischen 6 und 16 Jahren privat finanzierte oder kostenfreie Nachhilfe.

In Ostdeutschland nehmen 16 und in Westdeutschland 13 Prozent der Schulkinder Nachhilfe in Anspruch, besagt die Untersuchung. Au├čerschulische Unterst├╝tzung ist ein weit verbreitetes Ph├Ąnomen quer durch alle Bev├Âlkerungsschichten, obwohl graduelle Unterschiede festgestellt werden: Sch├╝ler aus finanzstarken Familien (ab 3000 Euro Haushalts-Nettoeinkommen) nutzen Nachhilfeangebote etwas h├Ąufiger als Sch├╝ler aus Haushalten mit geringeren Einkommen (15 zu 12 Prozent). Kinder und Jugendliche ohne Migrationshintergrund erhalten eher Nachhilfe als ihre Altersgenossen mit ausl├Ąndischen Wurzeln (14 zu 11 Prozent). Einbezogen sind hier auch kostenfreie F├Ârderma├čnahmen.

Fast jeder f├╝nfte Gymnasiast

In Deutschland investieren Eltern demnach j├Ąhrlich 879 Millionen Euro in private Nachhilfestunden f├╝r ihre Kinder. Pro Monat geben sie durchschnittlich 87 Euro f├╝r au├čerunterrichtliche F├Ârderma├čnahmen aus. Mit dem Wechsel von der Grundschule zur weiterf├╝hrenden Schule steigt bei Deutschlands Sch├╝lern der Nachhilfebedarf: Erhalten in der Grundschule noch knapp f├╝nf Prozent Nachhilfe, sind es in der Sekundarstufe 1 der weiterf├╝hrenden Schulen bereits rund 18 Prozent. Am h├Ąufigsten verbreitet ist die Lernunterst├╝tzung an Gymnasien: Fast jeder f├╝nfte Gymnasiast nimmt Nachhilfeunterricht.

Mathe vor Fremdsprachen und Deutsch

Am h├Ąufigsten nutzen Sch├╝ler Nachhilfe in Mathematik, gefolgt von den Fremdsprachen und Deutsch (61, 46 und 31 Prozent).

Unbefriedigende Zensuren sind dabei nicht unbedingt ausschlaggebend. Im Matheunterricht haben zwar 63 Prozent der Nachhilfesch├╝ler bestenfalls ausreichende Noten (Notendurchschnitt 4 – 6). Doch mehr als jeder Dritte nimmt die zus├Ątzliche F├Ârderung auch bei befriedigenden bis sehr guten Leistungen (Notendurchschnitt 1 – 3) in Anspruch.